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vom 04.06.2017, aktuelle Version,

Stadtschlaining

Stadtschlaining
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stadtschlaining
Stadtschlaining (Österreich)
Stadtschlaining
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Fläche: 42,04 km²
Koordinaten: 47° 19′ N, 16° 16′ O
Höhe: 409 m ü. A.
Einwohner: 1.988 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 47 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7461
Gemeindekennziffer: 1 09 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stadtgemeinde Stadtschlaining
7461 Stadtschlaining
Website: www.stadtschlaining.co.at
Politik
Bürgermeister: Markus Szelinger (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
13
6
2
13  6  2 

Von 21 Sitzen entfallen auf:

Lage der Stadt Stadtschlaining im Bezirk Oberwart
Bad Tatzmannsdorf Badersdorf Bernstein Deutsch Schützen-Eisenberg Grafenschachen Großpetersdorf Hannersdorf Jabing Kemeten Kohfidisch Litzelsdorf Loipersdorf-Kitzladen Mariasdorf Markt Allhau Markt Neuhodis Mischendorf Neustift an der Lafnitz Oberdorf im Burgenland Oberschützen Oberwart Pinkafeld Rechnitz Riedlingsdorf Rotenturm an der Pinka Schachendorf Schandorf Stadtschlaining Unterkohlstätten Unterwart Weiden bei Rechnitz Wiesfleck Wolfau Burgenland Lage der Gemeinde Stadtschlaining im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Blick auf Stadtschlaining von der Burg Schlaining
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stadtschlaining ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in (Österreich). Der ungarische Ortsname ist Városszalónak (ung. város = Stadt).

Geografie

Die Stadt liegt im Südburgenland am westlichen Abfall des Günser Gebirges.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altschlaining, Drumling, Goberling, Neumarkt im Tauchental und Stadtschlaining.

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname Ortsname in Romani
Altschlaining Ószalónak Stari Solunak -
Drumling Drumoly - -
Goberling Góborfalva (alt Kapornok) - Goblina
Neumarkt im Tauchental Kethely, Felsökethely Ketelj -
Stadtschlaining Városszalónak Solunak -

Nachbargemeinden

Mariasdorf Bernstein, Unterkohlstätten Unterkohlstätten
Bad Tatzmannsdorf, Oberwart Weiden bei Rechnitz
Unterwart Rotenturm an der Pinka Großpetersdorf

Geschichte

Die im 12./13. Jahrhundert erbaute Burg Schlaining lag an einer strategisch wichtigen nord-südlich verlaufenden Mautstrasse. Sie wird im Jahre 1441 von Kaiser Friedrich III. an den Söldnerführer Andreas Baumkircher verpfändet, der sie 1461 samt der Herrschaft in seinen Besitz übernimmt, zu einer starken Festungsanlage ausbaut und Stadtschlaining als bürgerliche Siedlung gründet. Nach einer Fehde mit Kaiser Friedrich III. wird Baumkircher 1471 hingerichtet. Nach dem Aussterben der Baumkirchers fällt sie ab 1544 der ungarischen Magnatenfamilie Batthyány zu. Bei der zweiten Türkenbelagerung von 1683 schloss sich Christoph Batthány den Belagerern an. Dies brachte den Batthánys nach der türkischen Niederlage einen ungeheuren Machtverlust ein. Die Burg Schlaining verlor somit an Bedeutung. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam es zur Ansiedlung von Juden in Schlaining, welche unter dem besonderen Schutz der Batthánys standen.[2] An diese Gemeinde erinnern heute noch die als Bibliothek genutzte Synagoge und zwei jüdische Friedhöfe.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Városszalóna verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Stadtgemeinde ist Stadtschlaining seit 1991 (durch VO 80).

1988 bis 2014 befand sich die European Peace University in der Stadt. Sie war 1995 Mitveranstalterin der internationalen Konferenz „Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung“, deren Ergebnis die Deklaration von Schlaining war.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
31,10  %
(-14,59 %p)
58,40  %
(+13,39 %p)
n.  k.
(-9,3 %p)
10,50  %
(n. k.)
FBL
BLS
2007



2012



Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1992–2006 Alfred Rohr (ÖVP)
  • 2007–2012 Herbert Dienstl (ÖVP)
  • seit 2012 Markus Szelinger (SPÖ)

Bildung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Burg Schlaining Mitte des 19. Jahrhunderts

Persönlichkeiten

  Commons: Stadtschlaining  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Jüdische Gemeinde Schlaining, Webseite regiowiki.at, abgerufen am 11. März 2015
  3. Deklaration von Schlaining: Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung (PDF), 1995, Abschnitt II: „Zur Obsoletheit des Begriffes der ‚Rasse‘“.