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vom 29.05.2017, aktuelle Version,

Hafling

Hafling
(ital.: Avelengo)
Wappen
Wappen von Hafling
Karte
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2015)
740/764
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,58 % deutsch
2,42 % italienisch
0,00 % ladinisch
Koordinaten 46° 39′ N, 11° 13′ O
Meereshöhe: 1200–2500 m s.l.m. (Zentrum: 1300 m s.l.m.)
Fläche: 26 km²
Dauersiedlungsraum: 3,8 km²
Fraktionen: St. Kathrein, Hafling Dorf, Hafling Oberdorf und Falzeben/Meran
Nachbargemeinden: Meran, Sarntal, Schenna, Vöran
Postleitzahl: 39010
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021005
Steuernummer: 82003050216
Bürgermeister (2015): Andreas Peer (SVP)
Blick auf Hafling

Hafling ([ˈhɑˑflɪŋ]; italienisch: Avelengo) ist eine italienische Gemeinde mit 764 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in Südtirol, in unmittelbarer Nähe von Meran und nahe Bozen.

Geografie

Das Dorf Hafling liegt auf dem Höhenzug Tschögglberg über dem Etschtal zwischen Meran und Bozen. Das Ski- und Wandergebiet Meran 2000 befindet sich hauptsächlich auf Haflinger Gebiet.

Der Ortsteil Hafling Oberdorf ist der einzige geschlossene Ortsteil der Gemeinde Hafling. Er wurde hauptsächlich nach dem 1980 erfolgten Straßenbau von Meran nach Hafling errichtet.

Geschichte

Der Siedlungsname ist ersturkundlich im Jahr 1186 als „Haueningen“, 1189 als „Heveningen“ und noch 1370 als „Hæfningen“ bezeugt, ehe sich die Kurzform durchsetzte.[1][2] Der Name ist nach dem Muster der bajuwarischen -ing-Namen gebildet und dürfte auf ahd. hof zurückgehen.[3] Hafling war Teil des historischen Burggrafenamts (des engeren Herrschaftsbezirks der Grafen von Tirol). Es gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Meran und war Teil des Bezirks Meran.

Im Jahr 1931 wurde Hafling durch das königliche Dekret Nr. 550 vom 23. April 1931 als Fraktion nach Meran eingemeindet. Erst mit dem Regionalgesetz Nr. 7 vom 18. Mai 1957 erlangte der Ort seine administrative Selbstständigkeit wieder.[4]

Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen von Hafling ist die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche St. Kathrein in der Scharte. Hafling stand als Namensgeber für die Haflinger-Pferde Pate.

Wappen

Beschreibung: Im silbernen Wappenschild steht vor einer grünen Tanne ein braunes Pferd mit goldener Mähne und Schweif auf einem grünen Dreiberg im Schildfuß. Das Pferd stellt einen Haflinger dar, da die Rasse nach dem Ort benannt ist.[5]

Tourismus

Hafling ist ein beliebtes Sommerwandergebiet. Ein eigener Naturlehrpfad führt zum Sulfner-Weiher, der nahezu vollständig mit weißen Seerosen bedeckt ist.

Politik

Bürgermeister seit 1957:[6]

  • Franz Alber: 1957–1965
  • Johann Reiterer: 1965–1974
  • Alois Reiterer: 1974–1980
  • Josef Reiterer: 1980–1990
  • Josef Reiterer: 1990–2010
  • Andreas Peer: 2010–

Bilder

  Commons: Hafling  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Franz Huter: Tiroler Urkundenbuch. I. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des deutschen Etschlandes und des Vintschgaus. Band 1. Hrsg. vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Innsbruck: Universitätsverlag Wagner 1939, Nr. 429 und 450.
  2. Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500. Band 1. Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2005, ISBN 88-901870-0-X, S. 372, Nr. 768.
  3. Karl Finsterwalder: Ahrn, Erl, Afing, Welschnofen, Hafling und andere Tiroler Namen. In: Der Schlern 37, 1963, S. 321–323.
  4. Entstehung und Geschichte. Gemeinde Hafling. Abgerufen am 25. August 2015.
  5. Das Haflinger Gemeindewappen In: Haflinger Gemeindeblatt Nr. 4 2004, Jahrgang 10 S.1 (PDF; 479 kB)
  6. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).