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vom 08.04.2018, aktuelle Version,

Burg Stixenstein

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Burg Stixenstein
Alternativname(n): Schloss Stixenstein
Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: teilweise verfallen
Ort: Ternitz-Stixenstein
Geographische Lage 47° 44′ 44″ N, 15° 58′ 45″ O
Höhe: 514 m ü. A.

Die Burg Stixenstein ist eine mittelalterliche Höhenburganlage in Stixenstein, einer Rotte der Stadtgemeinde Ternitz, in Niederösterreich. Sie liegt auf einer Anhöhe über dem Sierningtal. An der Straße zwischen Sieding und Puchberg am Schneeberg befindet sich eine ehemalige Talsperre, durch die auch heute noch die Straße führt. Die Burg steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Burg wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert errichtet. Von hier stammten wohl die Stuchse (Stüchse, der alte Name ist Stuchsenstein), steirische Magistrale, die ab dem späteren 12. Jahrhunderts Stuchs von Trautmannsdorf genannt wurden (bei Schwechat, dort hat auch der Ort Stixneusiedl den Namen von der Familie). [1]

1347 wurde die Burg nach einem Brand erneuert und wurde ab 1350 vom Landesfürsten verwaltet. Das Geschlecht der Stuchsen erlosch 1426.[1]

1487 wurde die Burg von den Ungarn unter Matthias Corvinus erobert, fiel aber schon 1490 an die Habsburger zurück.

Am 28. November 1520 wurde die Burg von Kaiser Maximilian I. an Marx Treitzsaurwein übergeben. Nach dessen Tod 1527 ging sie in den Besitz seiner Witwe Barbara geb. Keckh über, die sie 1531 an ihren Schwiegersohn Wolfgang Strein zu Schwarzenau übergab. [2]

1547 ging der Besitz auf die Hoyos über. Von denen wurde der Ansitz 1549 renoviert. Die Anlage wurde 1735 und 1803 durch weitere Brände schwer beschädigt und bis 1832 nur teilweise wiederhergestellt.

Seit 1937 befindet sich die Burg im Eigentum der Gemeinde Wien. Sie wird heute als Veranstaltungsort genutzt.

Literatur

  • Peter Aichinger-Rosenberger (Bearb.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich. Südlich der Donau. Teil 2: M bis Z. Berger, Horn u. a. 2003, ISBN 3-85028-365-8, S. 2286–2288.
  • Matthias und Augustin Stranz: Die Geschichte von Schloss Stixenstein, Selbstverlag, Ternitz 2016
  Commons: Schloss Stixenstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Trautmannsdorf,burgen-austria.com
  2. Ernst Katzer: Der Edelmannssitz Ehrntreizbrunn. In: Wiener Neustädter Denkmalschutzverein (Hrsg.): Unser Wiener Neustadt. 1976.