Wolfgang Sobotka

Mag. Wolfgang Sobotka, LH-Stv von Niederösterreich

Wolfgang Sobotka (* 5. Jänner 1956 in Waidhofen an der Ybbs) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP). Sobotka war Landesrat in der Niederösterreichischen Landesregierung und ist seit 2009 Landeshauptmannstellvertreter in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung

Wolfgang Sobotka studierte Geschichte an der Universität Wien, Violoncello/Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien sowie Dirigieren am Brucknerkonservatorium in Linz.

Beruf

Sobotka unterrichtete bis 1992 sowie von 1996 als 1998 als AHS-Lehrer in seiner Heimatstadt Waidhofen/Ybbs und war von 1972 bis 1998 zuerst Lehrer, dann Leiter an der dortigen Musikschule.

Von 1980 bis 1987 bekleidete er zudem das Amt des Stadtarchivars, war von 1987 bis 1998 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien.

1992 wurde er von Landeshauptmann Dr.Erwin Pröll als Referent für Politik und Bildung in die Volkspartei Niederösterreich geholt, wo er bis 1996 tätig war.

Politik

Seine politische Laufbahn begann 1982 mit dem Einzug in den Waidhofener Gemeinderat, wo er ab 1992 als Stadtrat für Finanzen und Fraktionsobmann der Waidhofener Volkspartei tätig war. 1996 wurde er Bürgermeister von Waidhofen/Ybbs, 1998 zog er als Landesrat in die niederösterreichische Landesregierung ein.

Im Februar 2009 wurde er zum Landeshauptmann-Stellvertreter ernannt.

In die Kritik des Landesrechnungshofes und der Opposition geriet Sobotka, nachdem die Kosten für die Landesgartenschau in Tulln von geplanten fünf Millionen auf 21 Millionen Euro anstiegen. FPÖ und Grüne forderten in der Folge den Rücktritt Sobotkas.[1] Weiters kam Sobotka aufgrund der Veranlagung von verkauften Wohnbaudarlehensforderungen in die Kritik. Josef Leitner warf ihm im April 2009 vor dass von den 4,4 veranlagten Milliarden Euro bisher ein Verlust von einer Milliarde Euro entstand.[2] Anfang Juni sprach Leitner von 312 Millionen Euro tatsächlichen Verlusten.[3] Sobotka gab in einem Presse-Interview zu bedenken dass, obwohl der Buchwert bei 3,6 Milliarden liege, bisher eine Milliarde in das Landesbudget geflossen ist. Außerdem hielt er den Zinssatz von sechs Prozent 2002 für konservativ. Er ging von einer Schwankungsbreite von zehn Prozent nach oben und 16 Prozent nach unten aus, in diesem Bereich würde man sich noch immer bewegen.[4]

Aktionen

1998 initiierte er die Aktion Natur im Garten. Über 100.000 Abonnenten des Magazins, und rund 10.000 Besitzer der Niederösterreichischen Gartenplakette bestätigen heute den Erfolg.

Mit der Initiative »Tut gut!« ist es gelungen, die niederösterreichische Gesundheitsvorsorge unter ein gemeinsames Dach zu stellen. Mit Jahresbeginn 2009 wurden die Angebote von »tut gut«, »sorg vor« und die breite Aktionspalette des Gesundheitsforums NÖ in dieser gewichtigen Plattform zusammengeführt.

Zuständigkeiten in der Landesregierung

In der aktuellen Landesregierung Pröll V ist Wolfgang Sobotka zuständig für:

  • Finanzangelegenheiten
  • Archiv und Angelegenheiten des NÖ Instituts für Landeskunde; Bibliothek
  • Gemeindeangelegenheiten
  • Angelegenheiten der Förderung von Wohnbauten sowie Wohnbeihilfen
  • Angelegenheiten der Krankenanstalten, Verwaltung der Landeskrankenanstalten
  • Allgemeine Bauwirtschaft
  • Grundlagenforschung, Volkszählung und Statistik
  • Ökologisierung von Gärten und umweltbewusste Lebensführung

Privates

Wolfgang Sobotka ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. In seiner Freizeit spielt er Tennis, liest sehr gerne, geht Ski fahren und dirigiert unter anderem das Kammerorchester Waidhofen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Tulln: diepresse.com Finanzdesaster um Landes-Gartenschau, 7. Mai 2009
  2. St. Pölten, 7. April 2009: noe.orf.at Eine Milliarde Verlust mit Wohnbaugeld?
  3. 4. Juni 2009: diepresse.com Niederösterreich: „Sobotka total gescheitert“
  4. 2. Juni 2009: diepresse.com Riskante Veranlagung: Niederösterreich spekuliert weiter

Literatur

  • NÖ Landtagsdirektion (Hrsg.): Biographisches Handbuch des NÖ Landtages und der NÖ Landesregierung 1921-2000. St. Pölten 2000

Weblinks