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Feiertage #

Feiertage

Feier, Ferien und Fest haben die selbe Nominalwurzel (*fes-, *fas- - religiöse Handlung). Sie stammt aus der Sakralsprache. Mit dem lateinische Substantiv ferie bezeichnete man die für religiöse Handlungen bestimmten Tage. Althochdeutsch firon und mittelhochdeutsch viren standen für "einen Festtag begehen, feiern". Obwohl die Worte Feier und Fest meist synonym verwendet werden, kann es Unterschiede geben: Einerseits Feier mit dem Anklang an das Religiöse, Ehrwürdige, Zeremonielle, andererseits Fest als das eher Profane, Fröhliche, Spontane. Oft schließen sich Feste den (offiziellen) Feiern an: Das Hochzeitsfest der Trauung, das Promotionsfest der akademische Feier, das Volksfest der Eröffnungszeremonie. 

Österreich hat 13 gesetzliche Feiertage, die überwiegend zugleich kirchliche sind: Neujahrstag (1. Jänner), Dreikönigstag (6. Jänner), Ostermontag (zwischen 23. März und 25. April), Staatsfeiertag (1. Mai), Christi Himmelfahrt (zwischen 1. Mai und 4. Juni), Pfingstmontag (zwischen 11. Mai und 14. Juni), Fronleichnam (zwischen 21. Mai und 24. Juni), Maria Himmelfahrtstag (15. August), Nationalfeiertag (26. Oktober), Allerheiligen (1. November), Mariae Empfängnis (8. Dezember), 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember), 2. Weihnachtsfeiertag (26. Dezember). Zum Vergleich: Die Slowakei und Slowenien weisen je 14, die Schweiz, Portugal und Tschechien je 12 Feiertage auf. Im Mittelalter gab es im deutschen Sprachraum rund 100 Arbeitsruhetage (Sonn- und Feiertage). Rechnet man den Urlaubsanspruch (seit 1976 vier Wochen) dazu, hat sich nicht allzu viel geändert, rund ein Drittel des Jahres sind Ruhetage.


Quellen:
Duden - Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. Mannheim 2006.
Ludwig A. Veit: Volksfrommes Brauchtum und Kirche im deutschen Mittelalter. Freiburg/Br. 1936
Feiertagsstatistik (Stand: 1.12.2007)

Bild: Beflaggung am Feiertag, Mauterndorf(Salzburg). Foto: Alfred Wolf, 2005