unbekannter Gast
vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Obernberg am Inn

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Obernberg am Inn enthält die 29 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Obernberg am Inn in Oberösterreich (Bezirk Ried im Innkreis).[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 96968
Kirchenplatz 9
Standort
KG: Obernberg am Inn
Eine Zustiftung von 1416 erlaubte dem Pfarrwidum Obernberg die Gründung des Pfarrhofes. Soweit bekannt ist, brannte das Haus mindestens dreimal ab und wurde unter Pfarrer Heindl (1815 bis 1845 in Obernberg) so gut wie neu erbaut. Bei den Bränden ging ein Teil der Dokumente verloren und so ist nicht bekannt wo die Pfarrer beziehungsweise die Pfarrvikare des Passauer Domkapitels vorher wohnten.[2]
Datei hochladen Bürgerhaus, Johann Peham's Schiffmeisterhaus samt 2 Wirtschaftsflügeln
ObjektID: 48452
Konrad Meindl Straße 9
Standort
KG: Obernberg am Inn
Das Wohnhaus samt zwei Wirtschaftsflügel, welche um einen Innenhof gruppiert sind, wurde 1796 errichtet. Die Anlage zeichnet sich durch baukünstlerische Details wie Fenstergitter und Gewölbe aus und ist unversehrt überliefert.[3]

Datei hochladen
Stadttor, Rathaustor
ObjektID: 96408
Marktplatz 1
Standort
KG: Obernberg am Inn
Das Rathaustor steht auf der Grenze zwischen dem alten und dem neuen Markt. Über dem Torbogen, durch den die Poststraße von Passau nach Salzburg führte, befand sich früher der Rathaussaal und die Kanzlei des Marktgerichtes. Auf der Innenseite befindet sich das Wappen von Wiguleus Fröschl von Marzoll, das Wappen des Hochstiftes Passau und die Jahreszahl 1511. In diesem Jahr ließ Fröschl das Tore renovieren. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Zugbrücke des Tores entfernt und der vor dem Tor liegende Metzgergraben aufgefüllt.[4]
Datei hochladen Bürgerhaus, Weilhartische Behausung, ehem. auch Pflieglhaus
ObjektID: 42312
Marktplatz 2
Standort
KG: Obernberg am Inn

Datei hochladen
Bürgerhaus, Oberdorf'sche Behausung, heute Wörndlehaus
ObjektID: 37877
Marktplatz 3
Standort
KG: Obernberg am Inn
Das Wörndlehaus entstand zwischen dem 11. und dem 15. Jahrhundert in mehreren Bauabschnitten. Der Bau hat giebelseitig vier Achsen und zusammen mit dem Giebelaufsatz vier Ebenen. Die vom Platz aus gesehene Fassade ist fünfachsig mit drei Geschoßen und einer Attika. Die Türen und Fenster im Erdgeschoß haben Bogenlaibungen mit Blechläden. Die Obergeschoße sind mit Stuckornamenten verziert. Johann Baptist Modler schuf diese bemerkenswerten Fassaden im Jahre 1768.[5][6]

Datei hochladen
Bürgerhaus, Walterische Behausung, Apotheke zur hl. Jungfrau
ObjektID: 37878
Marktplatz 4
Standort
KG: Obernberg am Inn
Im Mittelpunkt der Stuckfassade aus der Mitte des 18. Jahrhunderts steht die Relieffigur der Maria Immaculata. Über ihr schwebt unter einer runden Verdachung der Heilige Geist. Die Kartusche unter der Figur trägt die Inschrift „zur heiligen Jungfrau“. Das Erdgeschoß ist genutet, Türen und Fenster haben Bogenlaibungen mit Blechläden. Die Fenster in der vierachsige Fassade darüber sind reich mit Stuck geschmückt. Über den Fenstern des ersten Obergeschoßes befinden sich Allegorien der vier Jahreszeiten. Durch den stuckverzierten Giebelaufsatz wird das Haus auch horizontal in vier Ebenen gegliedert.
Die Fassade wurden in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Johann Baptist Modler geschaffen. Modler lebte von 1729 bis 1736 in Obernberg und war vor allem im südbayerischen Raum als Stuckateur tätig.[7]
Datei hochladen Gasthaus, Arndorfersche Behausung
ObjektID: 48499
Marktplatz 8
Standort
KG: Obernberg am Inn
Seit dem 18. Jahrhundert sind die Besitzer dieser Brauerei und Gastwirtschaft im Josephinische Lagebuch nachweisbar. Ursprünglich bestand die Anlage aus einem Vorderhaus und einem Hofflügel, wurde aber bereits in der frühen Neuzeit zusammengebaut. Die Fassade stammt um 1875 und ist im Stile der Neorenaissance.[3]
Datei hochladen Bürgerhaus, Pallhammersche Behausung, ehem. auch Glaserhaus
ObjektID: 49520
Marktplatz 14
Standort
KG: Obernberg am Inn
Die „Pallhammersche Behausung“ stammt aus dem 16./17. Jahrhundert. Das giebelständige Haus hat einen flachen erkerartigen Vorbau und rechts, neben der Treppe zum Eingang, eine Falltür als Abgang zum Keller. [8]

Datei hochladen
Bürgerhaus, Modler'sche Behausung
ObjektID: 37879
Marktplatz 17
Standort
KG: Obernberg am Inn

Datei hochladen
Gurtentor, Heimathaus
ObjektID: 96409
Marktplatz 22
Standort
KG: Obernberg am Inn
Datei hochladen Bürgerhaus
ObjektID: 18580
Marktplatz 25
Standort
KG: Obernberg am Inn
In der für die Inn-Salzachgegend typischen, spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen, giebelständigen Hausanlage befinden sich einige baugeschichtlich bemerkenswerte Gewölbe und Balkendecken.[8]
Datei hochladen Bürgerhaus
ObjektID: 49522
Marktplatz 26
Standort
KG: Obernberg am Inn
Das Haus steht mit dem Schweifgiebel in Richtung Marktplatz. Im Giebel befinden sich eine zwei Aufziehöffnungen die durch Holzläden abgeschlossen sind. Die Fenster sind mit geschwungenen Putzfaschen umrahmt. Im Inneren des Gebäudes aus dem 16./17. Jahrhundert sind verschiedene Gewölbearten nebeneinander ausgeführt.[8]
Datei hochladen Wappenstein der ehem. Springer'schen Behausung
ObjektID: 129004
bei Marktplatz 27
Standort
KG: Obernberg am Inn
Datei hochladen Wohnhaus, ehem. Kolpinghaus
ObjektID: 89961

seit 2012

Marktplatz 34
Standort
KG: Obernberg am Inn
Datei hochladen Ehem. Gasthof Bayerischer Hof, heute Rathaus
ObjektID: 47977
Marktplatz 36
Standort
KG: Obernberg am Inn
Datei hochladen Bürgerhaus, sog. Dutzische Behausung
ObjektID: 96445
Marktplatz 39
Standort
KG: Obernberg am Inn
BW Datei hochladen Wohnhaus, ehem. Bürgerspital
ObjektID: 97032
Therese Riggle Straße 15
Standort
KG: Obernberg am Inn
Datei hochladen Tabernakelpfeiler, Kopfstätte
ObjektID: 97037
bei Therese Riggle Straße 18
Standort
KG: Obernberg am Inn
Der Bildstock erinnert an eine der beiden Richtstätten von Obernberg. Ab 1407 war das Pflegschaftsgericht der Herrschaft Obernberg auch für Fälle des Blutgerichtes zuständig. Die durch den Fürsten von Passau bestätigten Urteile wurden auf der „hochfürstlichen Pflegsgericht uralten maleficischen Justifications- oder Köpfstätte“[9] sowie am Galgenfeld im Ortsteil Gurten vollstreckt.
BW Datei hochladen Ehem. Schatzl'sche Behausung (östlicher Teil)
ObjektID: 129249

seit 2012

Ufergasse 1
Standort
KG: Obernberg am Inn
Datei hochladen Ehem. Schatzl'sche Behausung (westlicher Teil)
ObjektID: 96450

seit 2012

Ufergasse 3
Standort
KG: Obernberg am Inn

Datei hochladen
Bürgerhaus
ObjektID: 96453

seit 2012

Ufergasse 5
Standort
KG: Obernberg am Inn

Datei hochladen
Bürgerhaus, sog. Ufertor
ObjektID: 37881
Ufergasse 19
Standort
KG: Obernberg am Inn

Datei hochladen
Ehem. Ledererhaus (Vorderhaus) mit Betriebsgebäuden
ObjektID: 47309
Vormarkt Gurten 44
Standort
KG: Obernberg am Inn

Datei hochladen
Bürgerhaus, Pittnersche Behausung/Seifensiederhaus
ObjektID: 46638
Vormarkt Gurten 47
Standort
KG: Obernberg am Inn
Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Nikolaus, Kulturhaus
ObjektID: 59251
Vormarkt Ufer
Standort
KG: Obernberg am Inn
Die Schifferkirche St. Nikolaus wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet. Sie hat ein Schiff mit einer flachen Decke und einen leicht eingezogenen Chor mit Dreiachtelschluss. Der Turm mit dem spitzen Helm ist ein sechseckiger Dachreiter der erkerartig in der Mitte der Außenwand beginnt. Die Kirche wurde von den Salzschiffern Obernbergs (Nauflezergilde) erhalten. Nach dem Niedergang der Salzbeförderung auf dem Inn verfiel die Kirche. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche renoviert und dient seit 1978 als Kulturhaus und Veranstaltungsraum für Ausstellungen und Konzerte.[10]
Datei hochladen Ehem. Mauthaus
ObjektID: 19569
Vormarkt Ufer 1
Standort
KG: Obernberg am Inn

Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche Hl. Abendmahl des Herrn und Friedhof
ObjektID: 59250

Standort
KG: Obernberg am Inn
An der Stelle einer romanischen Gozleichmanskapelle errichtete man 1437 die Kirche (Gottsleichnamspfarrkirche), die dem hl. Abendmahl geweiht ist. Die St. Anna Kapelle wurde 1523 geweiht. Der kreuzrippengewölbte Chor mit Fünfachtelschluss ist gegenüber dem dreischiffigen Langhaus mit drei Jochen stark eingezogen. Das Mittelschiff hat ein Kreuzgratgewölbe, die Seitenschiffe sind unterschiedlich gestaltet. Die Gewölberippen des südlichen Schiffes wurden abgeschlagen, das gotische Kreuzrippengewölbe im nördlichen Seitenschiff ist noch erhalten. Der Turm ist an der Basis gotisch mit einer kreuzrippengewölbten Vorhalle und erhielt 1888 einen barocken Zwiebelhelm mit Laterne. Am Turm angebaut befindet sich die Anna-Kapelle mit Resten von Fresken aus der Zeit zwischen 1520 und 1530. Der Hochaltar ist von 1838, die Seitenaltäre von 1846.[10] Aus der Schwanthalerwerkstätte stammen die Altarfiguren, die auf dem Ambo und im Triumphbogen.

Datei hochladen
Brunnen
ObjektID: 97036

Standort
KG: Obernberg am Inn
Der Stephanusbrunnen ist mit 1658 bezeichnet und wurde vermutlich anstelle einer Roßtränke errichtet. Die Brunnenfigur des hl. Stephanus ist aus Sandstein.[11]

Datei hochladen
Bezirksgericht (ehem. Schloss), Wohnhaus, Schüttkasten / Stall
ObjektID: 48225
Bezirksgerichtsgasse 4, 5
Standort
KG: Obernberg am Inn
Die Feste Obernberg stand auf einem Plateau an einem steilen Abhang über dem Inntal. Von der einstigen Burg ist am Anfang des 21. Jahrhunderts nur mehr wenig erhalten. Um 1887 wurden die Teile der äußeren Mauern mit den angrenzenden Bauten und der Bergfried abgetragen. Später entfernte man auch das Schlosstor und die Zugbrücke. Der einstmals tiefen Gräben wurden fast gänzlich aufgefüllt. Von der alten Burg sind noch einige Mauern im Westen der Anlage mit Gebäuden die eine Falknerei beherbergen, der Brunnen und der Schüttkasten erhalten. Das einstöckige Schlossgebäude mit markanten Giebel entstand 1550 als letztes Gebäude. Es diente als Wohnhaus und Amtssitz der Pfleger und war bis Ende 2004 Sitz des Bezirksgerichtes Obernberg am Inn.[12]
Hauptartikel: Burg Obernberg

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Obernberg am Inn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 22. Jänner 2018.
  2. Konrad Meindl: Geschichte der ehemals höchfürstlich-passauischen freien Reichsherrschaft, des Marktes und der Pfarre Obernberg am In. Kath. Preßverein, 1875, S. 159ff, abgerufen am 17. November 2014.
  3. 1 2 B. Euler, G. Kleinhanns, K. Kohout, W. Lipp, G. Mack, G. Temper: Denkmalpflege, Bericht. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines, Band 141. 1996, S. 135, abgerufen am 24. Dezember 2014.
  4. Konrad Meindl: Geschichte der ehemals höchfürstlich-passauischen freien Reichsherrschaft, des Marktes und der Pfarre Obernberg am In. Kath. Preßverein, 1875, S. 46, 69, abgerufen am 17. November 2014.
  5. Apotheke in Obernberg am Inn. Bundesdenkmalamt, abgerufen am 8. November 2014 (Denkmal des Monats April 2004).
  6. Cafe Woerndle. Gemeinde Obernberg am Inn, abgerufen am 9. November 2014.
  7. Apotheke in Obernberg am Inn. Bundesdenkmalamt, abgerufen am 9. November 2014.
  8. 1 2 3 Derler, Huber, Kohut: Unterschutzstellungen 1996, Bericht. In: Jahrbuch des OÖ Musealvereines, Band 142b. 1997, S. 151f, abgerufen am 14. Dezember 2014.
  9. Konrad Meindl: Geschichte der ehemals höchfürstlich-passauischen freien Reichsherrschaft, des Marktes und der Pfarre Obernberg am In. Kath. Preßverein, 1875, S. 18f, abgerufen am 15. November 2014.
  10. 1 2 Erwin Hainisch (bearb. von Kurt Woisetschläger): Dehio Oberösterreich, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich;BDA, 6. Aufl., Wien 1977, Seite 257
  11. Stephanusbrunnen. Gemeinde Obernberg am Inn, abgerufen am 9. November 2014.
  12. Konrad Meindl: Geschichte der ehemals höchfürstlich-passauischen freien Reichsherrschaft, des Marktes und der Pfarre Obernberg am In. Kath. Preßverein, 1875, S. 27f, abgerufen am 15. November 2014.
  13. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.