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vom 06.02.2016, aktuelle Version,

Lauterbach (Gemeinde Brixen im Thale)

Lauterbach (Dorf)
Ortschaft
Lauterbach (Gemeinde Brixen im Thale) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Kitzbühel (KB), Tirol
Pol. Gemeinde Brixen im Thale  (KG Brixen im Thale)
Koordinaten 47° 27′ 7″ N, 12° 15′ 46″ Of1
Höhe 810 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 714 (15. Mai 2001)
Postleitzahl 6364f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16587
Zählsprengel/ -bezirk Brixen-Lauterbach, Sonnberg-Buchberg-Achenberg (70402 X [000/001])

Lauterbach
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS

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Lauterbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Brixen im Thale mit 714 Einwohnern (Stand 15. Mai 2001). Er ist der größte und zugleich bevölkerungsreichste Ortsteil der Gemeinde.

Geschichte und Geografie

Die Siedlung Lauterbach befindet sich auf etwa 800 Meter Seehöhe östlich des Dorfzentrums von Brixen. Der Name leitet sich vom Wildbach Lauterbach (lauter kommt vom althochdeutschen Wort luttar und bedeutet klar, hell und aha für Wasser) ab, der seit Jahrhunderten die Entwicklung der Siedlung maßgeblich bestimmt hat. Im Jahre 1812 befanden sich im Ortsteil um die 30 Häuser mit 167 Einwohnern. Nach dem Zweiten Weltkrieg zählte man etwa doppelt so viele Häuser, heute sind es über 200 Häuser mit circa 900 Einwohnern.

Der Grund des hohen Bevölkerungswachstums in den letzten Jahrzehnten lag einerseits an den Grundstückspreisen und andererseits auch an den ansässigen Bauern. In Lauterbach lebten nur Kleinerwerbsbauern, im Dorfzentrum hingegen lebten nur Vollerwerbsbauern. Diese Bauern und auch die Kirche waren weit weniger bereit, Grund an Siedler zu verkaufen, als die vielen Kleinbauern in Lauterbach. Somit verlagerte sich der eigentliche Ortskern Richtung Osten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Landwirtschaft spielte im Ortsteil Lauterbach eine sehr große Rolle. Es gab überwiegend Kleinerwerbsbauern (hingegen im Dorfzentrum gab es nur Vollerwerbsbauern) und einige Handwerksbetriebe ( Schmiede, Tischlerei, Handweberei). Heute ist die Erwerbsstruktur viel breiter gefächert und ausgeglichener. So gibt es heute 13 Handwerks- und Gewerbebetriebe, 13 Einzelhandelsbetriebe, 14 Betriebe des Gast- und Beherbergungsgewerbes und sonstige Anlagen wie Sport- und Freizeitplätze.

Lauterbach ist nach wie vor Bahnhaltestelle des Ortes (ÖBB). Bis 1964 befand sich hier auch das Postamt von Brixen im Thale. Im Nordosten des Ortsteils befindet sich ein privates E-Werk, das einige Häuser mit Strom versorgt. Ab 1950 entstand eine Reihe von neuen Häusern, vor allem entlang der Dorfstraße.

Interessantes

1946: Ein schweres Unwetter geht von der Hohen Salve her ein. Es hagelt faustgroße Körner. Der Brixenbach tritt über die Ufer und überschwemmt zum Großteil den Ortsteil Feuring-Winkl. Am ärgsten wütet der Lauterbach. Große Steine füllen das Bachbett so dermaßen aus, dass Wasser bis ins Dorfzentrum kommt und alles mit sich reißt, was im Wege steht. Sämtliche Häuser werden von Schlamm und Schutt vermurt, alle Keller sind überflutet. Die Telefonleitungen sind unterbrochen. Bei der Bahn staut sich Geröll und Holzhaufen. Erst in der Nähe des Zentrums fließt der Lauterbach in die Brixentaler Ache. Sämtliche Blech- und Ziegeldächer sind schwer beschädigt, sogar im Pfarrhaus ist am Dach ein Loch zu finden.

1951: Heftiger Regen führt zu Hochwasser. Der Lauterbach vermurt die Bundesstraße und den Bahnkörper, Zugs- und Straßenverkehr sind stundenlang unterbrochen.

1957: Die Häuser in Brixen und Lauterbach werden an die neue Wasserleitung, die vom Gaisberg herabgeht, angeschlossen.

1971: Erneut heftiges Hochwasser in Brixen. Der Lauterbach tritt wieder über die Ufer. Arbeitskräfte sind bis in die späten Nachtstunden im Einsatz um weitere Überschwemmungen zu verhindern.

1975: Hochwasseralarm im Ortsteil Lauterbach. Die neue errichtete Straßenbrücke über den Lauterbach wird zur Gänze weggerissen. Das Hochwasser verursacht große Schäden.

Literatur