Österreichische Eishockey-Liga 2008/09

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Meister: EC KAC
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Die Saison 2008/09 der Österreichischen Eishockeyliga begann am 19. September 2008. Wie im Vorjahr nahmen neben sieben österreichischen Mannschaften auch zwei Mannschaften aus Slowenien und eine aus Ungarn teil. Meister wurde zum 29. Mal der Vereinsgeschichte der EC KAC.

Inhaltsverzeichnis

Teilnehmende Mannschaften

Karte aller Vereins-Standorte der Saison 2008/09

(gereiht nach Vorjahrsplatzierung)

Modus

Nachdem der Modus der vergangenen Saison mit einer Zwischenrunde nicht auf besonders viel Gegenliebe stieß, wurde diese wieder gestrichen. Gespielt werden drei Runden (jeweils Hin und Rückspiel), jede Mannschaft kommt also auf 54 Spiele im Grunddurchgang, der am 15. Februar 2009 abgeschlossen wird. Die besten acht Mannschaften qualifizieren sich für die Playoffs, die jeweils als best-of-seven Serie ausgespielt werden. Die Finalserie wird am 22. März beginnen und spätestens am 5. April abgeschlossen sein.

Grunddurchgang

Die Saison begann mit dem vorgezogenen TV-Spiel der Vienna Capitals gegen den EC KAC und setzte sich mit den etwas überraschenden Siegen des Vorjahres-Letzten Alba Volán Székesfehérvár gegen den EHC Linz (auswärts), Salzburg (zu Hause) und HDD Ljubljana (auswärts) fort. Der HC Innsbruck startete erwartet stark in die Saison und setzte sich mit vier Siegen in Folge an die Tabellenspitze. Während der Vizemeister Laibach mit mehreren verpatzten Spielen in die Saison startete und nicht so recht zu seiner Form fand, startete der Lokalrivale HK Jesenice die Aufholjagd und stand ab der sechsten Spielrunde trotz eher schwacher Torhüterleistungen auf Platz eins der Tabelle. Die Mannschaft, die mit den wenigsten Legionären die neue Saison begonnen hatte, erzielte dank hervorragender Führungs- und guter Nachwuchsspieler 28 Tore in den ersten sechs Spielen.

Zum Ende der ersten Hinrunde hatte Laibach bereits den Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld verloren, während acht Mannschaften dicht gedrängt und in einigem Abstand hinter Tabellenführer Jesenice blieben. Etwas überraschend stand der EHC Linz zeitweise auf dem vorletzten Platz. Auch der EC VSV hatte zu Beginn Probleme, wenngleich die Schwierigkeiten aufgrund des niedrigen Budgets und der wenig bekannten Namen bei den Legionären vorhersehbar gewesen waren. Die Villacher blieben in der Folgezeit auch vom Verletzungspech nicht verschont, konnten aber dank eines guten Teamgeistes und oft herausragender Leistungen der jungen Nachwuchsspieler den Anschluss in der Tabelle wahren und sich auch langsam in die vordere Tabellenhälfte vorarbeiten.

In Runde 21 kam es am 16. November 2008 dann zu einem Skandalspiel, als der EC Red Bull Salzburg zu Gast beim ungarischen EBEL-Teilnehmer war (und die Partie 4:1 gewann). Nach mehreren provokanten Aktionen seitens des Publikums kam es bald auch auf dem Eis zu handfesten Szenen. Schon während des Spiels wurden von den Schiedsrichtern 252 Strafminuten an die Spieler vergeben (darunter auch Spieldauerstrafen gegen Ryan Bonni, Szabolcs Fodor und Derek Couture von Alba Volán und Matthias Trattnig von Salzburg). Der Strafsenat verhängte einige Tage nach dem Spiel noch weitere Strafen, wobei es Alba Volán jedoch besonders hart traf. Die folgende Reduzierung der für die Mannschaftsaufstellung verfügbaren Punkte ließ ein Spiel mit vier Linien nicht mehr zu, und Ted Sator musste bei einigen der folgenden Begegnungen mit einem Rumpfteam antreten. In der Folge fiel Alba in der Tabelle langsam zurück und übernahm nach Runde 34 schließlich die rote Laterne von den Laibachern. Diese konnten inzwischen zwar einige Siege feiern, aber die Schlüsselspiele gegen die Tabellenführenden gingen weiterhin verloren.

Auch der HC Innsbruck hatte in der Zwischenzeit Schwierigkeiten. Die vor der Saison vielgelobten Imports hielten nicht, was sie versprachen, und aufgrund mangelnden Teamgeistes rutschte die Mannschaft zeitweise bis auf den achten Rang zurück, musste sogar um die Teilnahme an den Playoffs zittern. Ähnlich erging es den Graz 99ers, die zwar wesentlich erfolgreicher agierten als in den letzten Jahren, die es aber trotzdem nicht in die vordere Tabellenhälfte schafften. Die Grazer hatten im Gegensatz zu anderen EBEL-Mannschaften zwar eine gute Verteidigung aufzuweisen, aber die Stürmer, allen voran der vor der Saison als Heilsbringer angepriesene Troy Riddle, ließen vor dem gegnerischen Tor zu viele Chancen aus. So kam es, dass die Grazer im Grunddurchgang nur etwa 2,27 Tore pro Spiel erzielen konnten.

Inzwischen hatten die Vienna Capitals Jesenice, das nun mit einem ernsten Problem in der Verteidigung zu kämpfen hatte, an der Tabellenspitze abgelöst. Trotzdem Capitals-Trainer Kevin Gaudet meist mit nur drei Linien spielen ließ, entpuppten sich die alternden Stürmerstars, allen voran Patrick Lebeau, Benoit Gratton und Juha Riihijärvi in jedem Spiel als Torgaranten und sicherten den „Caps“ hohe Siege. Dennoch wurden die Wiener mit Runde 34 vom EC KAC an der Tabellenspitze abgelöst. Die Kärntner gaben die Tabellenführung danach bis zum Ende des Grunddurchganges nicht mehr her, wenngleich die Führung vier Runden vor Schluss noch auf des Messers Schneide stand: der EC KAC siegte aber etwas überraschend auswärts in Wien mit 5:4 und sicherte sich so das Heimrecht in allen Playoff-Serien.

Frühzeitig entschieden und damit beendet war die Saison für Alba Volán und Olimpija Ljubljana. Während die Ungarn sich vom Kräfteverschleiß durch die lang andauernden Sperren nicht mehr erholen konnten und einen zu großen Abstand zu Rang acht hatten, beendete Laibach die Saison mit ähnlich durchwachsenen Leistungen, wie sie die Mannschaft zu Beginn gezeigt hatte. Auf den Rängen sechs bis acht landeten punktegleich der HK Jesenice, der HC Innsbruck und die Graz 99ers.

Tabelle nach dem Grunddurchgang

Platz Team Spiele Siege Niederlagen (nach Verl.) Tordifferenz Punkte
1. EC KAC 54 38 16 (4) 204:141 80
2. Vienna Capitals 54 33 21 (7) 203:162 73
3. EC Red Bulls Salzburg 54 32 22 (4) 200:157 68
4. EC VSV 54 31 23 (5) 183:153 67
5. EHC Liwest Linz 54 30 24 (3) 166:144 63
6. HK Jesenice 54 24 30 (6) 179:197 54
7. Graz 99ers 54 24 30 (6) 124:154 54
8. HC Innsbruck 54 24 30 (6) 153:186 54
9. Alba Volán Székesfehérvár 54 17 37 (9) 129:178 43
10. HDD Olimpija Ljubljana 54 17 37 (7) 131:200 41

Statistiken

Topscorer
Rk Spieler Team GP G A Pts +/- PIM
1 Patrick Lebeau VIC 52 30 52 82 +7 54
2 Brad Purdie EHL 54 21 42 63 +3 82
3 Frank Banham OLJ 52 30 29 59 -17 100
4 Benoit Gratton VIC 40 20 38 58 +8 162
Thomas Koch RBS 52 20 38 58 +15 34
Justin Mapletoft VSV 52 20 38 58 +21 66
7 Andrew Schneider KAC 54 14 44 58 +6 66
8 Juha Riihijärvi VIC 47 28 29 57 +13 16
9 Marcel Rodman HKJ 53 21 36 57 +15 70
10 Dan Cavanaugh VSV 53 21 35 56 +10 85
11 David Rodman HKJ 54 26 29 55 +16 84
12 Dan Bjornlie VIC 46 13 42 55 +21 61
13 Conny Strömberg HKJ 53 17 37 54 +3 34
14 Rem Murray HCI 54 19 34 53 -2 50
15 Matthias Trattnig RBS 45 23 28 51 +9 111
Torhüter
Rk Spieler Team GKD GP MIP SOG SVS GA SVS% GAA SO W L OTL
1 Travis Scott KAC 15 14 840:20 446 417 29 93.50 2.07 1 11 2 1
2 René Swette KAC 54 21 1211:00 630 583 47 92.54 2.33 1 14 5 2
3 Bernhard Starkbaum VSV 54 18 844:42 504 466 38 92.46 2.70 2 6 6 1
4 Gert Prohaska VSV 52 41 2415:56 1398 1285 113 91.92 2.81 1 25 12 4
5 Dov Grumet-Morris G99 45 44 2589:20 1360 1246 114 91.62 2.64 5 22 17 2
6 Jean-Francois Labbe VIC 44 44 2645:06 1389 1272 117 91.58 2.65 5 26 12 6
7 Alex Westlund EHL 54 54 3250:49 1616 1476 140 91.34 2.58 4 30 21 3
8 Seamus Kotyk HCI 45 45 2562:15 1574 1437 137 91.30 3.21 1 22 17 5
9 Levente Szuper AVS 50 41 2459:51 1289 1168 121 90.61 2.95 2 15 19 7
10 Jordan Parise RBS 47 47 2842:10 1379 1244 135 90.21 2.85 5 27 17 3
11 Hannes Enzenhofer KAC 30 21 1218:52 591 533 58 90.19 2.86 0 13 5 1
12 Michael Morrison OLJ 24 24 1367:40 768 691 77 89.97 3.38 0 8 14 2
13 Gaber Glavic HKJ 24 21 1232:51 671 598 73 89.12 3.55 0 7 10 3
14 Ales Sila OLJ 37 22 1150:24 618 550 68 89.00 3.55 0 6 10 4
15 Andrej Hocevar HKJ 32 31 1835:27 922 815 107 88.39 3.50 2 17 12 2

Play-Offs

Play-Off-Baum

  Viertelfinale Halbfinale Finale
                           
  1 EC KAC 4  
8 HC Innsbruck 2  
  1 EC KAC 4  
  5 EHC Liwest Linz 0  
4 EC VSV 2
5 EHC Liwest Linz 4  
  1 EC KAC 4
  3 EC Red Bulls Salzburg 3
2 Vienna Capitals 4  
7 Graz 99ers 3  
2 Vienna Capitals 1
  3 EC Red Bulls Salzburg 4  
3 EC Red Bulls Salzburg 4
  6 HK Jesenice 1  

Einzelergebnisse Viertelfinale

Serie EC KAC : HC TWK Innsbruck

Die Serie begann mit einem zwar erwarteten aber überraschend hohen Sieg des EC KAC. War das erste Drittel noch mit 2:1 an die Gäste aus Innsbruck gegangen, brach die Verteidigungsleistung der Mannschaft aber im zweiten und dritten Spielabschnitt völlig ein und ermöglichte einen Kantersieg des EC KAC, zu dem auch die vielen Strafen der Innsbrucker Spieler ihr Übriges taten. Im zweiten Aufeinandertreffen agierte der HC Innsbruck wesentlich konzentrierter und stellte mit einem Doppelschlag in den ersten zwei Minuten die Weichen auf Sieg. Die Mannschaft brachte anschließend eine knappe 3:2-Führung noch zum Ausgleich in der Serie ins Ziel. Im dritten Spiel jedoch nahmen die Gäste wieder sehr viele Strafen, und der EC KAC konnte mit vier Powerplay-Treffern die Führung in der Serie wieder herstellen. Innsbruck glich jedoch abermals aus und ließ beim zweiten Heimspiel nur einen Gegentreffer zu. Mit einem 5:0-Sieg (und dem ersten Shutout von Travis Scott in den Playoffs holte sich der EC KAC aber dann den Matchpuck und zog mit einem hart umkämpften aber letztlich ungefährdeten Auswärtssieg schließlich in das Halbfinale ein.

EC KAC (1) - HC Innsbruck (8)
17. Februar EC KAC - HC Innsbruck 8:2
19. Februar HC Innsbruck - EC KAC 3:2
22. Februar EC KAC - HC Innsbruck 5:2
24. Februar HC Innsbruck - EC KAC 3:1
26. Februar EC KAC - HC Innsbruck 5:0
1. März HC Innsbruck - EC KAC 1:3
KAC gewinnt mit 4:2 Siegen.

Serie EV Vienna Capitals : EC Graz 99ers

Die Serie zwischen den beiden Mannschaften wurde unerwartet zur knappsten aller Viertelfinalbegegnungen. Nach die Capitals im ersten Spiel mit einem souveränen 6:0-Heimsieg scheinbar für klare Verhältnisse gesorgt hatten, glichen die Grazer mit einem knappen 2:1 im zweiten Spiel aus. Mit verantwortlich waren eine defensiv sehr konzentriert spielende Mannschaft und Dov Grumet-Morris im Tor, der nur bei einem Schuss von Mario Altmann machtlos war. Die Capitals legten jedoch mit einem ebenso knappen 3:2-Sieg in der Serie wieder vor und holten sich anschließend mit einem Auswärtssieg den ersten Matchpuck. Die 99ers, die in dieser Saison ihren ersten Sieg in den Playoffs seit Bestehen der Mannschaft erzielt hatten, wuchsen im folgenden Spiel in Wien über sich hinaus und stellten mit einer herausragenden Mannschaftsleistung und einer abermals sehr guten Verteidigung in Wien auf 2:3 in der Serie. Beim anschließenden Heimspiel, das wieder nur mit einem Tor Unterschied gewonnen wurde, glichen sie in der Serie sogar noch aus. Das alles entscheidende Spiel in Wien wurde dann aber wieder von den Capitals geprägt, die mit einem frühen Treffer nach nur 55 Sekunden in Führung gingen und in der Folgezeit konsequent ihre Chancen verwerteten.

Vienna Capitals (2) - Graz 99ers (7)
17. Februar Vienna Capitals - Graz 99ers 6:0
19. Februar Graz 99ers - Vienna Capitals 2:1
22. Februar Vienna Capitals - Graz 99ers 3:2
24. Februar Graz 99ers - Vienna Capitals 2:3
26. Februar Vienna Capitals - Graz 99ers 1:3
1. März Graz 99ers - Vienna Capitals 2:1
3. März Vienna Capitals - Graz 99ers 5:1
Wien gewinnt mit 4:3 Siegen.

EC Red Bull Salzburg : HK Acroni Jesenice

Salzburg startete als hoher Favorit in diese Serie gegen die zuletzt etwas schwächelnden Slowenen, denen jedoch der neue Torhüter Matthew Yeats neues Selbstvertrauen gegen hatte. Die Salzburger gerieten zweimal in Rückstand und konnten sich nur mit Mühe in die Verlängerung retten, wo Thomas Koch seine Mannschaft nach sechseinhalb Minuten mit einem Treffer erlöste. Dieses knappe Ergebnis motivierte die Mannschaft aus Jesenice jedoch zusätzlich, und mit einem klaren 6:2-Heimsieg glichen die Slowenen in der Serie aus. Matthew Yeats hatte sich bei diesem Spiel jedoch eine Verletzung zugezogen, sodass Andrej Hočevar im Tor wieder übernehmen musste. Von diesem Rückschlag verunsichert, schlitterte Jesenice in ein Debakel und verlor das dritte Spiel in Salzburg deutlich mit 1:9. Davon erholte sich die Mannschaft nicht mehr und verlor anschließend auch zu Hause mit 1:3. Beim abschließenden Spiel in Salzburg spielten die Gastgeber den Sieg ungefährdet nach Hause und zogen in das Halbfinale ein.

Red Bulls Salzburg (3) - HK Jesenice (6)
17. Februar Red Bulls Salzburg - HK Jesenice 3:2 n.V.
19. Februar HK Jesenice - Red Bulls Salzburg 6:2
22. Februar Red Bulls Salzburg - HK Jesenice 9:1
24. Februar HK Jesenice - Red Bulls Salzburg 1:3
26. Februar Red Bulls Salzburg - HK Jesenice 4:1
Salzburg gewinnt mit 4:1 Siegen.

EC VSV : EHC Linz

Die Serie begann mit einem etwas überraschenden Sieg der Linzer auf Villacher Eis. Vor allem die Stürmer des EC VSV schafften es nicht, vor dem hervorragend spielenden Linzer Schlussmann Alex Westlund für Gefahr zu sorgen, und so wechselte der Heimvorteil in der Serie in die Stahlstadt über. Das zweite Spiel begann für den EC VSV vielversprechend mit einem Tor von Roland Kaspitz, aber die Mannschaft war nicht in der Lage, nachzulegen und ließ erneut einen knappen Sieg der Linzer mit nur einem Tor Vorsprung zu. Erst im dritten Aufeinandertreffen fand der EC VSV in die Serie und siegte mit 5:2. Großen Anteil an diesem Sieg hatten vor allem die Villacher Nachwuchsspieler, die statt der schwächelnden Legionäre die Tore erzielten. Linz gewann jedoch im vierten Spiel abermals sehr knapp auf eigenem Eis, doch Villach konnte noch einmal zulegen und auf 3:2 stellen. Beim letzten Spiel der Serie wurde jedoch die mangelnde Offensivstärke der Villacher deutlich, als man ohne Torerfolg mit 0:2 die Serie verlor. Dennoch erspielte sich der Villacher Torhüter Gert Prohaska mit einer Fangquote von 94,59 % die besten statistischen Werte der Playoffs.

EC VSV (4) - EHC Liwest Linz (5)
17. Februar EC VSV - EHC Liwest Linz 1:2
19. Februar EHC Liwest Linz - EC VSV 2:1
22. Februar EC VSV - EHC Liwest Linz 5:2
24. Februar EHC Liwest Linz - EC VSV 3:2
26. Februar EC VSV - EHC Liwest Linz 2:1
1. März EHC Liwest Linz - EC VSV 2:0
Linz gewinnt mit 4:2 Siegen.

Einzelergebnisse Halbfinale

Serie EC KAC : EHC Liwest Linz

Von den Fans war eine sehr knappe Serie erwartet worden. Das erste Spiel bestätigte dies zunächst, da der EC KAC sich nur sehr knapp gegen die stark agierenden Linzer durchsetzen konnte. Vater des Sieges war Travis Scott, der in dieser Partie sein zweites Shutout in den Playoffs erzielte. In der zweiten Begegnung gingen die Linzer zunächst in Führung, danach erzielte der EC KAC jedoch drei Tore innerhalb von nur zehn Minuten und verwandelte den knappen Rückstand so in eine 3:1-Führung. Linz kämpfte aber weiter um den ersten Sieg und erzielte kurz nach Beginn des Schlussdrittels den Anschlusstreffer, aber der Ausgleich gelang nicht mehr. In der dritten Begegnung siegte der EC KAC souverän nach einem Doppelschlag im ersten Drittel und sicherte sich so den ersten Matchpuck. Die Linzer konnten danach nicht mehr zulegen. Trotz der Führung nach dem ersten Drittel stand es nach 40 Minuten 2:2, und im Schlussabschnitt entschied der EC KAC erneut mit einem Doppelschlag die Partie. Ein Empty Net-Goal knapp vor Schluss hatte nur noch statistischen Wert. Damit war der EC KAC ohne Niederlage im Halbfinale der erste Finalteilnehmer.

EC KAC (1) - EHC Liwest Linz (5)
5. März EC KAC - EHC Liwest Linz 2:0
8. März EHC Liwest Linz - EC KAC 2:4
10. März EC KAC - EHC Liwest Linz 5:1
12. März EHC Liwest Linz - EC KAC 3:5
KAC gewinnt die Serie mit 4:0.

Serie EV Vienna Capitals : EC Red Bull Salzburg

Schon das erste Spiel der Serie zwischen den Vienna Capitals und den Red Bulls Salzburg sorgte für viel Gesprächsstoff: nach verschiedenen ungeahndeten Fouls schickten sowohl die Wiener, als auch die Salzburger Videos von strittigen Szenen an den Verband. Der Strafsenat verhängte daraufhin folgende unbedingte Sperren: drei Spiele gegen Benoit Gratton (Wien) und Matthias Trattnig (Salzburg), zwei Spiele für Rafael Rotter (Wien) und ein Spiel für Mike Siklenka (Salzburg)[1]. Kurioserweise war Benoit Gratton nicht nur Täter sondern auch das Opfer beider Salzburger Fouls. Der knappe Sieg nach Verlängerung der Wiener gegen den Angstgegner aus Salzburg (in den drei Jahren zuvor konnte Wien insgesamt nur einen Sieg erzielen, diesen allerdings auch nicht auf dem Eis: in der Saison 2005/06 wurde den Salzburgern ein Sieg aberkannt, da sie einen nicht angemeldeten Spieler eingesetzt hatten) schien zunächst eine Wende zu bedeuten, aber Salzburg stellte zunächst mit einem Heimsieg auf 1:1 in der Serie. Es folgte eine schmerzliche Niederlage auf eigenem Eis, bei der die Capitals den Salzburgern in keiner Phase ebenbürtig schienen. Die folgende Begegnung in Salzburg verlief zwar sehr knapp, aber Goalie Jordan Parise sicherte den Gastgebern einen knappen Sieg. Die Wiener versuchten, noch einmal in die Serie zurückzufinden, aber die Salzburger drehten zunächst eine 2:0-Führung der Wiener in ein 2:3 um und erzielten in den viereinhalb Minuten vor Schluss nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich noch das 3:4. Ein Treffer in das leere Tor sicherte dem amtierenden Meister die neuerliche Finalteilnahme. Die Wiener schieden somit zum vierten Mal in Serie gegen Salzburg im Halbfinale aus.

Vienna Capitals (2) - Red Bulls Salzburg (3)
5. März Vienna Capitals - Red Bulls Salzburg 4:3 n.V.
8. März Red Bulls Salzburg - Vienna Capitals 4:2
10. März Vienna Capitals - Red Bulls Salzburg 1:4
12. März Red Bulls Salzburg - Vienna Capitals 2:1
15. März Vienna Capitals - Red Bulls Salzburg 3:5
Salzburg gewinnt die Serie mit 4:1.

Einzelergebnisse Finale

Im Finale trafen Rekordmeister KAC und Titelverteidiger Salzburg aufeinander. In Klagenfurt erhoffte man sich zum hundertjährigen Bestandsjubiläum den Titel, für Salzburg wäre es der dritte Titel in Serie gewesen. Die Serie verlief spannend: bereits im ersten Spiel hatte der EC KAC Schwierigkeiten mit dem amtierenden Meister, der knapp vor Ende noch den Ausgleich erzielte und erst in der Overtime dank eines Treffers von Mike Craig nach einer Minute bezwungen werden konnte. Das zweite Spiel in Salzburg geriet jedoch zum Debakel, als die Salzburger völlig ungefährdet einen 7:2-Sieg erzielen und in der Serie ausgleichen konnten. Diese Niederlage verunsicherte die Klagenfurter Mannschaft, die daraufhin auf eigenem Eis mit 3:6 verlor und so den Heimvorteil aus der Hand gab. Aber der EC KAC gab sich nicht geschlagen und fand zur disziplinierten Spielweise des Halbfinales zurück, konnte auch dank eines hervorragenden Travis Scott in Salzburg einen 4:1-Sieg erzielen und die Serie so wieder drehen. Im fünften Spiel der Serie avancierte abermals Scott zum Spieler des Abends und war maßgeblich an dem 3:0-Sieg beteiligt. Damit brauchte der EC KAC nur noch einen Sieg. Spiel Nummer sechs in Salzburg wurde anschließend zum Nervenkrimi: Andrew Schneider erzielte zu Beginn des Schlußdrittels in einem hart umkämpften Spiel die 2:1-Führung. Salzburg versuchte anschließend alles, um den Ausgleich zu erzielen, scheiterte aber immer wieder an Scott. 68 Sekunden vor Spielende, als Jordan Parise sein Tor bereits verlassen hatte, rettete jedoch Darryl Bootland die Salzburger in die Overtime, wo er die Salzburger mit einem weiteren Tor auch noch zum Ausgleich in der Serie schoß. Im letzten Spiel dauerte es dann bis in die 35. Minute, ehe der erste Treffer fiel. Andrew Schneider erzielte das 1:0 für den EC KAC. Zu Beginn des Schlußdrittels glich Salzburg jedoch aus, aber Christoph Harand erzielte postwendend das 2:1. Im Gegensatz zum sechsten Spiel hielt der Vorsprung diesmal bis zum Schluss, und der EC KAC sicherte sich somit den 29. Meistertitel der Vereinsgeschichte.

EC KAC (1) - Red Bulls Salzburg (3)
22. März EC KAC - Red Bulls Salzburg 5:4 n.V.
24. März Red Bulls Salzburg - EC KAC 7:2
26. März EC KAC - Red Bulls Salzburg 3:6
29. März Red Bulls Salzburg - EC KAC 1:4
31. März EC KAC - Red Bulls Salzburg 3:0
2. April Red Bulls Salzburg - EC KAC 3:2 n.V.
5. April EC KAC - Red Bulls Salzburg 2:1
Klagenfurt gewinnt die Serie mit 4:3.

Statistiken

Topscorer
Rk Spieler Team GP G A Pts +/- PIM
1 Andrew Schneider KAC 17 11 17 28 +7 6
2 Mike Craig KAC 16 8 12 20 +5 28
3 Thomas Koch RBS 16 8 11 19 +4 20
4 John Hughes RBS 17 4 11 15 +5 26
5 Jeff Tory KAC 17 3 12 15 +2 24
6 Manuel Latusa RBS 17 9 5 14 +6 22
7 Adrian Foster RBS 17 5 7 12 +5 34
8 Mario Scalzo RBS 15 4 8 12 +7 16
Daniel Welser RBS 15 4 8 12 +4 40
10 Gregor Hager KAC 16 7 4 11 +2 63
Torhüter
Rk Spieler Team GKD GP MIP SOG SVS GA SVS% GAA SO W L OTL
1 Gert Prohaska VSV 6 6 356:54 222 210 12 94.59 2.02 0 2 4 0
2 Travis Scott KAC 17 17 999:18 535 500 35 93.46 2.10 3 12 4 1
3 Matthew Yeats HKJ 2 2 126:26 76 71 5 93.42 2.37 0 1 0 1
4 Sebastien Charpentier G99 3 3 180:00 104 97 7 93.27 2.33 0 2 1 0
5 Jean-Francois Labbe VIC 11 11 658:26 341 316 25 92.67 2.28 1 5 6 0
6 Alex Westlund EHL 10 10 596:27 318 293 25 92.14 2.51 1 4 6 0
7 Jordan Parise RBS 17 17 1027:14 480 439 41 91.46 2.39 0 11 4 2
8 Dov Grumet-Morris G99 4 4 218:30 117 106 11 90.60 3.02 0 1 3 0
9 Seamus Kotyk HCI 6 6 344:57 216 195 21 90.28 3.65 0 2 4 0
10 Andrej Hocevar HKJ 3 3 158:09 98 85 13 86.73 4.93 0 0 3 0

Meisterschaftsendstand

  1. Logo des EC KAC EC KAC
  2. Logo des EC Red Bull Salzburg EC Red Bull Salzburg
  3. Logo der Vienna Capitals Vienna Capitals
  4. Logo des EHC Linz EHC Linz
  5. Logo der Graz 99ers EC Graz 99ers
  6. Logo des EC VSV EC VSV
  7. Logo des HK Jesenice HK Jesenice
  8. Logo des HC Innsbruck HC Innsbruck
  9. Logo von Alba Volán Székesfehérvár Alba Volán Székesfehérvár
  10. Logo des HDD Olimpija Ljubljana HDD Olimpija Ljubljana

Kader des österreichischen Meisters

Österreichischer Meister

Logo des EC KAC
EC KAC

Torhüter: KanadaKanada Travis Scott, René Swette, Hannes Enzenhofer

Verteidiger: Herbert Ratz, Johannes Kirisits, Johannes Reichel, KanadaKanada Kirk Furey, Martin Schumnig, KanadaKanada Jeff Tory, KanadaKanada Sean Brown, DeutschlandDeutschland Mike Pellegrims

Angreifer: Markus Pirmann, KanadaKanada Warren Norris, Paul Schellander, Gregor Hager, Silvio Jakobitsch, Stephan Geier, Manuel Geier, Thomas Hundertpfund, Christoph Brandner (C), KanadaKanada Jeff Shantz, David Schuller, KanadaKanada Andrew Schneider, Christoph Harand, Raphael Herburger, KanadaKanada Mike Craig

Zuschauer

In absoluten Zahlen war die Saison 2008/09 mit 907.740 Zuschauern bei 303 Spielen die bis dahin erfolgreichste der EBEL. Hauptursache dafür war jedoch in erster Linie die deutlich höhere Anzahl an Spielen. Die vielen Dienstag-Termine während des Grunddurchgangs ließen den Zuschauerschnitt pro Spiel im Gegensatz zur letzten Saison leicht sinken, wobei er mit 2.928 Personen pro Spiel erstmals seit der Saison 2003/04 unter der 3000er-Marke blieb.

Rang Team Zu Hause Auswärts Gesamt
Spiele Zuschauer Durchschnitt Spiele Zuschauer Durchschnitt Spiele Zuschauer Durchschnitt
1 EC KAC 36 155.608 4.322 35 107.725 3.078 71 263.333 3.709
2 EC VSV 30 113.800 3.793 30 86.807 2.894 60 200.607 3.343
3 EV Vienna Capitals 34 121.300 3.568 32 89.168 2.787 66 210.468 3.189
4 HDD Olimpija Ljubljana 27 77.900 2.885 27 78.550 2.909 54 156.450 2.897
5 EC Red Bull Salzburg 35 87.150 2.490 36 114.730 3.187 71 201.880 2.843
6 EHC Linz 32 82.677 2.584 32 95.570 2.987 64 178.247 2.785
7 HK Jesenice 29 75.600 2.607 30 88.480 2.949 59 164.080 2.781
8 Alba Volán Székesfehérvár 27 77.220 2.860 27 67.350 2.494 54 144.570 2.677
9 HC TWK Innsbruck 30 62.100 2.070 30 87.410 2.914 60 149.510 2.492
10 EC Graz 99ers 30 54.385 1.813 31 91.950 2.966 61 146.335 2.399

Der HC Innsbruck wechselt in die Nationalliga

Am 3. März gab der HC Innsbruck bekannt, ab der kommenden Saison in der Nationalliga zu spielen. Als Gründe wurde der zu niedrige Zuschauerschnitt und die zu hohen Kosten für die Bundesliga genannt. Es sollen künftig wieder vermehrt Tiroler Spieler in den Kader aufgenommen werden, nach einer Konsolidierungsphase wollen die Tiroler wieder in der höchsten Liga spielen[2].

Der Tod von Ron Kennedy

Mit Ron Kennedy hatte noch zum Ende der Saison 2007/08 ein international anerkannter Trainer den HC Innsbruck übernommen. Kennedys Gesundsheitszustand verschlechterte sich jedoch im Lauf der Saison rapide. Bereits im Dezember 2006 war ein Hirntumor diagnostiziert worden, der nach einer operativen Entfernung als vermutlich besiegt gegolten hatte. Zwei Jahre später, nur wenige Monate nach Saisonbeginn, wurden jedoch erneut Metastasen gefunden, und Kennedy musste sein Amt beim HC Innsbruck vorzeitig niederlegen. Mit Greg Holst wurde er durch einen langjährigen guten Freund ersetzt. Kennedy wurde einer erneuten Behandlung unterzogen, die Bemühungen der Ärzte waren jedoch vergeblich; am 9. Juli 2009 erlag der Kanadier seiner Krankheit.[3]

Weblinks

Quellen

  1. eishockey.at: Sperren gegen Capitals- und Salzburg-Sünder, abgerufen am 8. März 2009
  2. hcinnsbruck.at: Gang in die 2. Liga, abgerufen am 3. März 2009
  3. Kleine Zeitung: Good-bye Ron Kennedy