Kronstorf

Kronstorf
Wappen von Kronstorf
Kronstorf (Österreich)
Kronstorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Linz-Land
Kfz-Kennzeichen: LL
Fläche: 21,31 km²
Koordinaten: 48° 9′ N, 14° 28′ O48.14277777777814.466666666667277Koordinaten: 48° 8′ 34″ N, 14° 28′ 0″ O
Höhe: 277 m ü. A.
Einwohner: 3.152 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 147,91 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4484
Vorwahl: 07225
Gemeindekennziffer: 4 10 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Brucknerplatz 1
4484 Kronstorf
Website: www.kronstorf.at
Politik
Bürgermeister: Christian Kolarik (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
13 ÖVP, 9 SPÖ, 2 FPÖ,
1 Grüne
Lage der Marktgemeinde Kronstorf im Bezirk Linz-Land
Ansfelden Asten Eggendorf im Traunkreis Enns Hargelsberg Hofkirchen im Traunkreis Hörsching Kematen an der Krems Kirchberg-Thening Kronstorf Leonding Neuhofen an der Krems Niederneukirchen Oftering Pasching Piberbach Pucking St. Florian (Linz-Land) St. Marien Traun (Stadt) Wilhering Allhaming Linz OberösterreichLage der Gemeinde Kronstorf im Bezirk Linz-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Kronstorf ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Linz-Land im Zentralraum mit 3152 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Enns.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kronstorf liegt auf 277 m Höhe im Zentralraum. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6 km, von West nach Ost 8,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 21,3 km². 13,6 % der Fläche sind bewaldet, 71,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde

Dörfling, Kronstorf, Kronstorfberg, Plaik, Pühring, Schieferegg, Schmieding, Stallbach, Teufelsgraben, Thaling, Unterhaus und Winkling.

Nachbargemeinden

Enns St. Valentin (Niederösterreich)
Hargelsberg Nachbargemeinden Ernsthofen (Niederösterreich)
Dietach (Bezirk Steyr-Land) Haidershofen (Niederösterreich)

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Geteilt; oben in Rot eine silberne Hirschstange, unten in Silber drei rote, aus dem Schildfuß aufsteigende Flammen. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß.

Geschichte

834 scheint Kronstorf als „Granesdorf“ erstmals urkundlich auf. Die soziale Struktur des Mittelalters wurde durch die Grundherrschaft geprägt. In Kronstorf zählten der Adel und der Klerus zu den Grundherren. Die Bischöfe von Passau besaßen hier Besitzungen und im 13. Jht. waren ihnen in Kronstorf mehrere Lehen untertan. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. In den folgenden Jahren war Kronstorf immer wieder von Feinden bedroht. Von 1485 bis 1490 unternahmen die Ungarn von Ernsthofen aus Raubzüge in die Umgebung von Kronstorf und eroberten Schloss Schieferegg. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum neu gegründeten Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Kronstorf war von den 1952 Jahren bis 1995 Standort des Rundfunksenders Kronstorf für Mittelwelle. Ursprünglich waren drei Sendemasten vorhanden. Zwei dieser Sendemasten wurden 1956 demontiert und auf dem Bisamberg wiedererrichtet. Der letzte verbliebene Sendemast wurde am 25. Jänner 1995 gesprengt.

Hauptartikel: Sender Kronstorf

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister ist Christian Kolarik von der ÖVP.

Bisherige Bürgermeister

  • 1955 Florian Bauer SPÖ
  • 1956 Josef Gruber ÖVP
  • 1961-1991 Adalbert Gruber SPÖ - Erhebung zur Marktgemeinde am 12. Oktober 1981
  • 1991 Franz Hintersteiner SPÖ
  • 1991-2002 Josef Heiml ÖVP
  • 2002-2009 Wilhelm Zuderstorfer ÖVP
  • seit 2009 Christian Kolarik ÖVP

Städtepartnerschaften

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2418 Einwohner, 2001 dann 3005 Einwohner.

Persönlichkeiten

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Am Brucknerplatz befindet sich das Brucknermuseum. Es wurde 1989 als Kleinmuseum eröffnet und verwahrt die Geige Anton Bruckners, Kronstorfer Kompositionen, sowie eine Truhe aus der Zeit des berühmten Komponisten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Ende 2008 wurde bekannt, dass der Google-Konzern ein Rechenzentrum in Kronstorf errichten will. Dazu wurde ein 75 ha großes Grundstück gekauft, die regionale Wirtschaft soll von den hohen Investitionen und neu geschaffenen Arbeitsplätzen profitieren.[1] Durch die Nähe der Enns erwartet man eine günstige Energieversorgung, nachdem für die Serverfarm mit einem Energiebedarf von 50 bis 100 Megawatt zu rechnen ist.[2]

Verkehr

Öffentlicher Verkehr: Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Ernsthofen, rund 2,5 Kilometer vom Ortszentrum Kronstorfs entfernt. Dort verkehren Züge der ÖBB (ehem. Rudolfsbahn) nach Linz (über Sankt Valentin mit Anschluss an die Westbahn) sowie nach Kleinreifling über Steyr. Postbusse verkehren auf der Strecke Steyr-Linz. Bushaltestellen in den Ortsteilen: Thaling, Unterhaus, Schmieding, Kronstorf, Mühlrading, Plaik

Straße: Kronstorf wird von der L571 in Nord-Süd-Richtung durchschnitten. Eine weitere Nord-Süd-Verbindung ist die B309 „neu“. Der Anschluss an die West Autobahn A1 bei Enns ist rund 7 Kilometer von Kronstorf entfernt.

Sonstiges

Sport

  • Golf: Golfpark Metzenhof
  • Fußball: SC Kronstorf
  • Segeln: Segelklub Kronstorf
  • Tennis: UTC Kronstorf

Einzelnachweise

  1. Google baut Datencenter in Kronstorf. ORF, 20. November 2008, abgerufen am 20. September 2012.
  2. Google Data Center in Kronstorf ist fix auf ORF vom 6. Mai 2010 abgerufen am 6. Mai 2010

Weblinks

 Commons: Kronstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien