Tiers
Tiers | |
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(ital.: Tires) | |
Wappen
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Karte
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Staat: | Italien |
Region: | Trentino-Südtirol |
Provinz: | Bozen – Südtirol |
Bezirksgemeinschaft: | Salten-Schlern |
Einwohner: (VZ 2011/31.12.2016) |
969/981 |
Sprachgruppen: (laut Volkszählung 2011) |
98,15 % deutsch 1,20 % italienisch 0,65 % ladinisch |
Koordinaten | 46° 28′ N, 11° 31′ O |
Meereshöhe: | 700–3002 m s.l.m. (Zentrum: 1028 m s.l.m.) |
Fläche: | 42,1 km² |
Dauersiedlungsraum: | 3,8 km² |
Fraktionen: | Tiers (St. Georg), St. Zyprian, Breien (zum Teil bei Völs) |
Nachbargemeinden: | Campitello di Fassa (TN), Karneid, Kastelruth, Mazzin (TN), Pozza di Fassa (TN), Völs am Schlern, Welschnofen |
Partnerschaft mit: | - |
Postleitzahl: | 39050 |
Vorwahl: | 0471 |
ISTAT-Nummer: | 021100 |
Steuernummer: | 80009610215 |
Bürgermeister (2015): | Gernot Psenner (SVP) |
Tiers ([ˈtiɐs]; italienisch Tires) ist eine italienische Gemeinde mit 981 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in Südtirol in der Nähe von Bozen zu Füßen des Rosengartens.
Geographie
Die Gemeinde befindet sich im hinteren Abschnitt des Tierser Tals. Etwa die Hälfte des Gemeindegebietes befindet sich im Naturpark Schlern-Rosengarten. Die Hauptzufahrt nach Tiers führt seit Ende der 1980er-Jahre von dem Ort Blumau im Eisacktal über Völser Aicha. Darüber hinaus erreicht man Tiers über die alte, steigungsreiche und steinschlaggefährdete Straße durch die enge Mündungsschlucht des Tales sowie über den Karerpass und den Nigerpass. Das Dorf selbst befindet sich auf 1.028 m Meereshöhe auf der rechten Talseite. Zur Gemeinde Tiers gehören zudem die Ortsteile St. Zyprian und Weisslahnbad.
Erste Besiedelungsspuren stammen aus der Bronzezeit, erstmals namentlich erfasst wurde die Ortschaft 999 n. Chr.
Aufgrund der landschaftlichen Reize ist die Gemeinde als Urlaubsziel sehr attraktiv. Daher spielen sowohl Winter- als auch Sommer-Tourismus eine wichtige wirtschaftliche Rolle.
Auf Tierser Gemeindegebiet liegt der 1756 Meter hohe Taltbühel (auch Talt). Er ist der höchste Punkt auf der Hügelkette, die das Tierser Tal vom Eggental (Welschnofen) trennt und am Nigerpass mit dem Rosengartenmassiv verbunden ist.[1]
Politik
Bürgermeister seit 1952:[2]
- Johann Pattis: 1952–1960
- Karl Pattis: 1960–1964
- Josef Damian: 1964–1974
- Karl Villgrattner: 1974–1990
- Paul Psenner: 1990–2000
- Martin Schönauer: 2000–2005
- Karl Villgrattner: 2005–2015
- Gernot Psenner: 2015–
Sehenswertes
Neben den auf den Listen enthaltenen Bau- und Naturdenkmälern gibt es weitere Sehenswürdigkeiten. Der Thalerbühel (⊙) ist ein Brandopferplatz aus der mittleren Eisenzeit (ca. 6. bis 5. Jahrhundert v. u. Z.). Eine natürliche Erhebung wurde künstlich abgeflacht und in die annähernde Form eines überdimensionalen natürlichen Altars gebracht. An ihm vorbei führt der „Besinnungsweg“, der in 13 Stationen den Leidensweg Jesu Christi durch Metalltafeln, eingesetzt in Holzpfosten, darstellt.
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Walter Außerdorfer (* 1939), Rennrodler
Weblinks
- Website der Gemeinde Tiers
- Landschaftsplan der Gemeinde Tiers. Amt für Landschaftsökologie, Autonome Provinz Bozen – Südtirol (PDF-Datei)
- Eintrag im Tirol Atlas des Instituts für Geographie an der Universität Innsbruck
Einzelnachweise
- ↑ Topographische Wanderkarte TABACCO 1:25 000, Blatt 029: Schlern - Rosengarten. Latemar - Regglberg. Steinegg - Tiers - Eggental.
- ↑ Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159; abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).
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