Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 29.03.2020, aktuelle Version,

Bahnhof Tulln

Bahnhof Tulln
Daten
Betriebsstellenart Abzweigbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung Tu
IBNR 8100493
Vorlage:Infobox Bahnhof/Wartung/IBNR fehlt in Wikidata
Eröffnung 1870
Lage
Stadt/Gemeinde Tulln an der Donau
Bundesland Niederösterreich
Staat Österreich
Koordinaten 48° 19′ 37″ N, 16° 3′ 52″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich
i16i16i18

Der Bahnhof Tulln ist ein Abzweigbahnhof in der Gemeinde Tulln an der Donau im Bezirk Tulln. Hier zweigt die 1885 errichtete Tullnerfelder Bahn von der 1870 erbauten Franz-Josefs-Bahn. Der Bahnhof ist heute mit einem Passagieraufkommen von 8000 Personen täglich einer der wichtigsten Bahnhöfe im Zentralraum Niederösterreich.[1] Neben dem dichten Personenverkehr mit REX- und S-Bahnen-Zügen Richtung Wien sowie REX- und S-Bahn-Verbindungen ins Tullnerfeld und Waldviertel hat der Güterverkehr nach wie vor große Bedeutung, vor allem zur Zuckerrübensaison zwischen September und Jänner, da im Bahnhof eine Anschlussbahn zur Zuckerfabrik Tulln abzweigt.

Geschichte

Der Bahnhof wurde 1870 eröffnet im Zuge der Eröffnung des Teilabschnitts Eggenburg–Wien FJBf der Franz-Josefs-Bahn. 15 Jahre später wurde die Tullnerfelder Bahn zwischen Tulln und St. Pölten Hauptbahnhof eröffnet. 1890 wurde im Bahnhof der Maler Egon Schiele geboren, dessen Vater zu dieser Zeit Bahnhofsvorstand war.[2] Ab 1899 fuhren auch die Züge der im Jahr zuvor eröffneten Wiener Dampfstadtbahn teilweise bis Tulln,[3] diese Verknüpfung entfiel in Folge der Inbetriebnahme der Wiener Elektrischen Stadtbahn im Jahr 1925 wieder.

Ab 1. Juni 1965 wurde erstmals zwischen Wien Franz-Josefs-Bahnhof und Tulln ein S-Bahn-Verkehr im Stundentakt eingerichtet, bei dem bald Züge gestrichen wurden. 1975 wurde der Verkehr Richtung Wien wieder vertaktet und ab 1978 die Strecke bis Tulln elektrifiziert. 1979 folgt die Elektrifizierung der Franz-Josefs-Bahn bis Absdorf-Hippersdorf und 1981 die Tullnerfelder Bahn.

Umbauarbeiten am Bahnhof Tulln (2017)

Von 2017 bis 2019 wurde der denkmalgeschützte Bahnhof umgebaut und die Bahnsteigzahl soll von drei auf vier barrierefrei zu erreichende Bahnsteige erhöht werden. Am 19. Oktober 2018 wurde der umgebaute Bahnhof offiziell eröffnet.[4]

Anlagen

Der Bahnhof verfügt über einen beheizten Warteraum, in den ein Schalter integriert ist. Bis zum Umbau, der 2017 begann, verfügte der Bahnhof über drei Bahnsteige, wovon die beiden Gleise am Mittelbahnsteig nur über Treppen durch die Unterführung zu erreichen waren. Nach dem Bahnhofsumbau sollen zwei barrierefrei erreichbare Mittelbahnsteige zur Verfügung stehen (ähnlich wie im Bahnhof Absdorf-Hippersdorf).[1]

Neben den Bahnsteiggleisen stehen mehrere Gleise für den Güterverkehr sowie zu Abstellung der S-Bahn-Züge, die in Tulln enden, zur Verfügung.

Südlich des Bahnhofsgebäudes befindet sich ein Parkhaus mit Abstellplätzen für Autos und Fahrräder sowie eine Bushaltestelle.[5]

Verbindungen

Durch die Überlagerung der Waldviertler und Kremser Züge bestehen tagsüber zwischen Tulln und Wien zwischen 5:00 und 19:00 halbstündliche REX-Verbindungen, danach stündlich mit der Abfahrt zur Minute 32 bis 22:32 mit einem zusätzlichen Zug um 21:01. Zwischen Wien und Tulln verkehren die REX-Züge ab Wien FJBf von 6:04 bis 23:04 halbstündlich, danach fährt noch ein Zug um 00:04. Diese Züge verkehren ab Absdorf-Hippersdorf abwechselnd nach Krems an der Donau oder Sigmundsherberg/Gmünd, wobei die letzten zwei Züge nach Krems fahren.[6]

Auf der Schnellbahn-Linie bestehen halbstündliche Verbindungen (mit Taktabwechungen) zwischen Wien und Tulln zwischen 5:00 und 24:00, in der Gegenrichtung zwischen 4:00 und 23:30. Diese Züge halten zwischen Wien und Tulln mit wenigen Ausnahmen an allen Stationen und werden wochentags stündlich, am Wochenende zweistündlich, über die Tullnerfelderbahn nach St. Pölten Hbf verlängert.

Die Fahrpläne der in Tulln verkehrenden Züge sind so gestaltet, dass am Bahnhof Tulln zwischen REX-Zügen und der S-Bahn ein schlanker Übergang besteht.[7]

Linie Verlauf Takt (min) Anmerkung
REX Wien FJBfTulln/DonauAbsdorf-HippersdorfKrems/Donau ≈60 Zur Stoßzeit alle 30 min
REX Wien FJBfTulln/DonauAbsdorf-HippersdorfEggenburgSigmundsherbergGmündČeské Velenice ≈60/≈120 (bis Gmünd NÖ) Zur Stoßzeit alle 30/60 min
Wien Franz-Josefs-Bahnhof Wien Spittelau Wien Heiligenstadt – Klosterneuburg-Kierling – Tulln Tullnerfeld – Herzogenburg St. Pölten Hbf ≈30/≈60 alle 30 min bis Tulln Stadt, weiter nach St. Pölten alle 60
Commons: Bahnhof Tulln  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Bahnhof Tulln an der Donau. In: www.infrastruktur.oebb.at. ÖBB Infrastruktur, abgerufen am 20. Februar 2018.
  2. Egon Schieles Geburtshaus. In: erleben.tulln.at. Stadt Tulln, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  3. Kahlenbergerdorfer Jahrestage. Auf: kahlenbergerdorf.at. Abgerufen am 6. November 2017.
  4. Bahnhof Tulln erstrahlt in neuem Glanz. In: ORF NÖ. ORF NÖ, 19. Oktober 2018, abgerufen am 19. Oktober 2018.
  5. Park+Ride. In: vor.at. VOR, abgerufen am 20. Februar 2018.
  6. Fahrplan Wien-Sigmundsherberg-Gmünd. In: oebb.at. ÖBB, abgerufen am 20. Februar 2018.
  7. Fahrplan Wien-Krems. In: oebb.at. ÖBB, abgerufen am 20. Februar 2018.
Vorherige Station S-Bahn Wien Nächste Station
Tulln Stadt
 St. Pölten Hbf
  S40   Langenlebarn
Wien Franz-Josefs-Bahnhof