Konsortium 18#

Eine virtuelle Instanz#

von Martin Krusche

Die Gegenwartskunst handelt wesentlich davon, daß Menschen sich Fragen und Aufgabenstellungen suchen, die sie mit künstlerischen Mitteln bearbeiten. Das ist eine andere Praxis als der Einsatz künstlerischer Techniken zur persönlichen Erbauung. In den meisten Fällen wird das auch ganz andere Ergebnisse bringen, als das erbauliche Tun der Menschen, die Kunst als ein Feld von Hobby oder Therapie betrachten.

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Diese Unterscheidung von Kategorien schließt keineswegs aus, auch in absichtsloser Hingabe und ohne entsprechendes Selbstverständnis Werke hervorzubringen, die nennenswerte künstlerische Qualität zeigen. Umgekehrt führt so manches Bemühen, das lautstark mit der Markierung Kunst versehen wird, manchmal zu recht unbedarften und eher bedeutungslosen Arbeiten, soweit wir über Kunst sprechen.

Wo also Debatten über Kunst anstehen, hilft zum Auftakt meist die Frage: Was war die gewählte Aufgabe und wie wurde sie bewältigt?

Das Konsortium 18 (als eine virtuelle Instanz zur Befassung mit Kunst in Theorie und Praxis) ist ein Gravitationsfeld, in dem Kunstdiskurse stattfinden. Debatten, die eine vielfältige Art der Kunstpraxis begleiten, um auszuloten, wo sich die Höhe der Zeit befinden mag und was in deren Nähe zu tun sei.

Damit ist die dritte Erzählebene des Projektes „Dorf 4.0“ belegt: Gegenwartskunst (Zugänge jenseits des Alltags). Das handelt von einem Themenbogen in der gemeinsamen Betrachtung von Volkskultur, Popkultur und Gegenwartskunst, was bedeutet, wie erachten das Triviale und das Komplexe gleichermaßen als Untersuchungsgegenstände von Relevanz.

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