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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Band 1: A – I
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421 Gewässer in Südkärnten/Južna Koroška lungen und erschien vierteljährlich. Sie veröffentlichte keine Quellen, um dem Archiv nicht in Konkurrenz zu stehen. Die Ziele des Vereins sind dieselben wie während der ersten hundert Jahre geblieben : die Pflege der Landes- geschichte – vom Mittelalter bis zur Neuzeit und zur Zeitgeschichte, sowie der Ur- und Frühgeschichte, Ar- chäologie, Kirchen-, Rechts-, Sozial- und Wirtschafts- geschichte, aber auch Kunstgeschichte, Numismatik u. a. Archive : Archiv des Geschichtsvereines für Kärnten, KLA. Lit.: ES (O. Janša-Zorn : Zgodovinsko društvo za Koroško). – H. Brau- müller : Zur Hundertjahrfeier des Geschichtsvereins für Kärnten. In : Car I 133 (1943) 18–35 ; A. Ogris (Hg.) : Festschrift zum 150-Jahr- Jubiläum des Geschichtsvereines für Kärnten. In : Car I 184 (1994) ; O. Janša-Zorn : Historično društvo za Kranjsko. Ljubljana 1996. Matija Zorn ; Üb.: Katja Sturm-Schnabl Gewässer in Südkärnten/Južna Koroška. Das Ge- wässersystem in Kärnten/Koroška umfasst ca. 8.000 km Fließgewässer und ca. 1.270 Seen. Diese sind weitge- hend verbunden mit der Entstehung des Klagenfurter Beckens/Celovška kotlina, einer tektonischen Depres- sion, deren Talgrund aus der ausbleibenden tektoni- schen Hebung der benachbarten Gebirgsregionen der Südlichen Kalkalpen/Južne apneniške Alpe und der Zentralalpen/Centralne Alpe hervorging. Dieses al- pine Becken sorgt für die Entwässerung eines weiten Umfelds und stellt somit ein weitläufiges Zusammen- flussgebiet dar. In der letzten Eiszeit wurde die Ober- fläche durch den Drautaler und den Gailtaler Gletscher (dravski -, ziljski ledenik) umgeformt, die das Becken bis Bleiburg/Pliberk und Griffen/Grebinj auffüllten und die im Relief eine Vielzahl von Senken und tek- tonisch ausgeschürften Talfurchen hinterließen, in denen sich nunmehr die großen Seen befinden (Wör- ther See/Vrbsko jezero, Ossiacher See/Osojsko jezero, Millstätter See (Milštatsko [Miljsko]) jezero, Weißen- see (Belo jezero), Längssee (Dolgo jezero), Faaker See/ Baško jezero, Klopeiner See/Klopinjsko jezero usw.), zahlreiche kleinere Moorseen und Teiche (Pressegger See/Preseško jezero [Pazrijsko jezero], Rauschelesee/ Rjavško jezero, Turnersee [Sablatniksee]/Zablaško je- zero [→  Deutschnationale Vereine], Keutschacher See/ Hodiško jezero) und Feuchtgebiete und Moore, die aus Verlandung kleinerer Seen entstanden sind (auch reichte der Wörther See/Vrbsko jezero bedeutend wei- ter in das →  Klagenfurter Feld/Celovško polje hinein, als es heute der Fall ist). Der bedeutendste Fluss Südkärntens ist die Drau/ Drava (dt. historisch auch Drave), die einer der mar- kantesten Flüsse des südlichen Teils der Ostalpen/Vz- hodne Alpe und gleichzeitig der Pannonischen Tief- ebene/Panonska kotlina ist. Dieser ca. 749 km lange Fluss hat seinen Ursprung in ca. 1.450 m Seehöhe in der Nähe von San Candido/→  Innichen in Südtirol in Italien und mündet bei Osijek in Kroatien in die Do- nau/Donava. Kärnten durchfließt die Drau/Drava auf einer Länge von 215  km. Die geologische Verbindung des Oberen Drautals (Zgornja Dravska dolina) mit dem Klagenfurter Becken/Celovška kotlina führte zur markanten West-Ost-Ausrichtung des Landes Kärn- ten/Koroška. Wegen der beträchtlichen Länge des Oberlaufs konnte das Klagenfurter Becken/Celovška kotlina für den Oberlauf keine zentralörtliche Funk- tion ausfüllen, sodass das Quellgebiet zusammen mit dem Flusslauf der Isel zu Tirol hin gravitierte. Das Einzugsgebiet der Drau/Drava mit ihren linken Zu- flüssen (Isel und Möll/Mela u. a.) reicht in die höchs- ten Bereiche der Zentralalpen (Centralne Alpe), d. h. in die Gletschergebiete der Hohen Tauern (Visoke Ture). Diese Zuflüsse haben einen wichtigen Einfluss auf die Schwankungen der Durchflussmenge zu den verschiedenen Jahreszeiten, die sich wesentlich von den Wasserhaushalten der anderen Kärntner Flüsse unterscheiden. Die höchste Durchflussmenge erreicht die Drau/Drava im späten Frühjahr und im Frühsom- mer mit der Schneeschmelze, sodass die großen und charakteristischen Schwankungen bereits in der ersten Hälfte des 20. Jh.s wirtschaftlich für die Stromgewin- nung genutzt wurden. Der zweitwichtigste Fluss in →  Südkärnten/Južna Koroška ist die Gail/Zilja, die trotz einer beträchtlichen Länge von 122  km ein ungewöhnlich schmales Fluss- system aufweist, und das sowohl im nördlichen als auch im südlichen Bereich. Etwas längere Zuflüsse sind die Gössering (Gosrinja. auch Višprijski potok – 20 km) auf der linken, nördlichen Seite sowie die Gailitz/Zil- jica auf der rechten, südlichen Seite. Obwohl beide Zu- flüsse relativ kurz sind, führen sie doch hohe Wasser- mengen, da ihre Quellen hoch in den Gailtaler Alpen/ Ziljske Alpe und in den Karnischen Alpen/Karnijske Alpe/Alpe Carniche liegen, wo die Niederschlags- menge über 2000 mm jährlich beträgt. Die höchsten Niederschlagsmengen werden im Herbst, insbesondere im Oktober, gemessen, so dass auch der Durchfluss der Gail/Zilja in dieser Periode am höchsten ist. Da ein Gutteil der Niederschläge mit Starkregen verbunden
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Band 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Untertitel
Von den Anfängen bis 1942
Band
1: A – I
Autoren
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Abmessungen
24.0 x 28.0 cm
Seiten
542
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Inhaltsverzeichnis

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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