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vom 07.01.2019, aktuelle Version,

Stadtschlaining

Stadtgemeinde
Stadtschlaining
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stadtschlaining
Stadtschlaining (Österreich)
Stadtschlaining
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Fläche: 42,04 km²
Koordinaten: 47° 19′ N, 16° 16′ O
Höhe: 409 m ü. A.
Einwohner: 1.980 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 47 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7461
Gemeindekennziffer: 1 09 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stadtgemeinde Stadtschlaining
7461 Stadtschlaining
Website: www.stadtschlaining.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Szelinger (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(21 Mitglieder)
15
6
15  6 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Stadtschlaining im Bezirk Oberwart
Bad TatzmannsdorfBadersdorfBernsteinDeutsch Schützen-EisenbergGrafenschachenGroßpetersdorfHannersdorfJabingKemetenKohfidischLitzelsdorfLoipersdorf-KitzladenMariasdorfMarkt AllhauMarkt NeuhodisMischendorfNeustift an der LafnitzOberdorf im BurgenlandOberschützenOberwartPinkafeldRechnitzRiedlingsdorfRotenturm an der PinkaSchachendorfSchandorfStadtschlainingUnterkohlstättenUnterwartWeiden bei RechnitzWiesfleckWolfauBurgenland Lage der Gemeinde Stadtschlaining im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Blick auf Stadtschlaining von der Burg Schlaining
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stadtschlaining ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname ist Városszalónak (ungarisch város = Stadt).

Geografie

Die Stadt liegt im Südburgenland am westlichen Abfall des Günser Gebirges.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altschlaining, Drumling, Goberling, Neumarkt im Tauchental und Stadtschlaining.

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname Ortsname in Romani
Altschlaining Ószalónak Stari Solunak -
Drumling Drumoly - -
Goberling Góborfalva (alt Kapornok) - Goblina
Neumarkt im Tauchental Kethely, Felsökethely Ketelj -
Stadtschlaining Városszalónak Solunak -

Nachbargemeinden

Mariasdorf Bernstein, Unterkohlstätten Unterkohlstätten
Bad Tatzmannsdorf, Oberwart Weiden bei Rechnitz
Unterwart Rotenturm an der Pinka Großpetersdorf

Geschichte

Die im 12./13. Jahrhundert erbaute Burg Schlaining lag an einer strategisch wichtigen nord-südlich verlaufenden Mautstraße. Sie wurde im Jahre 1441 von Kaiser Friedrich III. an den Söldnerführer Andreas Baumkircher verpfändet, der sie 1461 samt der Herrschaft in seinen Besitz übernahm, zu einer starken Festungsanlage ausgebaut und Stadtschlaining als bürgerliche Siedlung gegründet. Nach einer Fehde mit Kaiser Friedrich III. wurde Baumkircher 1471 hingerichtet. Nach dem Aussterben der Baumkirchers fiel sie ab 1544 der ungarischen Magnatenfamilie Batthyány zu. Bei der zweiten Türkenbelagerung von 1683 schloss sich Christoph Batthány den Belagerern an. Dies brachte den Batthánys nach der türkischen Niederlage einen ungeheuren Machtverlust ein. Die Burg Schlaining verlor somit an Bedeutung. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam es zur Ansiedlung von Juden in Schlaining, welche unter dem besonderen Schutz der Batthánys standen. 1922 verließ der letzte Rabbiner Schlaining und übersiedelte in die Filialgemeinde Oberwart.[2] An diese Gemeinde erinnern heute noch die als Bibliothek genutzte Synagoge und zwei jüdische Friedhöfe.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Városszalóna verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Stadtgemeinde ist Stadtschlaining seit 1991 (durch VO 80).

1988 bis 2014 befand sich die European Peace University in der Stadt. Sie war 1995 Mitveranstalterin der internationalen Konferenz „Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung“, deren Ergebnis die Deklaration von Schlaining war.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2017
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
66,94
(+8,54)
29,91
(-1,19)
3,15
(n. k.)
     

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 21 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[4] 2012[5] 2007[6] 2002[7] 1997[7]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
SPÖ 913 66,94 15 845 58,40 13 658 45,01 9 631 44,06 10 557 41,02 9
ÖVP 408 29,91 6 450 31,10 6 668 45,69 10 747 52,16 11 706 51,99 11
FPÖ 43 3,15 0 nicht kandidiert nicht kandidiert 54 3,77 0 95 7,00 1
BLSA1 nicht kandidiert 152 10,50 2 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 136 9,30 2 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1743 1833 1849 1778 1737
Wahlbeteiligung 84,22 % 85,22 % 86,48 % 88,36 % 89,81 %
A1 Bürgerliste Stadtschlaining

Stadtrat

Neben Bürgermeister Markus Szelinger (SPÖ) und Vizebürgermeister Hans Walter Bieler (SPÖ) gehören weiters Manuela Eberwein (SPÖ), Christian Osztovits (ÖVP), Gerald Rohr (ÖVP), Jürgen Trattner (SPÖ) und Waltraud Weschitz (SPÖ) dem Stadtrat an.[8]

Manuela Eberwein (SPÖ) wurde zudem zur Umweltgemeinderätin gewählt.[9]

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit der Bürgermeisterdirektwahl am 7. Oktober 2012 Markus Szelinger (SPÖ). Bei den Gemeinderatswahlen 2012 verlor die ÖVP vier Mandate und fiel auf sechs zurück, ie SPÖ stieg von neun auf dreizehn Mandate. Die ÖVP-Kandidatin Evelin David, die die Nachfolge von Herbert Dienstl, der seit 2007 der Stadtgemeinde vorstand, antreten sollte, kam auf 27,11 %, während der ebenfalls neu angetretene Szelinger im ersten Wahlgang mit 64,11 % gewann, der dritte Bewerber war Wagner (BLS), der über 8,78 % nicht hinauskam.[5] Bei der Wahl am 1. Oktober 2017 wurde Szelinger mit 74,08 % als Bürgermeister bestätigt. Gerald Rohr (ÖVP) kam auf 23,98 % und Gerhard Pichelbauer (FPÖ) auf 1,94 %.[4]

Aufgrund des großen Vorsprungs der SPÖ durfte sie diesmal auch den Vizebürgermeister stellen, zu dem vom Gemeinderat Hans Walter Bieler gewählt wurde.[10]

Leiter des Stadtamts ist Johann Pleyer.[11]

Liste der Bürgermeister

  • 1992–2006 Alfred Rohr (ÖVP)
  • 2007–2012 Herbert Dienstl (ÖVP)
  • seit 2012 Markus Szelinger (SPÖ)

Bildung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Burg Schlaining Mitte des 19. Jahrhunderts

Persönlichkeiten

  Commons: Stadtschlaining  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Jüdische Gemeinde Schlaining, Webseite regiowiki.at, abgerufen am 11. März 2015
  3. Deklaration von Schlaining: Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung (PDF), 1995, Abschnitt II: „Zur Obsoletheit des Begriffes der ‚Rasse‘“.
  4. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Stadtschlaining 2017 (abgerufen am 16. Jänner 2018)
  5. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Stadtschlaining 2012 (abgerufen am 16. Jänner 2018)
  6. Land Burgenland: Wahlergebnis Stadtschlaining 2007 (abgerufen am 16. Jänner 2018)
  7. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Stadtschlaining 2002 (abgerufen am 16. Jänner 2018)
  8. Stadtgemeinde Stadtschlaining: Stadtrat (abgerufen am 17. Jänner 2018)
  9. Stadtgemeinde Stadtschlaining: Umweltgemeinderat (abgerufen am 17. Jänner 2018)
  10. Stadtgemeinde Stadtschlaining: Bieler Hans Walter (Vizebürgermeister) (abgerufen am 17. Jänner 2018)
  11. Stadtgemeinde Stadtschlaining: Amtsleitung (abgerufen am 17. Jänner 2018)