Hörsching

Hörsching
Wappen von Hörsching
Hörsching (Österreich)
Hörsching
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Linz-Land
Kfz-Kennzeichen: LL
Fläche: 19,99 km²
Koordinaten: 48° 14′ N, 14° 11′ O48.22666666666714.179444444444294Koordinaten: 48° 13′ 36″ N, 14° 10′ 46″ O
Höhe: 294 m ü. A.
Einwohner: 5.810 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 290,65 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4063
Vorwahl: 07221
Gemeindekennziffer: 4 10 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Neubauer Straße 26
4063 Hörsching
Website: www.hoersching.at
Politik
Bürgermeister: Gunter Kastler (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(31 Mitglieder)
13 ÖVP, 11 SPÖ, 4 FPÖ,
3 Grüne
Lage der Marktgemeinde Hörsching im Bezirk Linz-Land
Ansfelden Asten Eggendorf im Traunkreis Enns Hargelsberg Hofkirchen im Traunkreis Hörsching Kematen an der Krems Kirchberg-Thening Kronstorf Leonding Neuhofen an der Krems Niederneukirchen Oftering Pasching Piberbach Pucking St. Florian (Linz-Land) St. Marien Traun (Stadt) Wilhering Allhaming Linz OberösterreichLage der Gemeinde Hörsching im Bezirk Linz-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Hörsching ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Linz-Land im Zentralraum mit 5810 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Traun.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hörsching liegt auf 294 m Seehöhe im oberösterreichischen Zentralraum. Die Ausdehnung des Gemeindegebietes beträgt von Nord nach Süd 5,1 km, von West nach Ost 6,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 19,8 km². 8,6 % der Fläche sind bewaldet, 71,2 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde

Aistental, Breitbrunn, Frindorf, Gerersdorf, Hörsching, Haid, Holzleiten, Lindenlach, Neubau, Rudelsdorf, Rutzing, Öhndorf.

Geschichte

Röm. Kath. Kirchengebäude im Zentrum von Hörsching

Die günstige Bodenlage und besonders die Nähe des Traunflusses waren wohl der Anlass, dass dieses Gebiet schon in der jüngeren Steinzeit ausgiebig besiedelt wurde. Das beweisen zahlreiche Funde aus dieser Epoche. Man fand in Rutzing einen Schuhleistenkeil, ein Gräberfeld mit 24 Körpergräbern samt Beigaben und einen zeitgleichen Wohnplatz nahe dem Gräberfeld.[1] In der Latènesiedlung Neubau (unter Denkmalschutz) fand man Steinbeile,[2] in Haid ein Lochbeil,[1] in Holzleiten ein Körpergrab[1] und in Öhndorf einen Steinhammer. Auch die folgenden Zeitepochen hinterließen fundierte Beweise.

Bereits in der Römerzeit war Hörsching ein Garnisonsort. Beim Umbau der Kirche 1867 fand man alte Römerreliefs, und der Bau des heutigen Flughafens brachte Münzen, Kleinfunde und Körpergräber ans Tageslicht.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Reichsgau Oberdonau.

Der Fliegerhorst und die Kaserne wurden für die Luftwaffe der Wehrmacht errichtet. Der Spatenstich erfolgte durch Feldmarschall Hermann Göring am 13. Mai 1938 (gleichzeitig mit der Spatenstichfeier der Reichswerke Hermann Göring in Linz - später VÖEST).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehört Hörsching zur amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich und zum wiederhergestellten Bundesland Oberösterreich. Von der amerikanischen Militärverwaltung wurde ein DP-Lager eingerichtet zur Unterbringung sogenannter Vertriebenen. 1955 verließ der letzte amerikanische Soldat die Horstsiedlung.

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 5.101 Einwohner, 2001 dann 5.241 Einwohner. 1993 wurde Hörsching zur Marktgemeinde erhoben.

Politik

  • Bürgermeister ist Gunter Kastler von der ÖVP.
  • 1.Vizebürgermeister: Alfred Domokosch (ÖVP)
  • 2.Vizebürgermeister: Johann Litzlfellner (SPÖ)
  • Amtsleiter: Siegfried Sackl

Wappen

Wappen at hoersching.png

Offizielle Blasonierung des Gemeindewappens:

Über grünem Schildfuß und goldenem Balken, beide belegt mit einem achtspeichigen, oben grünen und unten silbernen Rad ohne Achsloch, in Blau übereinander zwei silberne, gegengewendete Flügel.

Die Gemeindefarben sind Blau-Gelb.

Wirtschaft und Infrastruktur

1835 wurde die Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden der k.k. privilegierte Erste Eisenbahngesellschaft eröffnet (Umspannstation Neubau),[3] 1860 die Trasse von der seinerzeitigen k.k. privilegierte Kaiserin Elisabeth-Bahn für die heutige Westbahn verlegt, und in Aistental eine Haltestelle Aistental geschaffen.

Flughafen

Flughafen Linz

Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist der Flughafen Linz, der auf dem Gemeindegebiet von Hörsching liegt.

Er entstand aus dem Fliegerhorst, der nach dem Anschluss Österreichs 1938 gebaut wurde. Heute ist der Fliegerhorst Vogler einer der großen Standorte des österreichischen Bundesheeres und dem zivilen Flughafen angegliedert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Hörsching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Martina Maria Reitberger: Die frühbronzezeitlichen Gräber von Holzleiten, Rudelsdorf III und Wagram auf der Welser Heide, OÖ. Diplomarb., Wien 2002.
  2. Den Alltag der Kelten ausgraben. Abgerufen am 15. August 2012.
  3. Gemeinde Hörsching