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vom 03.05.2018, aktuelle Version,

Österreichisches Wort des Jahres

Das Österreichische Wort des Jahres (oewort) wird seit 1999 gekürt. Die Trennung vom deutschen Wort des Jahres erfolgte, nachdem sich zeigte, dass bei der Wahl zum ursprünglich deutschsprachigen Wort und Unwort des Jahres immer mehr Wörter zur Auswahl standen, die von deutschen Politikern oder Medien geprägt wurden, zu Österreich dagegen keinen Bezug hatten. Die Forschungsstelle für Österreichisches Deutsch an der Karl-Franzens-Universität in Graz ermittelt seither das Wort und Unwort des Jahres, seit 2002 zusätzlich einen Spruch und seit 2006 einen Unspruch des Jahres. Seit 2010 wird auch ein Jugendwort des Jahres gekürt.

Gesamtübersicht

Jahr Wort des Jahres Unwort des Jahres Spruch des Jahres Unspruch des Jahres Jugendwort des Jahres Ortsname des Jahres
2017 Vollholler alternative Fakten „Mei Wien is net deppat!“ „Ein Satz noch …“ Hallo, I bims!
2016 Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung Öxit „Bundespräsidentenwahl 2016–2019: Ich war dabei!“ „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“ Was ist das für 1 Life! Wiener Hofburg
2015 Willkommenskultur Besondere bauliche Maßnahmen „Frankreich, wir kommen!“ „Ich bin kein Rassist, aber …“ zach Spielfeld
2014 situationselastisch Negerkonglomerat „Jetzt hat uns die den Schaß gwonnen“ „Das ist nicht jeden Freitag!“ Selfie
2013 Frankschämen inländerfreundlich „Ich wähle die NSA, die interessieren sich wenigstens für mich!“ „Es gibt kein Budgetloch. Es gibt nur Einnahmen und Ausgaben, die auseinanderklaffen.“ whatsappen
2012 Rettungsgasse Unschuldsvermuteter „Ich trete nicht zurück, ich mache den Weg frei.“ „Das ist mir nicht erinnerlich!“ leider geil
2011 Euro-Rettungsschirm Töchtersöhne „Shortly, without von delay.“ „Wo woa mei Leistung?“ liken
2010 fremdschämen humane Abschiebung „Ich werde auf die Einhaltung des Defizits achten.“ „Es gilt die Unschuldsvermutung.“ Kabinenparty
2009 Audimaxismus Analogkäse „Reiche Eltern für alle!“ „Wer alt genug ist zum Stehlen, ist auch alt genug zum Sterben.“
2008 Lebensmensch Gewinnwarnung „Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“ „Es reicht!“
2007 Bundestrojaner Komasaufen „The world in Vorarlberg is too small.“ „Wir säubern Graz.“
2006 Penthouse-Sozialismus Ätschpeck „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl.“ „Daham statt Islam.“
2005 Schweigekanzler Negativzuwanderung „Österreich ist frei!“
2004 Pensionsharmonisierung Bubendummheiten
2003 Hacklerregelung Besitzstandswahrer „Kinder statt Partys.“
2002 Teuro Rücktritt vom Rücktritt „Bin schon weg – bin schon wieder da!“
2001 Nulldefizit nichtaufenthaltsverfestigt
2000 Sanktionen soziale Treffsicherheit
1999 Sondierungsgespräche Schübling

Wort des Jahres

Jahr Wort des Jahres Erklärung
2017 Vollholler Reaktion von Bundeskanzler Christian Kern auf die Ankündigung von Außenminister Sebastian Kurz, die Mittelmeer-Fluchtroute zu schließen[1]
2016 Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung satirische Darstellung des Dilemmas der Bundespräsidentenwahl 2016
2015 Willkommenskultur Einstellungen und Handlungen, die angesichts des Leids von Kriegsflüchtlingen helfen, dass diese wieder ein Leben in Sicherheit und Freiheit führen können[2]
2014 situationselastisch Erklärung von Minister Gerald Klug zum möglichen Fernbleiben oder Erscheinen von Kanzler und Vizekanzler bei künftigen Pressefoyers nach dem Ministerrat im Februar 2014[3]
Gerald Klug
2013 Frankschämen Es beschreibt das Befremden vieler Bürger über das Verhalten des spätberufenen Parteigründers Frank Stronach bei seinen öffentlichen Auftritten. Abgeleitet von Fremdschämen (→ 2010).
2012 Rettungsgasse Neueinführung eines Fahrwegs für Rettungskräfte auf mehrspurigen Straßen
2011 Euro-Rettungsschirm Maßnahmen der Europäischen Union und der Euro-Zone zur finanziellen Stabilität nach der Finanzkrise ab 2007 und insbesondere der Schuldenkrise
2010 fremdschämen
2009 Audimaxismus Entstand im Umfeld der Studierendenproteste in Österreich 2009 mit der Besetzung des Auditorium maximum der Universität Wien.
2008 Lebensmensch Stefan Petzner über das Verhältnis zum tödlich verunglückten Jörg Haider
2007 Bundestrojaner
2006 Penthouse-Sozialismus Geprägt durch die BAWAG-Affäre
2005 Schweigekanzler Besonders in den Medien verwendeter Beiname des damaligen Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel
2004 Pensionsharmonisierung Angleichung der unterschiedlichen Pensionssysteme von Angestellten, Selbständigen und Bauern
2003 Hacklerregelung Ostösterreichisch Hackler für Schwerarbeiter, eine Pensionsregelung für Langzeitversicherte für Schwerarbeiter
2002 Teuro Preissteigerungen infolge der Euro-Umstellung
2001 Nulldefizit Budgetziel der Sparpakete unter Schüssel
2000 Sanktionen Als Folge der Regierungsbildung nach der Nationalratswahl
1999 Sondierungsgespräche Bislang nicht übliche Vorverhandlungen bei der Regierungsbildung nach einer Nationalratswahl

Unwort des Jahres

In Österreich wird das Unwort des Jahres seit 1999 ermittelt.

Jahr Unwort des Jahres Erklärung
2017 Alternative Fakten Wortschöpfung der US-Regierung zur Verschleierung von falschen Aussagen eines Amtsträgers
2016 Öxit Diese Bezeichnung wurde im Rahmen der Bundespräsidentenwahl für einen möglichen Austritt Österreichs aus der Europäischen Union verwendet.
2015 Besondere bauliche Maßnahmen Dieser Euphemismus aus dem Munde der früheren Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ist der direkte Gegenbegriff zum Wort des Jahres. Er bezeichnet in Wirklichkeit einen kilometerlangen Zaun an der slowenischen Grenze.[4]
2014 Negerkonglomerat Andreas Mölzer bezeichnete die Europäische Union in einer Europawahlkampfrede als solches, aufgrund eines seiner Meinung nach zunehmendem Chaos in der EU.[5]
Andreas Mölzer
2013 inländerfreundlich Dieses Wort wurde von einer wahlwerbenden Partei (FPÖ) als verkapptes Synonym für „ausländerfeindlich“ verwendet.
2012 Unschuldsvermuteter Abgeleitet von der Phrase „Es gilt die Unschuldsvermutung“, die aufgrund zahlreicher Korruptionsfälle häufig in den Medien zu lesen war. „Die Phrase wurde zuerst zu einem Adjektiv verkürzt und dann in ein Nomen umgewandelt, das in kürzestmöglicher Weise den negativen Sachverhalt der juristischen Schuld andeutet. Damit bewirkt es einerseits eine Vorverurteilung, verschleiert diesen Umstand jedoch zugleich, weil ja ausgedrückt wird, dass es sich um einen Unschuldigen handelt.“[6]
2011 Töchtersöhne Die Verkürzung der neu formulierten Zeile „Heimat großer Töchter, Söhne“ der österreichischen Bundeshymne stellte eine sprachlich sehr unglückliche Formulierung dar, da damit unbeabsichtigt die von Töchtern geborenen männlichen Enkel gemeint sein können. Der mangelhaft gestaltete Vers war Anlass dafür, dass von verschiedenen Seiten ein Anliegen der Frauen in Zweifel gezogen wurde. Es sind die mangelhafte sprachliche Form und die damit verbundenen Reaktionen, die den Ausdruck zu einem Unwort machen.[7] Die umstrittene Wortfolge wurde im November 2011 in „Heimat großer Töchter und Söhne“ abgeändert und anschließend beschlossen.
2010 humane Abschiebung Der Umstand, dass eine Abschiebung von Menschen ins Ausland einen Akt staatlicher Gewaltausübung darstellt und damit nicht human sei, insbesondere, wenn sie Kinder betreffe, mache diesen Begriff widersprüchlich und damit sowohl aus sprachlicher, wie auch aus sachlicher Sicht zum Unwort. Er verschleiere die zuletzt häufig erfolgte Abschiebung von gut integrierten Zuwandern, denen die Fremdengesetze entgegenstehen, und gehe auf die Innenministerin zurück, die im Oktober 2010 angekündigt hat, dass sie veranlasst habe, Abschiebungen humaner zu gestalten.[8]
2009 Analogkäse Hierbei handelt es sich aus sprachlicher wie auch aus sachlicher Sicht um ein Unwort, da es für einen Etikettenschwindel steht. Das damit bezeichnete Produkt hat mit Käse nichts zu tun […]. Sprachlich wird jedoch aufgrund der deutschen Wortbildungsregeln der Eindruck erweckt, dass es sich doch um „Käse“ handelt.
2008 Gewinnwarnung Das Wort verschleiert den wahren Sachverhalt, da es nicht eine Warnung vor Gewinnen meint, sondern das Vermelden verminderter Gewinne oder von Verlusten. Es steht somit für die undurchsichtigen Vorgänge der Finanz- und Bankenwelt.
2007 Komasaufen Ausdruck der Skandalisierung einer negativen gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung und trägt zur Stigmatisierung der Opfer bei.[9]
2006 Ätschpeck Beim Wort selbst handelt es sich um eine sprachliche Neubildung, die neben dem verspottenden „ätsch“ auch das unklare Element „peck“ enthält. Dieses erweckt Assoziationen zu so unterschiedlichen Begriffen wie „Speck“, „pecken“, „Packet“ und „Package“, was zusätzliche Irritationen erzeugt. Der Begriff steht für die zunehmende Aggressivität in der Werbung und in der Gesellschaft.
2005 Negativzuwanderung Ein Unwort, da es in mehrfacher Weise den gemeinten Inhalt verhüllt. Es drückt einerseits einen deutlichen Widerspruch in sich aus, da Zuwanderung eine Vermehrung der Bevölkerung bedeutet, die hier aber mit dem verneinenden Wortelement in ihr Gegenteil verkehrt wird. Das Wort Negativzuwanderung kann auf diese Weise verhüllend zum Ausdruck des Wunsches nach Abwanderung unerwünschter Personen in deren Heimatländer verwendet werden. Es ist darüber hinaus noch in anderer Hinsicht mehrdeutig, da damit auch gemeint sein kann, dass es eine negativ zu bewertende Form von Zuwanderung gibt. Das Wort steht in einer langen Reihe von Neubildungen technisch-bürokratischer Herkunft, die alle mit dem Element „negativ“ gebildet werden (Negativkapital, Negativwachstum usw.).
2004 Bubendummheiten Im Priesterseminar der Diözese St. Pölten wurden im Herbst 2003 von einem Priesteramtsanwärter kinderpornografische Fotos aus dem Internet geladen. In der Folge kursierten Gerüchte über homosexuelle Beziehungen im Priesterseminar, die später auch bestätigt wurden. Der Ortsbischof der Diözese, Kurt Krenn, bezeichnete die Vorgänge im Priesterseminar öffentlich als „Bubendummheiten“. Im weiteren Verlauf untersuchte ein Apostolischer Visitator die Vorgänge im Priesterseminar und Bischof Krenn trat am 29. September 2004 von seinem Amt zurück.
2003 Besitzstandswahrer
2002 der Rücktritt vom Rücktritt Gemeint ist Jörg Haider
2001 nichtaufenthaltsverfestigt
2000 soziale Treffsicherheit
1999 Schübling Bezeichnung einer Person in Abschiebehaft

Spruch des Jahres

Jahr Spruch des Jahres Erklärung
2017 „Mei Wien is net deppat!“ Aussage des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl zum positiven Ergebnis der SPÖ in Wien bei der Nationalratswahl 2017, angelehnt an einen Kultsatz von Mundl
2016 „Bundespräsidentenwahl 2016-2019: Ich war dabei!“ satirische Darstellung des Dilemmas der Bundespräsidentenwahl 2016
2015 „Frankreich, wir kommen!“ Marcel Koller in einer Pressekonferenz nachdem sich Österreich für die EM-Endrunde in Frankreich 2016 qualifiziert hat
Marcel Koller nach erfolgreicher Qualifikation
2014 „Jetzt hat uns die den Schaas gwonnen“ Die überraschte Reaktion des ORF-Moderators Andi Knoll, als Conchita Wurst den Eurovision Song Contest 2014 für Österreich gewann.[10]
2013 „Ich wähle die NSA, die interessieren sich wenigstens für mich!“ Ironische Reaktion vieler Menschen auf die Kluft zwischen Politikern und Bürgern in Anlehnung an die Überwachungs- und Spionageaffäre der National Security Agency (NSA).
2012 „Ich trete nicht zurück, ich mache den Weg frei.“ Kommentar der Grünen-Politikerin Gabriela Moser zu ihrem Rücktritt als Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zur Klärung von Korruptionsvorwürfen.
2011 „Shortly, without von delay.“ Verkürzter Ausspruch von Finanzministerin Maria Fekter. Diese sagte nach einer EU-Krisensitzung zur Schuldenkrise am 13. Juli 2011 zu Journalisten: „Die Zeit, die wir uns gegeben haben, ist shortly. Und auf Ihre Frage, was das heißt, sage ich Ihnen: shortly, without von delay.“[11]
2010 „Ich werde auf die Einhaltung des Defizits achten.“ Finanzminister Josef Pröll am 24. November 2010 in einer ORF-Nachrichtensendung
2009 „Reiche Eltern für alle!“ Einer der Slogans während der Studierendenproteste 2009
Das besetzte Audi­max der Uni­versität Wien im Okto­ber 2009
2008 „Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“ Teamchef Josef Hickersberger bei einer Pressekonferenz während der EURO 2008
2007 „The world in Vorarlberg is too small.“ Aus einem Bewerbungsschreiben des ehemaligen Vizekanzlers Hubert Gorbach
2006 „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl.“ Aus einem Werbeplakat für eigenverantwortliche Entfernung von Hundekot
2005 „Österreich ist frei!“ Mythisierung des österreichischen Staatsvertrages
2004 kein Spruch des Jahres gekürt
2003 „Kinder statt Partys.“ Nach einem Ausspruch der damaligen Ministerin Elisabeth Gehrer
2002 „Bin schon weg – bin schon wieder da!“ Nach mehreren Rücktrittsankündigungen Jörg Haiders

Un-Spruch des Jahres

Jahr Unspruch des Jahres Erklärung
2017 „Ein Satz noch …“ Aussage der Diskutanten an den zahlreichen Fernsehduellen zur Nationalratswahl zur Einleitung von langen Wortbeiträgen
2016 „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“ Norbert Hofer im Wahlkampf zur Bundespräsidentenwahl 2016
2015 „Ich bin kein Rassist, aber …“ Lippenbekenntnis, das in der Regel eine abwertende, negative oder rassistische Äußerung einleitet.
2014 „Das ist nicht jeden Freitag!“ Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und stellvertretende Generalsekretärin des internationalen König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog über öffentliche Hinrichtungen in Saudi-Arabien.[12]
2013 „Es gibt kein Budgetloch. Es gibt nur Einnahmen und Ausgaben, die auseinanderklaffen.“ Mit dieser Aussage bagatellisierte der Wiener Bürgermeister Michael Häupl den nach der Nationalratswahl 2013 plötzlich aufgetretenen, enormen Fehlbetrag im Staatshaushalt.[13]
Michael Häupl
2012 „Das ist mir nicht erinnerlich“ Häufig während Sitzungen des Untersuchungsausschusses zur Klärung von Korruptionsvorwürfen zu hören
2011 „Wo woa mei Leistung?“ Walter Meischberger
2010 „Es gilt die Unschuldsvermutung.“ „Die hohe Anzahl von Affären und die diesbezüglichen Berichte, die mit der immer gleichen Formulierung enden, seien für viele ‚irritierend und machen den Spruch aus sachlicher Sicht zum Unspruch‘.“[8]
2009 „Wer alt genug ist zum Stehlen, ist auch alt genug zum Sterben.“ Originalzitat: „Wer alt genug zum Einbrechen ist, ist auch alt genug zum Sterben […]“. Aus einem Kommentar des Kolumnisten Michael Jeannée in der Kronen Zeitung, nachdem ein Polizist am 5. August 2009 einen 14-jährigen Einbrecher erschossen hatte. [14]
2008 „Es reicht!“ Vizekanzler Wilhelm Molterer bei der Ankündigung der Neuwahlen
2007 „Wir säubern Graz.“ Aus einem Wahlkampf-Slogan des BZÖ
2006 „Daham statt Islam.“ Wahlkampf-Slogan der FPÖ

Jugendwort des Jahres

Jahr Jugendwort des Jahres Erklärung
2017 Hallo, I bims! Alternative Bezeichnung für Hallo, ich bin’s. Internetslang, durch die so genannte Vong-Sprache populär geworden.
2016 Was ist das für 1 Life Ausdruck von Jugendlichen, um Missstände anzuprangern und Unverständnis auszudrücken
2015 zach Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „zäh“ wurde stark erweitert. Bei Jugendlichen wird es häufig verwendet für Dinge die mühsam, schwierig, problematisch usw. sind.
2014 Selfie Selbstporträt, welches auf Armeslänge aus der eigenen Hand am Smartphone aufgenommen wird
2013 whatsappen Entstand durch die Internet-App „WhatsApp“, die besonders von Jugendlichen für den sozialen Austausch verwendet wird und bei diesen die SMS weitgehend verdrängt hat
2012 leider geil Nach einem Lied der Gruppe Deichkind
2011 liken Über das Internetportal Facebook persönliche Vorlieben anzeigen
2010 Kabinenparty Titel eines erfolgreichen österreichischen Hip-Hop-Liedes

Halbjahrhundertwort

Bei der ersten Wahl zum Wort des Jahres wurde 1999 zudem als „Halbjahrhundertwort“ Proporz gekürt, da dieser die Politik und das soziale Leben in Österreich seit 1945 entscheidend geprägt hat.

Ortsname des Jahres

Im Jahr 2016 hat die Arbeitsgemeinschaft für Kartographische Ortsnamenkunde ähnlich dem Wort des Jahres erstmals einen Ortsnamen des Jahres gekürt. Für das Jahr 2015 wurde es Spielfeld als Synonym für das Dilemma Österreichs und Europas, einen Mittelweg zwischen menschlicher Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen und praktischen Erfordernissen zu finden, wie die Begründung lautet.[15]

Sonstiges

Unabhängig von der Forschungsstelle für Österreichisches Deutsch wurde im Jahr 2017 von der Wiener Börse das Börsenunwort des Jahres unter rund 1000 Branchenvertretern ermittelt. Dieses ergab ein Votum für Negativzinsen.[16][17]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. "Vollholler" zum rot-weiß-roten Wort des Jahres gewählt. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 11. Dezember 2017]).
  2. diepresse.com – Wörter des Jahres: „Willkommenskultur“ und „zach“
  3. derStandard.at – Klug-Aussage „situationselastisch“ sorgte für lebhafte Diskussion. Artikel vom 18. Februar 2014, abgerufen am 3. Dezember 2014.
  4. diepresse.com – Wörter des Jahres: „Willkommenskultur“ und „zach“
  5. derStandard.at – Mölzer gibt Sager über „Negerkonglomerat“ zu und entschuldigt sich. Artikel vom 24. März 2014, abgerufen am 3. Dezember 2014.
  6. (PDF; 78 kB) Pressemitteilung der Forschungsstelle für Österreichisches Deutsch, Karl Franzens Universität Graz, abgerufen 6. Dezember 2012
  7. (PDF; 56 kB) Pressemitteilung der Forschungsstelle für Österreichisches Deutsch, Karl Franzens Universität Graz, abgerufen 8. Dezember 2011
  8. 1 2 Der Standard: Wort & Spruch des Jahres – Unspruch 2010: „Es gilt die Unschuldsvermutung“, 9. Dezember 2010
  9. Archivlink (Memento des Originals vom 29. Mai 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www-oedt.kfunigraz.ac.at
  10. Kurier – „Jetzt hat uns die den Schas gewonnen“ (Memento des Originals vom 3. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kurier.at. Artikel vom 17. Mai 2014, abgerufen am 3. Dezember 2014.
  11. "Shortly, without von delay" ist Spruch des Jahres. In: DiePresse.com. 7. Dezember 2011, abgerufen am 20. Februar 2018.
  12. Profil – Ex-Justizministerin Bandion-Ortner über Saudi-Arabien: „Nicht jeden Freitag wird geköpft“. Artikel vom 21. Oktober 2014, abgerufen am 3. Dezember 2014.
  13. Kurier – „SP und VP ließen das Budgetloch schrumpfen“. Artikel vom 13. November 2013, abgerufen am 2. April 2015.
  14. Kronen Zeitung vom 7. August 2009, „Post von Jeannée“, S. 12
  15. Erste Wahl: Spielfeld ist „Ortsname des Jahres“ auf ORF-Steiermark vom 12. April 2016, abgerufen am 12. April 2016
  16. „Negativzinsen“ ist das Börsenunwort 2017. Pressemitteilung vom 7. Dezember 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  17. Kurier: "Negativzinsen" ist Börsen-Unwort des Jahres. Artikel vom 7. Dezember 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017.