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100 Millionen für die digitale Mobilität #

Das Grazer Forschungszentrum „Virtual Vehicle“ gestaltet die Zukunft der Mobilität. Das Projekt „Digital Mobility“ soll Millionen in die Steiermark spülen. #


Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der Kleinen Zeitung (Dienstag, 27. Juni 2017)

Von

Norbert Swoboda


Das Auto der Zukunft
Das Auto der Zukunft kommt schneller, als man glaubt
Foto: VV

Auf diesen Jahresabschluss kann man zu Recht stolz sein: Auch heuer präsentierte das Grazer Forschungszentrum „Virtual Vehicle“ eine Erfolgsbilanz. 200 Forscher hebelten im Rahmen des K2-Programms „Mobility“ die 33 Fördermillionen (Bund und Land) auf mehr als 105 Millionen hoch, an Dutzenden EUProgrammen nahm man erfolgreich teil und konnte sich in die Top-Liga mischen.

„Das Erfolgsrezept der Steiermark ist die enge Verbindung von Wirtschaft und Forschung. Wir können mit Recht sagen, dass wir in der Steiermark die Zukunft der Mobilität mitgestalten“, erklärte Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und gratulierte Jost Bernasch (Geschäftsführer) und Professor Hermann Steffan (wissenschaftlicher Leiter) zu ihrer Arbeit.

Klaus Pseiner (Forschungsfonds), Jost Bernasch, LR Barbara Eibinger- Miedl, Helmut List, TUGraz-Rektor Harald Kainz, Hermann Steffan
Freuen sich über Erfolge: Klaus Pseiner (Forschungsfonds), Jost Bernasch, LR Barbara Eibinger- Miedl, Helmut List, TUGraz-Rektor Harald Kainz, Hermann Steffan
Foto: VV

Doch jetzt peilt das Zentrum schon den nächsten Level an. „Digital Mobility“ heißt das zweistufige Forschungsprogramm, das von 2018 bis 2025 dauern wird und wo gut 100 Millionen Euro als Betriebsergebnis in enger Zusammenarbeit mit der einschlägigen Auto(-Zuliefer-) Industrie erwartet werden. AVL-Chef Helmut List: „Wir brauchen alle digitalen Möglichkeiten und Tricks, um die künftigen Herausforderungen zu bewältigen.“ Die zuletzt genehmigte Testregion zum Thema „Autonomes Fahren“ sei nur ein Baustein dafür.

Hermann Steffan umriss die neuen großen Fragen: Das Riesenthema selbstfahrende Fahrzeuge, die Frage der Sicherheit im Fahrzeug (durch aktive Unfallvermeidung), Sicherheit bei den Fahrzeugdaten (Cyberkriminalität), eine weitere Effizienz- und Komfortsteigerung, die Weiterentwicklung des Mensch-Maschine-Interface sowie die Beschleunigung und Verbesserung bei der Entwicklung in der Automobilbranche. Derzeit findet dazu eine Fachtagung in der Seifenfabrik in Graz statt.

Kleine Zeitung, Dienstag, 27. Juni 2017

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