Linzer Feld

Alle OÖ Raumeinheiten

Das Linzer Feld ist eine von 41 Oberösterreichischen Raumeinheiten und liegt im Zentralraum.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Raumeinheit liegt in den Bezirken Linz, Linz-Land, Perg und Urfahr-Umgebung entlang der Donau.

Die Fläche der Raumeinheit beträgt 95,23 km². Der tiefste Bereich liegt bei rund 245 m ü. A. bei der Ennsmündung. Die höchste Erhebung des Gebiets ist mit 290 m ü. A. der Übergang zu den nördlich und nordöstlich liegenden Raumeinheiten.

Folgende Gemeindegebiete liegen größtenteils im Linzer Feld (alphabetisch geordnet): Asten, Enns, Linz und Luftenberg.

Die Raumeinheit ist von folgenden oberösterreichische Raumeinheiten umgeben (Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Südliche Mühlviertler Randlagen, Traun-Enns-Riedelland, Unteres Trauntal, Inn- und Hausruckviertler Hügelland, Donauschlucht und Nebentäler und Zentralmühlviertler Hochland. Im Osten schließt die niederösterreichische Raumeinheit Enns-Niederung an.

Das Linzer Feld ist in drei Untereinheiten unterteilt:

  • Donau mit Aulandschaft
  • Niederterrasse mit Landwirtschaft
  • Dichtes Siedlungs- und Industriegebiet

Charakteristik

  • Die Raumeinheit ist eine ausgedehnte, breite Schotterebene und wird von der Donau dominiert.
  • Die Aulandschaft ist teilweise naturnah und die Auwälder sind fast durchgehend, aber isoliert gegenüber angrenzenden Raumeinheiten. Stellenweise sind Überschwemmungen möglich, jedoch durch das Staubecken für das Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen selten. Die Auwälder bestehen zum größten Teil aus Eschen- und Grauerlen-Wälder sowie Hybridpappeln. Die Altwasserarme beherbergen eine Wasserpflanzen-Vegetation mit seltenen Arten. Heißländen sind selten und Trockenwiesen mit seltenen Pflanzenarten existieren.
  • Die großen Baggerseen dienen der Erholung und der Schottergewinnung. Die Bäche aus dem Umland sind häufig reguliert, werden aber naturnah rückgebaut.
  • Auf der landwirtschaftlich genutzten Niederterrasse wird intensiver Ackerbau betrieben. Es noch wenige Reste der ursprünglichen Kulturlandschaft (Obstbaumwiesen, Einzelbäume, Böschungswiesen). Neue Siedlungen und Industriestandorte vermindern die Landwirtschaftsflächen zusehends.
  • Das dichte Siedlungsgebiet wird von der Landeshauptstadt Linz und dem 5 km² großen Industriegebiet (Voestalpine und Agrolinz Melamine International) dominiert. Die Bebauung ist durchgehend mit künstlichen Grünanlagen (Park, Friedhof, Alleen) aufgelockert. Mauerfugen, Dächer und Parks dienen als Stadtbiotope.
  • Die Linzer Großkläranlage und eine große Mülldeponie bei Asten prägen das Gebiet.
  • Die Raumeinheit ist Nebel- und "Smog"-reich und weist geringe Niederschlagsmengen auf.

Literatur

  • Amt der oö Landesregierung, Naturschutzabteilung (Hrsg.):Band 10: Raumeinheit Linzer Feld, Linz, 2007 PDF

Weblinks