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vom 08.06.2017, aktuelle Version,

Deutsch Schützen-Eisenberg

Deutsch Schützen-Eisenberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Deutsch Schützen-Eisenberg
Deutsch Schützen-Eisenberg (Österreich)
Deutsch Schützen-Eisenberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Hauptort: Deutsch Schützen
Fläche: 28,42 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 16° 26′ O
Höhe: 227 m ü. A.
Einwohner: 1.126 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 7474
Vorwahl: 03365
Gemeindekennziffer: 1 09 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstraße 24
7474 Deutsch Schützen
Website: www.eisenberg.at
Politik
Bürgermeister: Franz Wachter (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
14
3
2
14  3  2 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg im Bezirk Oberwart
Bad Tatzmannsdorf Badersdorf Bernstein Deutsch Schützen-Eisenberg Grafenschachen Großpetersdorf Hannersdorf Jabing Kemeten Kohfidisch Litzelsdorf Loipersdorf-Kitzladen Mariasdorf Markt Allhau Markt Neuhodis Mischendorf Neustift an der Lafnitz Oberdorf im Burgenland Oberschützen Oberwart Pinkafeld Rechnitz Riedlingsdorf Rotenturm an der Pinka Schachendorf Schandorf Stadtschlaining Unterkohlstätten Unterwart Weiden bei Rechnitz Wiesfleck Wolfau Burgenland Lage der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Deutsch Schützen-Eisenberg (kroatisch Livio-Čjeka, ungarisch Németlövő-Csejke) ist eine Gemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung

Ortschaften der Gemeinde sind (in Klammern Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname
Deutsch Schützen Németlövő Livio / Nimške Šice
Edlitz im Burgenland Abdalóc Hobdelci
Eisenberg an der Pinka Csejke Čjeka
Höll Pokolfalu Paklišće
Sankt Kathrein im Burgenland Pósaszentkatalin Katalena

Geschichte

Auf dem Gebiet von Deutsch-Schützen gründeten die Zisterzienser im 13. Jahrhundert das Kloster Pernau, dessen letzte Reste 1799 abgebrochen wurden. Ursprünglich lag hier die Siedlung Perwolff, die 1274 zerstört worden sein soll. Der Name Perwolff geht auf die karolingische Zeit zurück. Vertriebene Bogenschützen des ungarischen Gyepűsystems siedelten sich wahrscheinlich an einer anderen Stelle des Hotters an, dem heutigen Deutsch-Schützen. Dieser Ort wurde 1289 erstmals als zu den Schuzen urkundlich erwähnt. Obgleich er zum Marktplatz aufstieg, besaß er keine eigene Kirche, da diese an ihrer ursprünglichen Stelle in Perwolff bestehen blieb. 1221 umfasste Perwolff auch den Hotter von Schauka, das erst im 20. Jahrhundert in Eisenberg umbenannt worden war.[2] Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland als Deutsch-Westungarn bis 1920/21 zum Königreich Ungarn. Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Németlövö-Csejke verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Seit 1921 gehört Deutsch-Schützen zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Am 29. März 1945 erschossen Mitglieder der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ und der Feldgendarmerie 57[3] vornehmlich aus Ungarn stammende jüdische Zwangsarbeiter.[4] Dieses Endphaseverbrechen wird als „Massaker von Deutsch Schützen“ bezeichnet. Eine Gedenktafel an der St. Martins-Kirche und ein Gedenkstein erinnern heute in Deutsch-Schützen an diese Tat.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Deutsch Schützen

Persönlichkeiten

Literatur

  • Günter Unger (Hrsg.): 750 Jahre Deutsch-Schützen – Eisenberg: 1221–1971. Eine Festschrift. Horvath, Eisenstadt 1971.
  Commons: Deutsch Schützen-Eisenberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Lechner, Karl (Hg.): Handbuch der historischen Stätten Österreich, Bd. 1: Donauländer und Burgenland. Stuttgart 1970, S. 718.
  3. http://www.kreuzstadl.net/downloads/erinnerungszeichen_d_schuetzen.pdf
  4. Eva Holpfer: Das Massaker an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern zu Kriegsende in Deutsch-Schützen (Burgenland) und seine gerichtliche Ahndung durch die österreichische Volksgerichtsbarkeit. In: Holocaust Hefte Nr. 12/1999, hrsg. von der Ungarischen Auschwitz Stiftung, Holocaust Dokumentationszentrum, Budapest, S. 43–70.
  5. http://www.eisenberg.at/de/start/chronik.html, zuletzt abgerufen am 4. November 2009