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‎Ich hab mir von der KI eine Krusche-Deutung liefern lassen.
‎Ich hab mir von der KI eine Krusche-Deutung liefern lassen.

28/04/26: Kontrast der Positionen#

(Konferenz in Permanenz)#

von Martin Krusche

Nun also in der aktuellen Situation: Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einem Tisch. Ich hatte das mit Bürgermeister Christoph Stark vereinbaren können. Er brachte zu dieser Session auch Vizebürgermeisterin Katharina Schellnegger und Kulturreferent Karl Bauer mit.

Ich hatte im Vorgespräch mit Stark mein Anliegen präzisiert. Ich wünsche mir eine konzentrierte Arbeitssituation. Die anderen Optionen, etwa „Kulturstammtisch“, öffentliche Debatte, Protestaktion etc., haben wir zwischen Mitte November 2025 und Mitte April 2026 schon erlebt, ohne daß ich auch nur von einer der beteiligten Seiten bisher wenigstens ein Stichwortprotokoll in Händen hätte, von einem Ideenpapier ganz zu schweigen.

Ich ahne, was dabei eine der wesentlichen Barrieren ist. Die aktuelle Krise hat gezeigt: Da wie dort viel zu viele unüberprüfte Annahmen. Im Kontrast der Positionen manget es erheblich an Verständigung. Bei dieser 28/04/26er Session war es beispielsweise sehr nützlich, politischen Funktionstragenden einmal genauer zuhören zu können, a) wofür sie sich konkret zuständig fühlen, was dazu b) die aktuellen Bedingungen im Rathaus seien.

Bitte etwas Pragmatismus!#

Es wäre vollkommen töricht, den Funktionstragenden derzeit etwas abzuverlangen, was a) in ihrem kulturpolitischen Verständnis derzeit nicht enthalten ist, b) in ihren Fraktionen keine grundlegende Zustimmung hat und c) im Augenblick über kein budgetäres Fundament verfügt. Sprich: Wir können nicht kriegen, was (auch von uns) nicht erarbeitet wurde.

Schellnegger betonte, beim Budget habe man im Gemeinderat „nur einen kleinen Teil selbst in der Hand“. Das meiste der Mittel sei gebunden. Sie nannte diesbezüglich drei Bereiche: „Personal, Sachleistungen und Transferleistungen“. Was darf ich daraus schließen? Es gibt keine Möglichkeit, kurzfristig eine gut budgetierte Rettungsaktion für einige Bereiche des regionalen Kulturbetriebs zu starten, selbst wenn dafür nun, nach den genannten fünf Monaten, seitens der Kultur- und Kunstschaffenden ein kohärentes Strategiepapier vorläge; was nicht der Fall ist.

Dazu hätte schon wesentlich früher a) an der zivilgesellschaftlichen Basis konzeptionell gearbeitet werden müssen, um solche Arbeitsergebnisse dann in die politischen Gremien der Stadt zu tragen und zu verhandeln. Der vormalige „Kulturpakt Gleisdorf“ mit all seinen Nutznießern hat das nicht geleistet. Auch sonst niemand.

Wie kann man angesichts dessen vom Status quo überrascht sein, sogar „schockiert“, wie schon zu lesen war? Wie erwähnt, Mitte November 2025 war bekannt, was in Gleisdorf kulturpolitisch eben schiefgegangen ist. Mitte April 2026, fünf Monate später, kann ich seitens der „Szene“ noch immer kein Strategiepapier, kein Konzept, kein zukunftsorientiertes Programm finden. Meint hier irgendjemand, das hätte der Kulturausschuß im Rathaus für uns erledigen sollen?



Postskriptum#

Falls jemand fragt, nein, ich rede keineswegs wie der Blinde von der Farbe. Und nein, wir sind im „Archipel“ nicht tatenlos geblieben. Wie mehrfach erwähnt, der „Archipel“ ist konzeptionell und strategisch eine Antwort auf das, womit spätestens ab dem zweite Corona-Lockdown gerechnet werden mußte. Siehe zum Beispiel: