unbekannter Gast

Red Bull#

Red Bull Logo

Dietrich Mateschitz lernte auf Geschäftsreisen in Asien den damals bei uns noch kaum bekannten Markt von Energie- und Aufputschgetränken kennen, erwarb 1983 die Lizenz für ein derartiges Getränk, machte sich selbstständig und gründete 1984 die Red Bull GmbH in Fuschl in Salzburg, wo sich auch heute noch das "Red Bull Headquarter" befindet.

Das Getränk - basierend auf dem thailändischen Getränk "Krating Daeng" (übersetzt Roter Stier) besteht primär aus Wasser, Zucker, Taurin, Clucuronolacton, Koffein und einigen Vitaminen. Die ursprüngliche Rezeptur wurde an den europäischen Geschmack angepasst und 1987 erfolgte - nach dreijähriger Wartezeit auf die lebensmittelrechtliche Zulassung - die Markteinführung in Österreich.

In der weltweiten Erfolgsgeschichte von Red Bull war die Zulassung des Getränks oft ein schwieriger Punkt; erst Ende 2013 erhielt das Unternehmen nach jahrelangem Tauziehen die Zulassung in China.

Red Bull verfügt über keine eigene Produktionsstätten - von Anfang an ließ Dietrich Mateschitz Red Bull vom (Vorarlberger) Fruchtsaftproduzenten Rauch in Vorarlberg und der Schweiz abfüllen. (Mittlerweile produziert Red Bull neben dem bekannten Energydrink - in verschiedenen Editionen - auch das Getränk "Red Bull Cola" und das Wasser "Red Bull Lunaqua". )

Der Absatz verdoppelte sich in Österreich von Jahr zu Jahr, bald ging Red Bull auch auf ausländische Märkte: 1989 in Singapur, 1992 in Ungarn, 1994 in Deutschland, 1995 in Großbritannien und 1997 in den USA. 2016 wurden weltweit 6 Milliarden Dosen Red Bull verkauft; mit Ende 2016 beschäftigte Red Bull in 171 Ländern 11.865 Mitarbeiter. Den Fokus zukünftiger Expansion legt Red Bull auf die Kernmärkte Westeuropa und USA, auf die Zukunftsmärkte im Fernen Osten sowie auf den weiteren weltweiten Roll-Out der Red Bull Editions.

Seit nunmehr 30 Jahren "verleiht Red Bull Flügel" und arbeitet heute daran, den CO2-Fussabdruck durch eine Serie von energie- und ressourcensparenden Massnahmen zu senken.



Das Marketing von Red Bull war immer ausgesprochen innovativ - die Marke wurde gekonnt im richtigen Umfeld inszeniert, wobei Dietrich Mateschitz' persönliche Leidenschaften - darunter schnelle Autos und Flugzeuge - auch hier ihren Niederschlag fanden und finden.

Red Bull setzt auf Sportsponsoring[1] in verwegenen Extremsport-, Stunt- und Abenteuerbereichen: so sind u.a. die "Red Bull X Alps", das härteste Gleitschirmrennen der Welt, die "Red Bull Snowfighters", ein Freestyle-Motocrosswettbewerb, die "Red Bull Nordix", ein Langlaufspektakel, "Red Bull Crashed Ice", eine Abfahrt auf Schlittschuhen oder die "Red Bull-Flugtage" - um nur einige zu nennen - perfekt geeignet, das Life-Style-Image des 'Flügel-verleihenden' Getränks zu transportieren.
(Ein sehr großes Projekt in dieser Hinsicht war "Red Bull Stratos": am 9. Oktober 2012 absolvierte der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner im US-Staat New Mexico seinen spektakulären Stratosphären-Sprung. Er stieg mit einem Heliumballon auf 39.045 Meter, sprang ab und durchbrach - als erster Mensch im freien Fall - die Schallmauer und erreichte Mach 1,24, d.h. 1,342.8 km/h)! Felix Baumgartner stellte mit seinem Projekt mehrere neue Weltrekorde auf - der höchste bemannte Ballonflug, der höchste Fallschirmsprung, der längste freie Fall ohne Stabilisierungsfallschirm: 36.500 Meter in insgesamt vier Minuten und 20 Sekunden.)


Red Bull sponsort Menschen, die Sieger sind oder – noch wichtiger – Sieger werden wollen. Anfangs vor allem aus Extrem- oder Randsportarten, waren es später u. a. der Fußballklub Austria Salzburg (oder RB Leipzig, zunächst in der deutschen Regionalliga) und - mit Mateschitz' Engagement in der Formel-1 - der Rennfahrer Sebastian Vettel.

Darüber hinaus gibt es verschiedenste andere Aktivitäten: seit 2001 werden - initiiert von "Didi" Mateschitz - "Taurus World Stunt Awards" (Filmpreise für besondere, spektakuläre Stunts) verliehen; mit dem "Red Bull Paper Wing" wird der größte Papierflieger-Wettbewerb veranstaltet; die Red Bull Music Academy (RBMA) ist eine weltweite Festival und Workshop Reihe.


Seit 2004, als Dietrich Mateschitz die Mehrheit am "Seitenblicke Magazin" erwarb, bzw. seit 2007, mit der Übernahme des Lokalsenders Salzburg TV, der 2009 als Servus TV neu auf Sendung ging, entstand ein Medienimperium mit verschiedenen Printmedien, einem Platten-Label, einem TV-Kanal, einem YouTube-Kanal u.v.m. Die "Red Bull Media House GmbH" ist heute ein internationales Medienunternehmen, das Film-, Fernseh- und weitere Mediaproduktionen aus der Welt von Red Bull in den Bereichen Sport, Kultur, Lifestyle und Unterhaltung herstellt, veröffentlicht und verbreitet.

Das neueste Medienprojekt "Quo Vadis Veritas" wird eine multimediale, öffentlich zugängliche Rechercheplattform werden.(Die Plattform, organisiert als Stiftung, soll unabhängig von Red Bull und Servus TV agieren und eine publizistische Antwort auf die zunehmende Misstrauenskultur in der Gesellschaft geben.)


Dietrich Mateschitz und "Red Bull" investieren auch jährlich Millionen in soziale Engegements: so werden u.a. die "Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg" (mit der größten je in Österreich privat gespendeten Summe von 70 Millionen Euro), die Mentor-Stiftung (Suchtprävention Jugendlicher) und "Wings for Life" unterstützt. (Dietrich Mateschitz und Heinz Kinigadner gründeten die private Forschungsstiftung "Wings for Life" mit dem Ziel, die Forschung auf dem Gebiet Querschnittslähmung voranzutreiben und Heilmethoden für alle Querschnittspatienten weltweit zu finden.)


[1]Red Bull & Sport
  • Fußball
    FC Red Bull Salzburg gewann seit dem Red-Bull-Einstieg 2005 sieben Meistertitel in der österreichischen Bundesliga. Seit 2006 ist Red Bull Eigentümer des US-Fußballclubs "New York Red Bulls". 2009 wurde in Deutschland der eigenständige Verein "RasenBallsport Leipzig", kurz RB Leipzig durch Übernahme von verschiedenen Mannschaften gegründet. (In Deutschland darf der Vereinsname keinen Firmennamen enthalten.) Seither stieg der Klub aus der 4. Spielklasse unaufhörlich auf und spielt seit der Saison 2016/17 in der 1. Deutschen Bundesliga.
    Red Bull besitzt weitere Vereine im In- und Ausland, u.a. den "FC Liefering" (Salzburg), den ghanaischen Fußballclub "Red Bull Ghana" (samt Fußballschule "Red Bull Soccer Academy West Africa"), oder den brasilianischen Club "Red Bull Brasil".
  • Formel 1
    Von 1995 bis 2004 Sauber-Sponsor; 2005 Kauf des Jaguar-Teams, in "Red Bull Racing" umgeformt; aus dem Team Minardi entstand "Toro Rosso". Das Team "RB Racing" erreichte 2010 den Konstrukteur-Weltmeistertitel und den Fahrer-Weltmeistertitel durch Sebastian Vettel; beide Titel konnten in den Jahren 2011, 2012 und 2013 erneut gewonnen werden.
    Seit 2014 wird wieder der Grand Prix von Spielberg (Steiermark) gefahren.
  • Motorsport
    Engagements in WTCC (Tourenwagen-Weltmeisterschaft), DTM (Deutsche Tourenwagen-Masters), Formel 3, Formel 3000, GP2, WRC (Rallye-Weltmeisterschaft), Moto GP und Rally-WM, Nascar (bis 2011)
  • Eishockey
    2000 Übernahme des Salzburger Klubs ("EC Red Bull Salzburg" ist Meister 2016); seit 2012 auch in Deutschland mit dem "EHC Red Bull München" erfolgreich
  • Extremsport
    Air Race, Cliff-Diving, Flugtage, Crashed-Ice, Dolomitenmann, X-Alps, Base-Jump u.v.m.
  • Einzelsportler
    Duo Doppler/Horst (Beach Volley), Marcel Hirscher, Lindsey Vonn, Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer, Neymar (da Silva Santos Júnior - junger brasilianischer Fußball-Star), Felix Baumgartner und mehr als 600 andere
  • Wings for Life World Run
    seit der ersten Austragung 2014 übernimmt Red Bull die Veranstaltungskosten

Weiterführendes#