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vom 12.09.2017, aktuelle Version,

Skigebiet Carezza – Karersee

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Das Skigebiet Carezza – Karersee liegt zwischen Rosengarten und Latemar in den Südtiroler Dolomiten (Italien). Es ist Mitglied von Dolomiti Superski und bildet mit den Skigebieten im Fassatal (Belvedere-Col Rodella und Ciampac) den Verbund Fassa Carezza.

Geschichte

Der Karerpass war bereits um die Jahrhundertwende ein beliebtes Urlaubsdomizil von verschiedenen Prominenten und Sternchen. So waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem Kaiserin Sissi (1897), Karl May, Luis Trenker, Winston Churchill und viele andere dort zu Gast. In dieser Zeit wurde auch das Grand Hotel eröffnet.

Das Skigebiet Carezza – Karersee selbst wurde etwas später (im Winter 1950/1951) eröffnet. Zu dieser Zeit war es eine der ersten Skianlagen in Südtirol und zugleich auch im Alpenraum. Die erste Aufstiegsanlage war der Paolina-Lift. Diese Trasse besteht heute immer noch.

Nach einer glorreichen Anfangszeit kam das Skigebiet in den neunziger Jahren immer mehr unter finanziellen Druck, zwischenzeitlich wurden sogar Teile des Skigebiets nicht für die Wintersaison geöffnet. 2008 kam dann die Wende. Im Jahre 2008 stieg mit Georg Eisath kein Unbekannter ins Skigebiet Carezza ein. Eisath hat im Wintersport einen Namen, schließlich ist er Mitbegründer der TechnoAlpin AG, der weltweit führende Hersteller von Beschneiungsanlagen. Schon für die erste Wintersaison (2008/2009) wurden drei neue Aufstiegsanlagen in Betrieb genommen und 170 Schneekanonen und Schneelanzen installiert. Weiters wurden im selben Winter auch zwei neue Pisten eingeweiht. Im Sommer 2009 folgte das 96.000 m³ große Speicherbecken, das größte seiner Art von Südtirol.

In der Wintersaison 2010/2011 feiert das Skigebiet sein 60. Jubiläum.

Abfahrten

Blick von der Paolina Piste

Das Skigebiet verfügt über ca. 40 Pistenkilometer. Das Angebot der Pisten ist in 21 km blaue (einfache Pisten), 12 km rote (mittelschwere Pisten) und 7 km schwarze (schwere Pisten) aufgeteilt. Der tiefste Punkt des Skigebiets liegt auf 1343 m bei der Talstation in Welschnofen. Der höchste Punkt ist die Bergstation des König Laurin Lifts auf 2337 m über dem Meeresspiegel. In der Bergstation ist die neue Laurinslounge eingerichtet mit einem herrlichen Panorama-Rundblick.

Neben den Aufstiegsanlagen und Pisten gibt es drei Rodelbahnen, einen Snowpark und Langlaufloipen.

Liftanlagen

8 Skilifte, 1 Zweiersessellift, 2 Dreiersessellifte, 2 automatische Vierersessellifte, 1 Achterkabinenbahn, 1 Zehnerkabinenbahn sowie 1 Sechersessellift.

Dazu gibt es im Skigebiet Carezza noch zwei Kinderparks mit jeweils einem Förderband und einer Skischule.

Sommerbetrieb und Hütten

Im Ski- und Wandergebiet Carezza gibt es insgesamt 20 Skihütten, die teilweise auch im Sommer geöffnet sind.

Das Ski- und Wandergebiet Carezza am Fuße des Rosengartens im UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten ist nicht nur in den Wintermonaten geöffnet, sondern auch zwischen Ende Mai bis Mitte Oktober für Wanderer und Sommersportler. In den Sommermonaten sind folgende Liftanlagen geöffnet: Paolina (Rosengarten), König Laurin, Laurin I und Prà di Tori.

Speicherbecken

Das 2009 neu erbaute Speicherbecken ist nicht nur das größte seiner Art in Südtirol, sondern auch das modernste und umweltfreundlichste. Aufgrund des morphologisch geeigneten Geländes auf einem Sattel ist dieser Standort für die Errichtung des Speichers optimal. Die Meereshöhe macht das Füllen des Speichers vom bestehenden kleinen Becken „Tschein“ unter Eigendruck möglich. Außerdem kann ein Großteil der Beschneiungsanlage unter Eigendruck versorgt werden. Ideal ist auch die bereits bestehende Zufahrt zum zukünftigen Entnahmehaus am Fuße des nordöstlichen Dammes. Die Eingriffsfläche beinhaltet die gesamte Umgrenzung der Böschungssohle luftseitig, sowie die Inspektionswege und Baukörper für die Kontroll- und Sicherungsorgane. Die max. Länge des Eingriffbereiches beträgt ca. 230 m, die max. Breite ca.140 m. Die maximale Staumenge des Beckens beträgt knapp 96.000 m³. Die Stauhöhe liegt etwas unterhalb der 10 m. Die Wasseroberfläche am Betriebsstauziel beträgt ca. 14.200 m². Was den Damm betrifft, so handelt sich um zwei geschüttete, homogene Erddämme, welche nach Abtrag des organischen Materials und der zwei bis vier Meter mächtigen, dicht gelagerten Schotter- bzw. Verwitterungsschicht des Felsuntergrundes auf dem anstehenden kompakten Fels errichtet wurden.

Siehe auch