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vom 03.06.2017, aktuelle Version,

Sonntagberg

Sonntagberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Sonntagberg
Sonntagberg (Österreich)
Sonntagberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: Rosenau am Sonntagberg
Fläche: 18,3 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 14° 46′ O
Höhe: 712 m ü. A.
Einwohner: 3.846 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 210 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3331, 3332, 3333, 3340
Vorwahl: 07448
Gemeindekennziffer: 3 05 33
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waidhofnerstraße 20
3332 Rosenau am Sonntagberg
Website: www.sonntagberg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Raidl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
14
8
1
14  8  1 

Von 23 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Sonntagberg im Bezirk Amstetten
Amstetten Ardagger Aschbach-Markt Behamberg Biberbach Ennsdorf Ernsthofen Ertl Euratsfeld Ferschnitz Haag Haidershofen Hollenstein an der Ybbs Kematen an der Ybbs Neuhofen an der Ybbs Neustadtl an der Donau Oed-Oehling Opponitz Seitenstetten Sonntagberg St. Georgen am Reith St. Georgen am Ybbsfelde St. Pantaleon-Erla St. Peter in der Au St. Valentin Strengberg Viehdorf Wallsee-Sindelburg Weistrach Winklarn Wolfsbach Ybbsitz Zeillern Allhartsberg Niederösterreich Lage der Gemeinde Sonntagberg im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sonntagberg ist eine Marktgemeinde mit 3846 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich und ein bedeutender katholischer Wallfahrtsort. Der Hauptort der Gemeinde ist jedoch nicht der Ort Sonntagberg, sondern Rosenau am Sonntagberg.

Geografie

Sonntagberg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. 29,11 Prozent der Fläche der Marktgemeinde sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Baichberg (79)
  • Böhlerwerk (1.019)
  • Bruckbach (367)
  • Gleiß (154)
  • Hilm (319)
  • Rosenau am Sonntagberg (1.178)
  • Rotte Wühr (196)
  • Sonntagberg (496)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Böhlerwerk und Sonntagberg.

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Für kurze Zeit (1923/24) beheimatete Sonntagberg die zwei Jahre vorher in Dresden-Hellerau von Alexander Neill gegründete Summerhill-Schule.

1872 kauften die Gebrüder Böhler die Bruckbachermühle von der Österreichischen Waffenfabriksgesellschaft. Die selbständige Gemeinde Böhlerwerk (so benannt/entstanden zwischen 1872 und 1890) wurde 1942 mit der Gemeinde Sonntagberg zur Großgemeinde Sonntagberg zusammengelegt.[2]

Politik

Gemeinderatswahlen
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60
50
40
30
20
10
0
58,39  %
(+16,07 %p)
33,47  %
(-16,25 %p)
4,54  %
(-3,42 %p)
3,60  %
(n. k.)
HUBER





Der Gemeinderat hat 25 Sitze, Bürgermeister der Marktgemeinde ist Thomas Raidl.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die SPÖ 16 und die ÖVP 9 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ vier Sitze, die ÖVP konnte zwei Sitze gewinnen. Neu in den Gemeinderat eingezogen ist die Liste Soziales Bürgerforum Sonntagberg Fritz Huber (HUBER) mit zwei Sitzen.[3]

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 4.278 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 4.288 Einwohner, 1981 4.419 und im Jahr 1971 4.696 Einwohner.

Städtepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2001 gab es 115 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 84 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1749. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,65 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es 28 Arbeitslose im Ort.

Die größten Arbeitgeber in Sonntagberg sind die voestalpine precision strip (Hersteller von Präzisionsbandstahl für die Werkzeugindustrie), Böhler Profil, TKM Austria (Messer und Sägen) und die Mondi Release Liner (Kunststofffolien).

Verkehr

Rosenau, Sonntagberg und Böhlerwerk haben Haltepunkte an der Rudolfsbahn.

Die Bundesstraße B121 führt durch die Gemeinde.

Sport

Besonders erwähnenswert ist, dass diese kleine Marktgemeinde bis 2014 gleich 2 Vereine hatte, die aktiv Fußball spielen. Auf der einen Seite der KSV Böhlerwerk, ehemaliger Traditionsverein und auf der anderen Seite ATUS Rosenau, noch nie über die Schutzliga hinausgekommen.

Seit der Gründung des FC Sonntagberg im Jahr 2014 gibt es nur mehr einen Fußballverein in der Gemeinde, was anfangs nicht in der gesamten Gemeinde auf Zustimmung stieß. Der FC Sonntagberg kam bisher über den 4. Platz in der 2. Klasse Ybbstal nicht hinaus.

Die anderen Sektionen der beiden Vereine KSV Böhlerwerk und ATUS Rosenau sind weiterhin aktiv.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die Basilika Sonntagberg mit besonderer Bedeutung für die Umgebung ist die auf dem 704 Meter hohen Sonntagberg gelegene weithin sichtbare barocke Wallfahrtskirche. Abt Benedikt I von Seitenstetten ließ im Jahre 1440 neben dem sogenannten Zeichenstein, den die christliche Legende mit wundertätigen Kräften in Verbindung bringt, eine Kapelle, die dem Erlöser (Salvator) geweiht war, im gotischen Stile erbauen. Einige Jahre später − um 1448 − erfolgte der Anbau einer Dreifaltigkeitskapelle. 1490 entstand hier eine spätgotische Kirche. In den Jahren 1706–1732 wurde von Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast das heutige Gotteshaus erbaut. Hochaltar (1755) und Kanzel (1757) stammen von Melchior Hefele, die Altarplastiken (1752–56) von Jakob Schletterer und die Deckenfresken von Daniel Gran (1738–43). Die 1774–76 von Franz Xaver Christoph († 1793) gebaute Orgel ist eine der bedeutendsten spätbarocken Orgeln Österreichs. Die Kirche ist der heiligsten Dreifaltigkeit geweiht, ebenso die an die Errettung vor den Türken erinnernde Türkenbrunnenkapelle. Das hier verehrte Gnadenbild aus dem Jahr 1614, der sogenannte Sonntagberger Gnadenstuhl, geht auf mittelalterliche Vorbilder zurück. Eine sehr bekannte Darstellung dieser Art stammt von Albrecht Dürer. Ab dem 17. Jahrhundert war der Sonntagberg eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Österreichs, was dazu führte, dass die Darstellung des Gnadenstuhles weit verbreitet wurde und vor allem in Niederösterreich zu den häufigsten und bekanntesten Dreifaltigkeitsdarstellungen gehört. Eine Spezialität dieser Wallfahrt sind die Sonntagberger Fraisensteine (ovale Tafeln aus gebranntem Ton, versehen mit einer reliefartigen Darstellung des Gnadenstuhles), die vor allem im 18. und 19. Jahrhundert ausgegeben wurden und als heilkräftig galten. Im Jahre 1964 wurde der Kirche von Papst Paul VI. der Titel einer päpstlichen Basilica minor verliehen.
  • Schatzkammer Sonntagberg
  • Freibad Böhlerwerk
  • Burgruine Gleiß
  • Militärmuseum Sonntagberg: Diese private Ausstellung bietet auf 1500 m² einen Überblick über die Zeitgeschichte 1914 – 1945 – 2014.[4]

Persönlichkeiten

  • Leopold Weber (1899–1951), Schlosser und Bürgermeister von 1945 bis 1951.

Literatur

  • Franz Überlacker, Sonntagberg. Vom Zeichenstein zur Basilika. Sonntagberg 1968
  • Erwin Wimmer, 1000 Jahre Gleiß. Gleiß 1973
  • Anton Pontesegger, Chronik der Marktgemeinde Sonntagberg. Sonntagberg 1988.
  • Erwin Wimmer, Andachtsbilder vom Sonntagberg 1700–2000. Sonntagberg 2003.
  • Hermann Maurer, "Sonntagbergsteine" aus dem Waldviertel - Ein Beitrag zu den Schab- und Fraisensteinen vom Sonntagberg. Unsere Heimat 78, 2007, S. 43ff.
  Commons: Sonntagberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. http://www.bohler-profil.com/deutsch/782.php Geschichte (1872 bis 2007; Bruckbachmühle, Böhler-Werke), BÖHLER Profil, abgerufen am 26. Oktober 2014
  3. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
  4. Militärmuseum Sonntagberg