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vom 05.05.2017, aktuelle Version,

Rappoldkogel

Rappoldkogel
Rappoldkogel von Osten

Rappoldkogel von Osten

Höhe 1928 m ü. A.
Lage Steiermark, Österreich
Gebirge Stubalpe, Lavanttaler Alpen
Dominanz 3,8 km Speikkogel
Schartenhöhe 385 m Hirschegger Sattel
Koordinaten 47° 5′ 3″ N, 14° 53′ 0″ O
Rappoldkogel (Steiermark)
Rappoldkogel

Gestein Glimmerschiefer

Der Rappoldkogel ist ein 1928 m ü. A. hoher Berg in den Lavanttaler Alpen im österreichischen Bundesland Steiermark. Er bildet die höchste Erhebung der Stubalpe und ganzjährig ein äußerst beliebtes Tourenziel.

Lage und Umgebung

Der Rappoldkogel erhebt sich zwischen den Pässen Salzstiegel und Gaberl in der Stubalpe, einem Abschnitt des Steirischen Randgebirges. Entlang von Süd- und Südostgrat des Berges verläuft die Grenze zwischen den Bezirken Murtal im Norden (Gemeinde Weißkirchen) und Voitsberg im Süden (Gemeinde Hirschegg-Pack), Richtung Nordwesten zieht ein Kamm zum Schwarzkogel (1817 m). Der Berg ist Teil des Landschaftsschutzgebiets Amering-Stubalpe. Die nächstgelegenen Stützpunkte sind das Salzstiegelhaus (1543 m) und das Alte Almhaus (1649 m), jeweils über öffentliche Straßen erreichbar.

Geologie und Geomorphologie

Ofen am Südgrat

Der am Rappoldkogel großflächig auftretende Glimmerschiefer ist namensgebend für einen Gesteinstypus, der bis zur Gleinalpe verbreitet ist. Dem häufig gefalteten und grobblättrigen Rappoldglimmerschiefer stehen vielerorts, etwa am Südgipfel, Glimmerquarzite gegenüber. Die Untersuchung von Handstücken ließ wenig mineralogische Unterschiede zwischen den beiden Gesteinen erkennen, die Rappoldglimmerschiefer scheinen jedoch in höherem Grade vergneist. Ebenso zu finden sind schiefrige Amphibolite sowie fein- und mittelkörnige Granatglimmerschiefer an der Basis der markanten Felsformation am Südgrat. Am flachen Hang gegen Salzstiegel tritt Marmor mit Pegmatitkontakt auf.[1][2]

Ein auffälliges Oberflächenmerkmal des Rappoldkogels sind die ab etwa 1750 m vorkommenden Felsformationen, Öfen genannt, die im Kontrast zur ansonsten sanften Gebirgslandschaft stehen. Die am Osthang zu Tage tretenden Felsplatten sind gefaltet und enthalten vereinzelt Muskovit.[1] Insgesamt zeigt der Berg nach Norden und Osten vergleichsweise flache Hänge, während Süd- und Westseite steil ins Tal abfallen. Aufgrund der geologischen Situation befinden sich dort zahlreiche Quellaustritte, darunter Rafflerbach (Zufluss zur Teigitsch) und Kothbach (Zufluss zur Mur).

Aufstieg

Der Gipfel ist von zwei Seiten aus über Wanderwege erreichbar. Der schnellste Anstieg erfolgt vom Salzstiegelhaus am Hirschegger Sattel (1543 m) in einer Stunde über den Südgrat. Eine markante Felspartie vor dem Gipfel erfordert Trittsicherheit, kann aber rechts im Wald umgangen werden. Vom Alten Almhaus (1649 m) erreicht man den Rappoldkogel zunächst über die Forststraße und schließlich über den Südostgrat – steil durch den Wald und über Rasenkuppen – in 1½ Stunden.[3] Beide Wege stellen in Verbindung eine Variante des WW 05 (Markierung 505b) dar, dessen Originalroute am Südhang des Berges über eine Forststraße verläuft. Aufgrund der geringen Gehzeiten wird der Berg sehr häufig bestiegen.

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Literatur und Karten

  • Günter und Luise Auferbauer: Grazer Hausberge. Mit Mur- und Mürztal. Bergverlag Rother, München 2000, S. 72–73, ISBN 3-7633-4292-3.
  • Freytag & Berndt Wien, Wanderkarte 1:50.000, WK 212, Seetaler Alpen – Seckauer Alpen – Judenburg – Knittelfeld, ISBN 978-3850846813.

Einzelnachweise

  1. 1 2 F. Angel & F. Heritsch: Ein Beitrag zur Petrographie und Geologie des mittelsteirischen kristallinen Gebirges der Stubalpe. In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt LXIX, Bd. 1919, S. 43–206. PDF
  2. Digitaler Atlas der Steiermark: Geologie & Geotechnik. Land Steiermark, abgerufen am 4. April 2017.
  3. Günter und Luise Auferbauer: Grazer Hausberge. Mit Mur- und Mürztal. Bergverlag Rother, München 2000, S. 72–73, ISBN 3-7633-4292-3.