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vom 21.01.2019, aktuelle Version,

Mannersdorf an der Rabnitz

Mannersdorf an der Rabnitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Mannersdorf an der Rabnitz
Mannersdorf an der Rabnitz (Österreich)
Mannersdorf an der Rabnitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 38,39 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 16° 32′ O
Höhe: 245 m ü. A.
Einwohner: 1.795 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 7444
Vorwahl: 02611
Gemeindekennziffer: 1 08 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 68
7444 Mannersdorf an der Rabnitz
Website: http://www.mannersdorf-adr.at/
Politik
Bürgermeister: Johann-Georg Horvath (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(21 Mitglieder)
12
8
1
12  8  1 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Mannersdorf an der Rabnitz im Bezirk Oberpullendorf
DeutschkreutzDraßmarktFrankenau-UnterpullendorfGroßwarasdorfHoritschonKaisersdorfKobersdorfLackenbachLackendorfLockenhausLutzmannsburgMannersdorf an der RabnitzMarkt Sankt MartinNeckenmarktNeutalNikitschOberloisdorfOberpullendorfPilgersdorfPiringsdorfRaidingRitzing (Burgenland)Steinberg-DörflStoobUnterfrauenhaidUnterrabnitz-SchwendgrabenWeingrabenWeppersdorfBurgenland Lage der Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Mannersdorf (rechts) um 1880 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Mannersdorf an der Rabnitz (ungarisch: Répcekethely, kroatisch: Malištrof) ist eine Gemeinde im Bezirk Oberpullendorf, Burgenland, Österreich.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland an den Ausläufern des Günser Gebirges an der Grenze zum Nachbarstaat Ungarn.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

Die Gemeinde besteht aus vier Katastralgemeinden (Fläche 2015[2]):

  • Klostermarienberg (772 ha)
  • Mannersdorf an der Rabnitz (1.020,63 ha)
  • Rattersdorf-Liebing (1.204,60 ha)
  • Unterloisdorf (845,31 ha)
Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname[3] Kroatischer Ortsname[4]
Klostermarienberg Borsmonostor Kloštar
Liebing Rendek -
Mannersdorf an der Rabnitz Kéthely Malištrof
Rattersdorf Rötfalva Ratištrof
Unterloisdorf Alsólászló Dolnji Loštrof

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Mannersdorf dann in der Provinz Pannonia. Mannersdorf liegt an der römischen Bernsteinstraße.

2014 wurden bei archäologischen Untersuchungen[5] im Vorfeld des Baus der B61a auf der Gemarkung der Gemeinde Unterloisdorf prähistorische Siedlungsreste[6] sowie eine kleine römische Nekropole freigelegt. Die 30 Brand- und Körperbestattungen datieren in die römische Kaiserzeit sowie die spätrömischen Epoche [7]

Zum Gemeindegebiet gehört auch das Kloster Marienberg, eine 1197 gegründete Zisterzienserabtei.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Répczekethely verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen „Deutsch-Westungarn“ in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2017
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,84
(+3,45)
36,39
(-8,06)
8,77
(n. k.)
n.  k.
(-4,16)
LISTE1
       
Gemeindeamt Mannersdorf an der Rabnitz

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 21 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[8] 2012[9] 2007[10] 2002[11] 1997[11]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
SPÖ 669 54,84 12 704 51,39 11 632 46,13 10 849 59,54 13 796 60,53 13
ÖVP 444 36,39 8 609 44,45 10 703 51,31 11 507 35,55 7 489 37,19 8
FLMA1 107 8,77 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert 57 4,16 0 nicht kandidiert 70 4,91 1 30 2,28 0
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 35 2,55 0 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1789 1873 1870 1863 1748
Wahlbeteiligung 78,31 % 80,30 % 81,50 % 85,35 % 87,87 %
A1 Freie Liste Mannersdorf

Gemeindevorstand

Neben Bürgermeister Johann-Georg Horvath (SPÖ) und Vizebürgermeister Johann Plemenschits (ÖVP) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Peter Frühwirth (ÖVP), Walter Josef Kuntner (SPÖ), Adelheid Müller (SPÖ) und Anton Supper (ÖVP) dem Gemeindevorstand an.[12]

Zu Ortsvorstehern wurden Walter Josef Kuntner (SPÖ, für Klostermarienberg) und Adelheid Müller (SPÖ, für Liebing) und Kurt Supper (SPÖ, für Mannersdorf) ernannt.[12]

Bürgermeister

Bürgermeister ist Johann-Georg Horvath (SPÖ). Sein Vorgänger Johann Schedl (SPÖ), der erst seit der Bürgermeisterdirektwahl 2012 an die Spitze der Gemeinde gerückt war,[9] hatte bekanntgegeben, nicht mehr zu kandidieren.[13][14] Bei der Wahl vom 1. Oktober 2017 konnte sich Horvath mit 58,08 % gegenüber Johann Plemenschits (ÖVP), der 41,92 % erreichte, als neuer Bürgermeister durchsetzen.[8] Plemenschits wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats neuerlich zum Vizebürgermeister gewählt.[12]

Amtsleiterin ist Gerda Korner.[15]

Chronik der Bürgermeister seit Bildung der Großgemeinde

  • 1971–1982 Stefan Trenovatz (SPÖ), 1950–1970 Bürgermeister vom 1971 eingemeindeten Klostermarienberg
  • bis 2007 Norbert Kainer (SPÖ)
  • 2007 Walter Kuntner (SPÖ)
  • 2007–2012 Rudolf Draskovits (ÖVP)
  • 2012–2017 Johann Schedl (SPÖ)
  • seit 2017 Johann-Georg Horvath (SPÖ)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Klostermarienberg

Sport

  • Fußball: 1961 wurde der Sportverein Mannersdorf gegründet. Der Sportplatz wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Mit der Aufnahme in den Dachverband Österreichische Turn- und Sportunion im gleichen Jahr wurde der Verein in UFC Mannersdorf umbenannt. Die Vereinsfarben sind blau/weiß.
Der UFC spielte die Saison 1993/94 in der höchsten Spielklasse des Burgenlandes, der Landesliga. Nach einem Abstieg bis in die 1.  Klasse spielte man seit der Saison 2004/05 wieder in der 2.  Liga Mitte. Doch nach vielen Abgängen von starken Spielern, spielt man seit der Saison 2006/07 wieder in der 1.  Klasse Mitte.

Persönlichkeiten

  Commons: Mannersdorf an der Rabnitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2015, abgerufen 9. Jänner 2017
  3. Ungarische Ortsnamen Sammlung aller ungarischen Ortsnamen in ehemaligen ungarischen Gebieten, abgerufen am 9. August 2014.
  4. Kroatische Ortsnamen (Memento vom 1. April 2010 im Internet Archive) Sammlung aller kroatischen Ortsnamen im Burgenland, abgerufen am 9. August 2014.
  5. https://www.meinbezirk.at/eisenstadt/lokales/sensationsfund-in-unterloisdorf-d1050969.html
  6. http://www.pannarch.at/index.php/component/k2/item/56-urgeschichte
  7. https://www.academia.edu/37270937/_Symbols_of_power_im_spät_römischen_Gräberfeld_von_Unterloisdorf_Bez._Oberpullendorf_A_
  8. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Mannersdorf an der Rabnitz 2017 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  9. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Mannersdorf an der Rabnitz 2012 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  10. Land Burgenland: Wahlergebnis Mannersdorf an der Rabnitz 2007 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  11. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Mannersdorf an der Rabnitz 2002 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  12. 1 2 3 Marktgemeinde Mannersdorf an der Rabnitz: Gemeinderat (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  13. ORF Burgenland: Wahlkampf in Mannersdorf an der Rabnitz (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  14. BVZ vom 15. September 2017: SPÖ mit neuer Nummer 1 (abgerufen am 28. Dezember 2017)
  15. Marktgemeinde Mannersdorf an der Rabnitz: Korner Gerda, Oberamtfrau (Amtsleiter) (abgerufen am 28. Dezember 2017)