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vom 13.11.2017, aktuelle Version,

Stegersbach

Stegersbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stegersbach
Stegersbach (Österreich)
Stegersbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 17,76 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 16° 10′ O
Höhe: 262 m ü. A.
Einwohner: 2.619 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 147 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7551
Vorwahl: 03326
Gemeindekennziffer: 1 04 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 7
7551 Stegersbach
Website: gemeinde.stegersbach.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Peter Krammer (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(23 Mitglieder)
14
8
1
14  8  1 
Insgesamt 23 Sitze

Lage der Marktgemeinde Stegersbach im Bezirk Güssing
BildeinBocksdorfBurgauberg-NeudaubergEberauGerersdorf-SulzGroßmürbischGüssingGüttenbachHackerbergHeiligenbrunnHeugrabenInzenhofKleinmürbischKukmirnMoschendorfNeuberg im BurgenlandNeustift bei GüssingOlbendorfOllersdorf im BurgenlandRauchwartRohr im BurgenlandSankt Michael im BurgenlandStegersbachStinatzStremTobajTschanigrabenWörterbergBurgenland Lage der Gemeinde Stegersbach im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stegersbach ist eine Marktgemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Szentelek, der kroatische Santalek, der Romani-Ortsname Schtega.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland im Stremtal. Stegersbach ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Szentelek verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Stegersbach seit 1583 (durch Rudolf II. 1391, 1583 erneut verliehen).

Wie in vielen anderen Orten des Burgenlandes wurden auch in Stegersbach im 16. Jahrhundert kroatische Kolonisten angesiedelt (Kroatisch-Stegersbach), wobei sich die Anteile der Deutschen und der Kroaten – ähnlich wie in den Orten Antau (Otava), Kittsee (Gijeca) und Sigleß (Cikleš) – in der Vergangenheit stets in der Waage hielten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts nimmt der Anteil der Kroaten allerdings stetig ab, sodass heute nur mehr – wenn überhaupt – ganz wenige Einwohner zur Volksgruppe der Burgenlandkroaten gezählt werden können (Anteil der Kroaten an der Gesamtbevölkerung – 1880: 37 %, 1910: 30,2 %, 1934: 11 %, 1971: 1,7 %, 2001: 0,8 %). Stegersbach hatte bis zu den Deportationen im Zweiten Weltkrieg auch einen Roma-Bevölkerungsanteil von rund 15 %.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1937 bis 1938 Johann Wagner jun.
  • 1945 bis 1946 Felix Wagner
  • 1946 bis 1947 Franz Siderits
  • 1947 bis 1957 und 1962 bis1963 Johann Kapesky
  • 1957 bis 1958 Johann Murlasits
  • 1958 bis 1962 Hubert Wukovits
  • 1963 bis 1983 Alexander Pratl
  • 1983 bis 1997 Walter Fabics (SPÖ)
  • seit 1997 Heinz Peter Krammer (SPÖ)

Gemeindepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Alte Pfarrkirche Stegersbach
Neue Pfarrkirche Stegersbach
Ehem. Kastell Batthyany

Wirtschaft

Seit 2004 hat die neue Therme Stegersbach mit Gesundheits- und Beautyangeboten sowie einer Saunalandschaft geöffnet. Nach einer Erweiterung der Therme wurde diese 2008 von Karl J. Reiter erworben und firmiert heute als Reiters Familientherme Stegersbach. Zahlreiche Geschäfte im Ortskern beleben die Tourismusgemeinde.

Bildung

Im Ort gibt es eine Handelsakademie mit einer Zusatzausbildung Golf.

Sport und Freizeit

  • Sportstadion: erbaut 2006, Heimatstadion des Fußballvereins SV Stegersbach und des Inlineskater-Hockeyvereins „Tigers“ Stegersbach
  • Allegria Familientherme Stegersbach:[1] 1998 gestaltet von Gottfried Kumpf (Kumpftherme), 2004 umgebaut, 2008 an den Tiroler Hotelier Karl Reiter verkauft[2], neuer Name „Allegria Familientherme Stegersbach by Reiters“
  • Reiters Golfschaukel Stegersbach-Lafnitztal: mit 50 Loch Golfanlage, größte Golfschaukel Österreichs
  • Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 war in Stegersbach die Nationalmannschaft von Österreich untergebracht.
  • Austragungsort der Inlineskater-Hockey-Europameisterschaft im Oktober 2008 und im September 2011

Persönlichkeiten

Literatur

  • Stefan Geosits (Hg.): Die burgenländischen Kroaten im Wandel der Zeit. Edition Tusch, Wien 1986, ISBN 3-85063-160-5.
  • Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten in Österreich, Ungarn, Mähren und der Slowakei. BoD. 2008. ISBN 978-3-8370-4278-8.
  Commons: Stegersbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Therme Stegersbach – Allegria Familientherme – Burgenland. Abgerufen am 10. März 2017.
  2. http://burgenland.orf.at/stories/261720