Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wernberg (Kärnten)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wernberg (Kärnten) enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Wernberg (Kärnten).[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Kath. Filialkirche hl. Stefan und Friedhof Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Stefan und Friedhof
ObjektID: 61729
Status: § 2a

Standort
KG: Neudorf
GstNr.: .111; 1128
Kath. Filialkirche hll. Peter und Paul Datei hochladen Kath. Filialkirche hll. Peter und Paul
ObjektID: 68467
Status: § 2a
Kirchweg
Standort
KG: Sand
GstNr.: .65
Kath. Pfarrkirche hl. Georg, Friedhof und Karner
Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche hl. Georg, Friedhof und Karner
ObjektID: 63396
Status: § 2a
Sternberg
Standort
KG: Sand
GstNr.: .1; 27
Burgruine Datei hochladen Burgruine
ObjektID: 35178
Status: Bescheid
Sternberger Weg 17
Standort
KG: Sand
GstNr.: .9; .10; 188/5; 189
Die Sternberger Burg wurde erstmals zwischen 1170-1180 urkundlich erwähnt. Von 1267 an wurde Ulrich von Heunberg als Graf von Sternberg erwähnt. Im Jahr 1329 wurde die Burg an den Grafen Otto von Ortenburg verkauft. Nachdem sein Geschlecht 1418 ausstarb, wurde sie von König Sigismund an Hermann II. von Cilli verliehen. Während des Erbkrieges zwischen Kaiser Friedrich III und den Görzern wurde die Sternberg genauso wie ihre Nachbarburg Hohenwart zerstört. Die Burg wurde von einer in einem unregelmäßigen Sechseck umlaufenden Mauer umgeben. Die Mauerreste sind heute noch bis zu 4 Meter hoch erhalten. An der Ostseite befand sich der vorgelagerte ehemalige Bergfried, dessen Mauern sind bis in Erdgeschoßhöhe sichtbar und bilden den Unterbau eines Wohnhauses. Im Osten befand befindet sich ein Halsgraben, im Süden die baumhohen Reste eines Turmes aus dem 16. Jahrhundert. Die Gesamtanlage war romanisch.[2]
Ehem. Pfarrhof Datei hochladen Ehem. Pfarrhof
ObjektID: 35179
Status: Bescheid
Sternberger Weg 40
Standort
KG: Sand
GstNr.: .27
Der sich am Fuß des Kirchhügels befindliche ehemalige Pfarrhof ist ein zweigeschossiger Bau in verputzten Bruchsteinmauerwerk, der mit einem Walmdach ausgestattet ist. Der runde, südwestliche Eckturm stammt aus dem 16. Jh. und wird von einem Kegel-Pyramidendach bedeckt. Das Gewölbe im Erdgeschoß stammt ebenfalls aus dem 16 Jh.[3]
Unterer Bildstock Datei hochladen Unterer Bildstock
ObjektID: 78031
Status: § 2a

Standort
KG: Sand
GstNr.: 13
Bei dem mit der Jahreszahl 1766 bezeichneten Bildstock an der Auffahrt zur Pfarrkirche St. Georg handelt es sich um einen Breitpfeiler mit figuraler Malerei.[4]
Oberer Bildstock Datei hochladen Oberer Bildstock
ObjektID: 81415
Status: § 2a

Standort
KG: Sand
GstNr.: 20
Der sich südlich der Pfarrkirche befindende obere Bildstock ist ein 1844 erbauter Breitpfeiler mit figuraler zeitgenössischer Malerei.[4]
Schloss Damtschach und Parkanlage
Datei hochladen
Schloss Damtschach und Parkanlage
ObjektID: 81556
Status: Bescheid
Damtschacher Straße 18
Standort
KG: Trabenig
GstNr.: 383; 384/1; 1035
Das Schloss Damtschach geht im Kern auf einen Ansitz des frühen 16. Jahrhunderts zurück, der jedoch im 17. Jahrhundert als barocke Schlossanlage stark erweitert wurde. In einem Teil des Südflügels ist die Schlosskirche Hl. Johannes der Täufer integriert. Der englische Landschaftsgarten stammt aus dem Jahr 1824 und weist zeitypische Staffagebauten auf. Die Anlage ist heute im Besitz der Familie Orsini-Rosenberg.
Hauptartikel: Schloss Damtschach

Die Anlage erstreckt sich über die zwei Katastralgemeinden Trabenig und Umberg.
Schloss Damtschach und Parkanlage
Datei hochladen
Schloss Damtschach und Parkanlage
ObjektID: 34186
Status: Bescheid
Damtschacher Straße 18
Standort
KG: Umberg
GstNr.: .1; .2; 29/1; 29/2; 30/1; 31/1; 31/2; 31/3; 562/1; 562/2; .6
Das Schloss Damtschach geht im Kern auf einen Ansitz des frühen 16. Jahrhunderts zurück, der jedoch im 17. Jahrhundert als barocke Schlossanlage stark erweitert wurde. In einem Teil des Südflügels ist die Schlosskirche Hl. Johannes der Täufer integriert. Der englische Landschaftsgarten stammt aus dem Jahr 1824 und weist zeitypische Staffagebauten auf. Die Anlage ist heute im Besitz der Familie Orsini-Rosenberg.
Hauptartikel: Schloss Damtschach

Die Anlage erstreckt sich über die zwei Katastralgemeinden Trabenig und Umberg.
Bauernhaus, Gaggl-Hube Datei hochladen Bauernhaus, Gaggl-Hube
ObjektID: 39486
Status: Bescheid
Terlacher Straße 64
Standort
KG: Trabenig
GstNr.: 361/2
Bei der Gaggl-Hube handelt es sich um ein im Kern aus dem 15. Jh. stammendes Wohnhaus aus Bruchsteinmauerwerk (nach dem Typus eines reichen Bauernhauses). Ursprünglich dürfte es sich um einen wehrhaften, mit Schlitzfenstern versehener Bau der Herrschaft Sternberg handeln, der im 17. Jh. erweitert wurde.[5]
Kath. Filialkirche hl. Bartlmä
Datei hochladen
Kath. Filialkirche hl. Bartlmä
ObjektID: 68468
Status: § 2a
Ragain
Standort
KG: Umberg
GstNr.: .73
Die dem Heiligen Bartholomäus geweihte Kirche wird gemeinsam mit der Kirche in Damtschach im Jahr 1431 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die kleine, im Kern romanische, Saalkirche besitzt einen mit einem Spitzhelm gekrönten Dachreiter sowie (jeweils später zugebaut) eine westliche Vorhalle und eine nördliche Sakristei. An der Südwand der Kirche befindet sich ein hoch liegendes romanisches Schlitzfenster. Durch das spitzbogige Westportal gelangt man in das saalartige Langhaus, welches mit einer Flachdecke versehen ist. Das Langhaus mündet über den halbkreisförmigen Triumphbogen, dessen Kämpfer vermutlich romanischen Ursprungs sind, in den eingezogenen, quadratischen Chor mit Stichkappentonnengewölbe.

Der Hochaltar mit Säulen und Akanthusschmuck stammt aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Altarblatt, welches den Heiligen Bartholomäus darstellt, ist auf der Rückseite mit Joh. Bartl Mahler 1860 bezeichnet. Der linke Seitenaltar ist, ebenfalls dem Kirchenpatron geweiht, ist in der Form einer kleinen Ädikula mit kannelierten Pilastern und kleinen seitlichen Lateralwangen errichtet. Das Altarbild stellt das Martyrium von Bartholomäus dar. Die bemerkenswerte spätgotische Figur des Heiligen wurde im vierten Viertel des 15. Jahrhunderts gefertigt. Die Heiligen Petrus und Paulus sind auf der linken bzw rechten Seite des Altars in Bildern dargestellt.[6][7]

Kath. Filialkirche hl. Matthäus und Friedhof
Datei hochladen
Kath. Filialkirche hl. Matthäus und Friedhof
ObjektID: 63497
Status: § 2a
Umberg
Standort
KG: Umberg
GstNr.: .45; 1/1
Die dem Heiligen Matthäus geweihte Filialkirche in Umberg wurde erstmals 1452 urkundlich erwähnt, erbaut wurde sie vermutlich zwischen 1432 und 1452. Die Kirche wurde mehrmals von Bränden heimgesucht, so in den Jahren 1838 und 1914. Der die Kirche umgebende kleine Friedhof ist seit 1658 nachgewiesen. Es handelt sich um einen kleinen, gotischen Bau mit einem von einem Spitzhelm bekrönten westlichen Vorhallenturm. Im Boden der Vorhalle ist befindet sich eine romanische Grabplatte. Die Sakristei ist im Norden des Presbyteriums angebaut. Am rundbogigen Westportal ist noch das gotische Schloss erhalten. An der Südfassade des Langhauses ist ein Wandbild aus dem 15. Jahrhundert angebracht, welches den Heiligen Christophorus darstellt.

Im Inneren wird das zweijochige Langhaus von Platzlgewölbe mit Gurtbögen überwölbt. Die gemauerte Empore besteht aus drei Achsen und wird von Holzstützen getragen. Das Langhaus mündet in den stichkappentonnengewölbten Chor mit 5/8-Schluss.

Der barocke Hochaltar mit Säulen, Akanthusschmuck und Tabernakel wurde um 1700 errichtet. Seine gotische Madonnenstatue mit Kind wurde um 1500 gefertigt. Die Altarretabel zeigt ein Bild des Heiligen Matthäus. Der schlicht gehaltene Seitenaltar mit einem Altarblatt, das den Heiligen Valentin darstellt, stammt aus dem Jahr 1657. Die einfache Kanzel geht auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Die neben der Altarmadonna bemerkenswerteste Statue ist die spätgotische Figur des Heiligen Johannes Evangelist, die zwischen 1470 und 1480 gefertigt wurde und sich heute in der Sakristei befindet. Eine Ecce Homo-Skulptur stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts.[8][9]

Burgruine Aichelberg (Eichelberg) Datei hochladen Burgruine Aichelberg (Eichelberg)
ObjektID: 48263
Status: Bescheid
Umberg
Standort
KG: Umberg
GstNr.: 492
Die spätgotische Burganlage ist ein in Bruchsteinmauerwerk errichtetes Bauwerk aus vermutlich dem 15. Jahrhundert, die im Kern jedoch spätromanisch auf die 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückgeht. Der grob rechteckige Hauptbau ist in seiner heutigen Form noch vierstöckig. Im Osten befindet sich ein 4geschossiger Torbau, der als Wohnturm gestaltet war. Die befestigte Vorburg an der Südseite ist von einer mit Rundtürmen befestigten Ringmauer umgeben, der heutige Höhe sich auf 2-4 Meter beläuft, und einen großen Zwinger bildet. Die umfassenden Wirtschaftsgebäude und Maßwerkfenster sind nur noch in Resten erhalten.[10]
BW Datei hochladen Friedhofskapelle bei der Pfarrkirche
ObjektID: 78025
Status: § 2a
Umberg
Standort
KG: Umberg
GstNr.: 1/1
Kapelle zum kostbaren Blut, ehem. Katharinenkapelle Datei hochladen Kapelle zum kostbaren Blut, ehem. Katharinenkapelle
ObjektID: 78033
Status: § 2a
Klosterweg 2
Standort
KG: Wernberg I
GstNr.: .31
Die Fassade der Schlosskirche zum kostbaren Blut ist mit Pilastern, Architektur- und Rankenstuck geschmückt. Das Innere der Saalkirche, vierjochig und mit stuckierten Pilastern gegliedert, wird von einer Flachtonne mit Stichkappen überwölbt. Eine doppelstöchige Empore befindet sich im Osten. Stukkaturen der Wessobrunner Schule und Fresken des Josef Ferdinand Fromiller (aus den Jahren 1730/1740) zieren den Innenraum. Die Mitte der Decke und der Hochaltar zeigen Illusionsmalereien (erstere zeigt eine Kuppel).[11]
Ehem. Schloss Wernberg
Datei hochladen
Ehem. Schloss Wernberg
ObjektID: 35176
Status: § 2a
Klosterweg 2
Standort
KG: Wernberg I
GstNr.: .31; .32; .33; 459; 461; 462
Das Schloss Wernberg, heute ein Kloster, ist ein Anlage im Renaissancestil aus drei Trakten, die einen Hof mit zweistöckigen Laubengängen umgeben. Urkundlich wurde ein Vorgängerbau bereits 1227 erstmals erwähnt.
Hauptartikel: Schloss Wernberg
Bildstock Datei hochladen Bildstock
ObjektID: 35175
Status: Bescheid
bei Triester Straße 1
Standort
KG: Wernberg I
GstNr.: .16/1
Beim sogenannten Wernberger Kreuz handelt es sich um eine Bildsäule mit einem reliefierten Würfelaufsatz. Am Dachkreuz befindet sich die Bezeichnung 1578. Der Rundpfeiler zeigt zwei Wappenschilder: Das erste (mit der Jahreszahl 1767) zeigt das Wappen der Äbte von Ossiach, das zweite das der Familie Khevenhüller. Der Würfel zeigt auf seinen vier sichtbaren Seiten je ein Relief aus dem Leben Jesu: seine Geburt, die Kreuzigung, seine Auferstehung sowie die Himmelfahrt Christi. Eine vierseitige Pyramide bildet das Dach der Bildsäule, welche die nördliche Grenze des ehemaligen Landesgerichtes Wernberg markiert.[5]
Kath. Pfarrkirche hl. Margareta und Friedhof Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Margareta und Friedhof
ObjektID: 68466
Status: § 2a
Gottestal
Standort
KG: Wernberg I
GstNr.: .60; 668

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[12] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Wernberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 912f.
  3. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 912.
  4. a b Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 913.
  5. a b Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 1066.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 665f.
  7. Kirchenführer: Ragain. Pfarre Damtschach. Abgerufen am 22. September 2012.
  8. Kirchenführer: Umberg. Pfarre Damtschach. Abgerufen am 22. September 2012.
  9. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 978ff.
  10. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 980.
  11. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 1065.
  12. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing