Österreichische Eishockey-Liga 2007/08

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Meister: EC Red Bull Salzburg
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Die Saison 2007/08 der Österreichischen Eishockeyliga begann am 20. September 2007. Neben sieben österreichischen Mannschaften und dem HK Jesenice aus Slowenien wurden zwei weitere Mannschaften aus dem benachbarten Ausland in die Liga aufgenommen: HDD Olimpija Ljubljana aus Slowenien und Alba Volán Székesfehérvár aus Ungarn. Somit spielten zehn Mannschaften um den Titel der Erste Bank Bundesliga.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Modus

Die Erste Bank Eishockeyliga ("Bundesliga") begann am 21. September 2007. Der Grunddurchgang bestand aus einer doppelten Hin- und Rückrunde (36 Spiele), danach folgte eine Zwischenrunde, in der die besten sechs Mannschaften des Grunddurchganges spielten. Die besten vier Mannschaften nahmen 4, 3, 2 bzw. 1 Bonuspunkte in diese Runde mit. Die verbleibenden vier Mannschaften spielten in einer Hoffnungsrunde um die verbleibenden zwei Playoff-Plätze, wobei die besten zwei Mannschaften 2 bzw. 1 Bonuspunkte bekamen. Zwischen- und Hoffnungsrunde werden in einer einfachen Hin- und Rückrunde ausgetragen.

Die anschließenden Viertelfinalserien wurden im Modus Best-of-five ausgetragen, Halbfinale und Finale als Best-of-seven.

Saisonverlauf

Die Überraschung im Play-Off war HDD Olimpija Ljubljana: nach dem 9. Platz im Grunddurchgang qualifizierte man sich erst über die Hoffnungsrunde für das Viertelfinale. Dort konnten sie den EC KAC (2. der Platzierungsrunde) klar mit 3:0 und die Black Wings Linz (3. der Platzierungsrunde) mit 4:2 aus dem Bewerb werfen. Durch die Finalteilnahme der Laibacher stand die Mannschaft der Red Bulls Salzburg schon vor Beginn der Finalserie als österreichischer Meister fest, in der Finalserie kürten sich die Salzburger auch zum Liga-Meister.

Teilnehmende Mannschaften

Karte aller Vereins-Standorte der Saison 2007/08

Legionärsregelung: Punktesystem

Ein Streitpunkt war die Regelung, wie viele Legionäre von den Mannschaften eingesetzt werden dürfen. Im Sinne der Gleichstellung von EU-Bürgern fordern einige Vereine, u.a. die Vienna Capitals, unbegrenzt EU-Ausländer einsetzen zu dürfen. Andererseits versuchte der Verband (ÖEHV) eine möglichst restriktive Regelung durchsetzen, um die heimischen Spieler zu fördern. Die Vereine hingegen kritisierten, dass österreichische Spieler aufgrund des relativ kleinen Spielermarktes viel höhere Gehälter verdienen, als vergleichbare Legionäre.

Der Kompromiss war die Einführung eines Punktesystems: jeder Spieler wurde aufgrund seiner Spielstärke auf einer Skala von 1 bis 4 Punkten bewertet, auch halbe Punkte (z.B. 2,5) sind möglich. Die Bewertung wird von den jeweils anderen Vereinen der Liga vorgenommen, wobei der höchste und der niedrigste Wert gestrichen werden und aus den verbleibenden werten der Mittelwert gebildet wird. Ausländische Spieler erhalten automatisch 4 Punkte, U-22 Spieler (ab Jahrgang 1986) erhalten automatisch 1 Punkt. Weiters gilt, dass U-23 Spieler maximal 1,5 Punkte und U-24 Spieler maximal 2 Punkte zugewiesen bekommen dürfen.

Insgesamt dürfen maximal 65 Punkte am 22-Mann-Spielbericht stehen, ist ein Spieler gesperrt erniedrigt sich die Punktezahl um den Wert des gesperrten Spielers. Weiters müssen zumindest fünf U-24 Spieler im Spielbericht angeführt sein.

Grunddurchgang

Zu Beginn des Grunddurchgangs lagen die Mannschaften noch sehr dicht beieinander. Nach zehn Runden lagen zwischen dem ersten und dem neunten Rang lediglich sechs Punkte. Als Nachzügler in der Tabelle folgten der EC KAC, der bedingt durch die Nicht-Verfügbarkeit der Messehalle aufgrund der Herbstmesse seine ersten Saisonspiele auswärts bestreiten musste und erst in der sechsten Runde seinen ersten Sieg feiern konnte, und Liganeuling Alba Volán Székesfehérvár. Letztere durchliefen eine ganze Reihe an Niederlagen und hatten zunächst große Probleme mit dem deutlich höheren Tempo in der österreichischen Liga. Erst in der sechzehnten Runde gelang der erste Erfolg gegen den EC VSV auf eigenem Eis. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen sie in der Tabelle jedoch schon weit zurück.

An der Spitze lieferten sich die Vienna Capitals und der HK Jesenice einen harten Kampf um Platz eins. Die Slowenen konnten mit zwölf Siegen in Folge eine beeindruckende Serie erspielen, zu der auch drei aufeinanderfolgende Spiele ohne Gegentreffer gehörten. Als erste Verfolger etablierte sich der EHC Linz, wo überraschend Jürgen Penker Patrick Machreich als ersten Torhüter abgelöst hatte.

Probleme hatte weiterhin der EC KAC, wo man bis Mitte November keine Konstanz finden konnte und immer wieder Spiele knapp verlorengeben musste. Auch war schon bald nach Saisonbeginn absehbar, dass Andrew Verner im Tor nicht mehr an seine früheren Leistungen anknüpfen konnte. Beim HC Innsbruck folgte nach einem guten Start im November ein Einbruch, den das Team Jahr für Jahr durchlebte. Auch der EC VSV musste einen durchwachsenen Saisonstart hinnehmen, fand jedoch zur Halbzeit des Grunddurchgangs zu seiner Form und konnte sich nach einem zwischenzeitlichen Verweilen auf Rang neun in der Tabelle langsam nach vor arbeiten. Ähnlich erging es dem EC Red Bull Salzburg, der jedoch bedingt durch die wesentlich bessere Kadertiefe größere Reserven zur Verfügung hatte. Alba Volán konnte zwar immer wieder ein Spiel gewinnen, die Mannschaft musste sich am Ende aber mit fünf Siegen in 36 Spielen zufriedengeben.

Gegen Ende des Grunddurchgangs arbeitete sich der EHC Linz schließlich langsam weiter in der Tabelle vor und landete schließlich punktegleich mit den Capitals auf Rang eins. Die Salzburger fanden ebenfalls zu ihrer Form und belegten Rang drei. Auch Jesenice, EC KAC und EC VSV konnten ihre Form noch steigern und hatten am Ende nur geringen Rückstand auf das Führungstrio. Dem gegenüber stand der HC Innsbruck, der durch eine lange Niederlagenserie im Lauf der letzten Spiele in der Tabelle nach hinten durchgereicht wurde und sich schließlich nicht mehr in den Top sechs halten konnte.

Während die Graz 99ers ebenfalls zu Ende der ohnehin durchwachsenen Saison schwächelten, holte jedoch der HDD Olimpija Ljubljana mit einer bedingt durch den Tabellenplatz fast unbemerkt gebliebenen Siegesserie auf und konnte, gestützt auf einen hervorragenden Alex Westlund im Tor, die Grazer schließlich überholen.

Tabelle nach dem Grunddurchgang

Platz Team Spiele Siege Niederlagen (nach Verl.) Tordifferenz Punkte
1. Black Wings Linz 36 22 14 (5) 111:91 49
2. Vienna Capitals 36 22 14 (5) 122:86 49
3. EC Red Bull Salzburg 36 20 16 (6) 121:108 46
4. HK Jesenice 36 21 15 (4) 100:94 46
5. EC KAC 36 21 15 (3) 119:102 45
6. EC VSV 36 18 18 (6) 109:109 42
7. HC Innsbruck 36 19 17 (3) 124:116 41
8. HDD Olimpija Ljubljana 36 17 19 (3) 108:107 37
9. EC Graz 99ers 36 15 21 (5) 99:132 35
10. Alba Volán Székesfehérvár 36 5 31 (4) 69:137 14

Statistiken

Topscorer
Rk Spieler Team GP G A Pts +/- PIM
1 Aaron Fox VIC 35 21 25 46 +15 32
2 Brad Purdie EHL 36 15 27 42 +11 46
3 Jean-Philippe Paré HCI 36 11 31 42 0 26
4 Greg Day G99 35 12 29 41 -5 18
5 Josh Green RBS 35 19 21 40 +7 64
6 Patrick Leahy EHL 36 17 21 38 +5 30
7 Craig Darby HCI 36 10 28 38 -2 26
8 Tomaž Vnuk OLJ 35 10 27 37 +11 28
9 Jeremy Rebek KAC 36 8 29 37 +14 66
10 Marcel Rodman VIC 33 12 24 36 +12 28
11 Pierre Dagenais HCI 35 20 15 35 -14 16
12 David Rodman VIC 36 16 19 35 +8 36
13 Roland Kaspitz VSV 36 11 24 35 +3 22
14 Thomas Koch RBS 36 8 27 35 +18 30
15 Robert Guillet G99 27 17 17 34 +3 18
Torhüter
Rk Spieler Team GP MIP SOG SVS GA SVS% GAA SO W L OTL
1 Alex Westlund OLJ 35 2197:48 1295 1200 95 92.66 2.71 1 17 14 3
2 Jürgen Penker EHL 29 2185:28 817 757 60 92.66 2.10 2 20 6 3
3 Sébastien Charpentier VIC 18 1094:33 592 548 44 92.57 2.41 2 12 4 2
4 Gert Prohaska VSV 30 1805:13 1040 961 79 92.40 2.63 0 16 8 5
5 Robert Kristan HKJ 30 1745:44 923 851 72 92.20 2.48 5 17 8 3
6 Mikko Strömberg HCI 21 1276:09 723 659 64 91.15 3.01 4 12 6 2
7 Seamus Kotyk HCI 16 924:30 535 486 49 90.84 3.18 0 7 8 1
8 Hannes Enzenhofer KAC 15 858:27 393 355 38 90.33 2.66 1 9 3 2
9 Andrew Verner KAC 22 1323:55 624 563 61 90.22 2.77 2 12 9 1
10 Claus Dalpiaz G99 27 1506:34 844 761 83 90.17 3.31 0 13 10 2
11 Reinhard Divis RBS 31 1843:51 836 753 83 90.07 2.70 3 18 9 4
12 Krisztián Budai AVS 31 1766:58 911 798 113 87.60 3.84 1 5 22 3
13 Bernhard Bock G99 11 625:49 351 305 46 86.89 4.41 0 1 6 3

Platzierungs- und Qualifikationsrunde

Die Platzierungsrunde wurde von den meisten Mannschaften zur Regeneration genutzt und auch von den Fans im Wesentlichen als "überflüssig" beurteilt. Hier bestach lediglich der EC KAC, der acht seiner zehn Spiele gewinnen konnte und damit die erfolgreichste Mannschaft darstellte (aufgrund der Bonuspunkte landete die Mannschaft jedoch auf dem zweiten Rang). Umgekehrt war der HK Jesenice gegen Ende des Grunddurchgangs in ein Tief geraten, das sich nunmehr fortsetzte. Nur zwei Spiele konnten gewonnen werden. Ähnlich erfolglos agierte der EC VSV. Die Ergebnisse waren jedoch, wie sich zeigen sollte, wenig aussagekräftig für die folgenden Playoffs.

In der Qualifikationsgruppe setzte der HDD Olimpija Ljubljana seinen Siegeslauf fort und verlor nur eines von sechs Spielen nach Verlängerung. Auch der HC Innsbruck stabilisierte sich und sicherte sich den zweiten Playoff-Platz. Weitgehend chancenlos waren die Graz 99ers und Alba Volán.

Tabelle nach der Platzierungsrunde

Platz Team Spiele Siege Niederlagen (nach Verl.) Tordifferenz Punkte (Bonus)
1. Vienna Capitals 10 7 3 (1) 40:23 18 (3)
2. EC KAC 10 8 2 (0) 45:30 16 (0)
3. Black Wings Linz 10 5 5 (0) 36:35 14 (4)
4. EC Red Bull Salzburg 10 5 5 (1) 37:33 13 (2)
5. EC VSV 10 3 7 (1) 29:43 7 (0)
6. HK Jesenice 10 2 8 (1) 24:47 6 (1)

Tabelle nach der Qualifikationsrunde

Platz Team Spiele Siege Niederlagen (nach Verl.) Tordifferenz Punkte (Bonus)
1. HDD Olimpija Ljubljana 6 5 1 (1) 25:10 12 (1)
2. HC Innsbruck 6 4 2 (0) 19:18 10 (2)
3. EC Graz 99ers 6 1 5 (2) 9:19 4 (0)
4. Alba Volán Székesfehérvár 6 2 4 (0) 9:15 4 (0)

Statistiken

Topscorer
Rk Spieler Team GP G A Pts +/- PIM
1 Aaron Fox VIC 10 10 10 20 -2 4
2 Donald MacLean RBS 10 12 6 18 +7 6
3 Warren Norris KAC 10 6 10 16 +8 41
4 Andrew Schneider KAC 8 5 11 16 +3 6
5 Mike Craig KAC 10 7 7 14 0 +14
6 Rob Shearer EHL 10 6 7 13 0 6
7 Jeff Tory KAC 10 4 9 13 +9 4
8 Marco Pewal RBS 10 2 10 12 +7 2
9 Conny Strömberg HKJ 10 8 3 11 0 8
10 Jeremy Rebek KAC 10 6 5 11 +7 8
Marc Tropper VIC 10 6 5 11 +5 16
12 Pascal Rheaume VIC 10 3 8 11 +3 4
13 David Rodman VIC 9 2 9 11 +4 6
14 Markus Peintner VSV 10 1 10 11 -3 6
Brad Purdie EHL 10 1 10 11 -4 22
Torhüter
Rk Spieler Team GP MIP SOG SVS GA SVS% GAA SO W L OTL
1 Alex Westlund EHL 6 365:00 183 173 10 94.54 1.64 1 5 0 1
2 Zoltán Hetényi AVS 5 304:14 172 162 10 94.19 1.97 0 2 3 0
3 Nathan Marsters G99 4 242:24 148 138 10 93.24 2.48 1 1 2 1
4 Sébastien Charpentier VIC 9 541:37 246 229 17 93.09 1.88 3 7 1 1
5 Mikko Strömberg HCI 2 125:00 70 65 5 92.86 2.40 0 2 0 0
6 Hannes Enzenhofer KAC 5 300:00 168 154 14 91.67 2.80 0 5 0 0
7 Seamus Kotyk HCI 4 244:43 129 118 11 91.47 2.70 0 2 2 0
8 Reinhard Divis RBS 6 357:54 162 147 15 90.74 2.52 0 4 2 0
9 Jürgen Penker EHL 10 603:17 350 316 34 90.29 3.38 1 5 5 0
10 Andrew Verner KAC 5 301:06 150 135 15 90.00 2.99 0 3 2 0
11 Gert Prohaska VSV 9 506:31 278 241 37 86.69 4.38 0 3 5 1
12 Daniel Henriksson RBS 4 239:51 113 97 16 85.84 4.00 0 1 2 1
13 Robert Kristan HKJ 9 478:59 250 211 39 84.40 4.89 0 1 6 1

Play-Offs

Play-Off-Baum

  Viertelfinale Halbfinale Finale
                           
  1 Vienna Capitals 3  
8 HC Innsbruck 0  
  1 Vienna Capitals 0  
  4 EC Red Bull Salzburg 4  
4 EC Red Bull Salzburg 3
5 EC VSV 2  
  4 EC Red Bull Salzburg 4
  7 HDD Olimpija Ljubljana 2
3 Black Wings Linz 3  
6 HK Jesenice 2  
3 Black Wings Linz 2
  7 HDD Olimpija Ljubljana 4  
2 EC KAC 0
  7 HDD Olimpija Ljubljana 3  

Einzelergebnisse Viertelfinale

Während sich in drei Begegnungen mit den Vienna Capitals, den Black Wings Linz und den Red Bulls Salzburg jeweils die favorisierten Teams durchsetzten, sorgte Olimpija für eine Überraschung und warf den KAC, der die Zwischenrunde klar dominiert hatte aus dem Bewerb ohne eine Niederlage hinzunehmen.

Die Serie der Capitals gegen den HC Innsbruck verlief sehr einseitig zugunsten der Capitals. Zwar benötigten die Capitals im ersten Spiel noch über zwanzig Minuten, um zum ersten Torerfolg zu kommen, aber die Innsbrucker hatten den konsequenten Angriffen der Wiener wenig entgegenzusetzen und konnten Torhüter Sébastien Charpentier kein einziges Mal überwinden. Im zweiten Spiel gingen die Innsbrucker zunächst in Führung, sie vermochten jedoch nicht den nötigen Druck aufzubauen und die Führung auszubauen, sodass die Wiener stattdessen rasch zum Ausgleich kamen und in der Folge das Spiel bis zum Endstand von 1:4 umdrehen konnten. Im dritten Spiel folgte ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste aus Innsbruck zu Beginn des Schludrittels sogar mit 3:2 in Front lagen. Die Capitals glichen jedoch knapp vor Schluss aus. Nach annähernd sieben Minuten in der Overtime erzielte Marcel Rodman den Siegestreffer und warf die Tiroler damit aus dem Bewerb.

Überraschend klar verlief auch die Serie des EC KAC gegen den HDD Olimpija Ljubljana. Die Klagenfurter, die die Zwischenrunde dominiert hatten, lagen im ersten Spiel bereits nach einer Minute und fünf Sekunden mit 0:1 zurück, was trotz einer Torschussbilanz von 19 zu 8 Schüssen zugunsten des EC KAC auch nach dem ersten Drittel bestehen blieb. Im zweiten Spielabschnitt baute Laibach den Vorsprung auf 2:0 aus, der EC KAC ging trotz 18 weiterer Torschüsse erneut leer aus. Erst im Schlussdrittel gelang der Anschlusstreffer. Als die Klagenfurter knapp vor Schluss Andrew Verner aus dem Tor nahmen, erzielte Laibach jedoch statt mit einem Empty Net Goal das 1:3 und gewann somit unerwartet aber verdient das erste Spiel. Die weit bessere Effizienz der Laibacher setzte sich auch im zweiten Spiel fort; Alex Westlund ließ keinen Gegentreffer zu, während Verner drei Tore geschehen lassen musste. Am Ende besiegelte wiederum ein Empty Net Tor die Niederlage. Erst im dritten Match gelang es dem EC KAC, das Spiel offen zu halten, und die Mannschaft rettete sich beim Stand von 2:2, diesmal mit Hannes Enzenhofer im Tor, in die Overtime, wo Kevin Mitchell nach zwei Minuten und vierzig Sekunden die Laibacher ins Halbfinale schoss. Für Andrew Verner war dies indessen nach über vier Jahren die letzte Saison in Klagenfurt; er wechselte zur folgenden Saison in die englische Liga.

Die beiden anderen Serien verliefen jedoch wesentlich knapper. Die Serie zwischen dem EHC Linz und dem HK Jesenice fand etwas überraschend erst im fünften Spiel ihren Sieger. Der HK Jesenice präsentierte sich nach der misslungenen Zwischenrunde in guter Form und konnte nach der Auftaktniederlage in Linz auf eigenem Eis den Ausgleich in der Serie erzielen. Im dritten Spiel folgte ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Torerfolgen, in dem Jesenice zwischenzeitlich sogar mit 3:2 in Führung lag. Linz konnte jedoch mit einem Doppelschlag im Schlussabschnitt das Spiel drehen und einen knappen 4:3-Vorsprung über die Zeit spielen. Jesenice glich in der Serie abermals aus und gewann zu Hause souverän mit 4:1. Im letzten Spiel aber liefen die Slowenen konstant einem knappen Rückstand nach, den sie am Ende nicht mehr aufholen konnten.

Auch die Vorjahresfinalisten Villach und Salzburg lieferten sich eine äußerst knappe Serie. Das erste Spiel war eine von nur zwei Begegnungen der Playoffs, die erst im Penaltyschießen entschieden wurde. Hier hatten die Salzburger das bessere Ende für sich. Im zweiten Spiel gelang ein Auswärtserfolg mit 4:1, und die Serie schien zunächst frühzeitig entschieden. Der EC VSV zeigte sich im dritten Spiel jedoch sehr diszipliniert und erzielte mit einer konsequenten Defensivleistung und einem hervorragenden Gert Prohaska im Tor einen Shutout-Sieg in Salzburg. Die vierte Partie geriet zu einem Desaster für die Salzburger; aus einer 2:0-Führung des VSV nach dem ersten Drittel wurde ein 5:2 nach vierzig Minuten. Nach dem 6:2 im Schlussabschnitt verließ auch Nationaltorwart Reinhard Divis sein Tor, aber auch sein Ersatz Thomas Innerwinkler musste noch zwei Tore geschehen lassen, was einen äußerst klaren 8:2-Heimsieg für Villach und den Ausgleich in der Serie bedeutete. Das letzte Spiel verlief jedoch spiegelbildlich zu Spiel Nummer drei; der EC VSV erzielte kein einziges Tor und schied mit einer 0:3-Niederlage aus den Playoffs aus.

Vienna Capitals (1) - HC Innsbruck (8)
14. Februar Vienna Capitals - HC Innsbruck 3:0
17. Februar HC Innsbruck - Vienna Capitals 1:4
19. Februar Vienna Capitals - HC Innsbruck 4:3 n.V.
Die Capitals gewinnen die Serie mit 3:0 Siegen.
EC KAC (2) - HDD Olimpija Ljubljana (7)
14. Februar EC KAC - HDD Olimpija Ljubljana 1:3
17. Februar HDD Olimpija Ljubljana - EC KAC 4:0
19. Februar EC KAC - HDD Olimpija Ljubljana 2:3 n.V.
Ljubljana gewinnt die Serie mit 3:0 Siegen.
Black Wings Linz (3) - HK Jesenice (6)
14. Februar Black Wings Linz - HK Jesenice 5:2
17. Februar HK Jesenice - Black Wings Linz 4:2
19. Februar Black Wings Linz - HK Jesenice 4:3
21. Februar HK Jesenice - Black Wings Linz 4:1
24. Februar Black Wings Linz - HK Jesenice 5:3
Die Black Wings gewinnen die Serie mit 3:2 Siegen.
Red Bulls Salzburg (4) - EC VSV (5)
14. Februar Red Bulls Salzburg - EC VSV 5:4 n.P.
17. Februar EC VSV - Red Bulls Salzburg 1:4
19. Februar Red Bulls Salzburg - EC VSV 0:3
21. Februar EC VSV - Red Bulls Salzburg 8:2
24. Februar Red Bulls Salzburg - EC VSV 3:0
Die Red Bulls gewinnen die Serie mit 3:2 Siegen.

Einzelergebnisse Halbfinale

Im Halbfinale kam sowohl für die favorisierten Vienna Capitals, als auch für die Black Wings Linz das Aus. Die Wiener konnten gegen den späteren Meister Salzburg kein einziges Spiel gewinnen und wurden im letzten Spiel der Serie sogar mit 7:1 geschlagen. Durch den Finaleinzug der Laibacher standen die Salzburger bereits nach dem Halbfinale als Österreichischer Meister fest.

Die Wiener hatten bereits in den beiden Jahren zuvor große Probleme mit den Salzburgern gehabt und waren zwei Mal im Halbfinale ausgeschieden. Nur ein Spiel konnte gewonnen werden; das allerdings am grünen Tisch, da Salzburg einen nicht angemeldeten Spieler eingesetzt hatte. In der Saison 2007/08 setzte sich diese Serie fort. Erneut schied Wien mit vier Niederlagen ohne Erfolg gegen Salzburg aus den Playoffs aus. Dieser Misserfolg wurde heftig kritisiert, da die Mannschaft aus vielen teuren Spielern bestanden hatte, die während der Hauptrunde wesentlich bessere Leistungen gezeigt hatten. Besonders Torhüter Sébastien Charpentier stand im Kreuzfeuer der Kritik, was letzten Endes auch dazu führte, dass sein Vertrag in Wien nicht verlängert wurde. Mit dem Ausscheiden der Wiener hatte sich auch gezeigt, dass wenige starke Spieler eine genügende Kadertiefe langfristig nicht ersetzen konnten.

Die zweite Halbfinalserie zwischen dem Überraschungssieger des Viertelfinales HDD Olimpija Ljubljana und dem EHC Linz verlief wesentlich knapper. Aber auch die Linzer konnten letzten Endes Alex Westlund nichts entgegensetzen. Nach der Auftaktniederlage in Linz präsentierten sich die Slowenen defensiv sehr konsequent und konnten mit einem Auswärtssieg in Spiel drei auch den Heimvorteil erringen. Der EHC Linz konnte zwar die fünfte Begegnung noch für sich entscheiden und damit in der Serie auf 2:3 verkürzen, aber im sechsten Spiel gelang kein Torerfolg, und somit war auch für Linz die Saison vorzeitig zu Ende.

Vienna Capitals (1) - Red Bull Salzburg (4)
26. Februar Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 2:4
28. Februar Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 5:2
2. März Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 3:4
4. März Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 7:1
Die Red Bulls gewinnen die Serie mit 4:0 Siegen.
Black Wings Linz (3) - HDD Olimpija Ljubljana (7)
26. Februar Black Wings Linz - HDD Olimpija Ljubljana 4:1
28. Februar HDD Olimpija Ljubljana - Black Wings Linz 3:2
2. März Black Wings Linz - HDD Olimpija Ljubljana 1:3
4. März HDD Olimpija Ljubljana - Black Wings Linz 3:2
6. März Black Wings Linz - HDD Olimpija Ljubljana 4:2
9. März HDD Olimpija Ljubljana - Black Wings Linz 2:0
Ljubljana gewinnt die Serie mit 4:2 Siegen.

Einzelergebnisse Finale

Die Finalserie um den Ligatitel (den Titel "Österreichischer Meister" hatten die Salzburger bereits fixiert) begann mit drei Auswärtssiegen, wodurch Laibach in der Serie nach drei Spielen mit 2:1 führte. Im dritten Spiel erhielt der Laibacher Bostjan Groznik eine Matchstrafe und wurde für seine Raufeinlage mit einer Sperre für drei Spiele belegt.

Laibach konnte das vierte Spiel vor eigenem Publikum mit 4:3 knapp gewinnen und stellte damit in der Serie auf 3:1 und machte sich somit mit der Aussicht auf den "Matchball" in der Meisterschaft auf den Weg nach Salzburg. Erst einige Stunden vor dem Spiel erhielten die Laibacher die Nachricht, dass das dritte Spiel mit 5:0 zugunsten der Salzburger verifiziert wurde[1]. Die Begründung lag im komplizierten Punktesystem der Bundesliga: durch die Sperre von Groznik (einem "2,5 Punkte Spieler") durfte Laibach statt 65 Punkten nur Spieler im Wert von 62,5 einsetzen. Der Kader wies auch nur Spieler im Gesamtwert von 62,5 Punkten auf, jedoch übersahen die Laibacher, dass für die beiden leeren Stellen im Spielbericht je 1 Punkt zur Gesamtsumme aufgeschlagen wird. Somit hatten die Laibacher 64,5 Punkte vergeben und das Spiel musste strafverifiziert werden.

In der Öffentlichkeit wurde weniger die Strafverifizierung an sich kritisiert, sondern vor allem das für die Fans unüberschaubare Punktesystem an sich und der Zeitpunkt der Bekanntgabe: der Eishockeyverband benötigte fast drei Tage, um den Formalfehler der Laibacher zu erkennen und mitzuteilen. Das Spiel am gleichen Abend ging mit 5:0 an Salzburg, somit drehte sich der Stand in der Serie an diesem Tag von 3:1 für Laibach auf 3:2 für Salzburg.

Das letzte Spiel in Laibach stand im Zeichen von Publikumsprotesten gegen die Strafverifizierung und musste sogar für eine vorzeitige Eisreinigung unterbrochen werden. Salzburg gewann mit 3:2 und sicherte sich somit nach dem Österreichischen Meistertitel auch den Titel des "Liga-Meisters".

Red Bull Salzburg (4) - HDD Olimpija Ljubljana (7)
13. März Red Bull Salzburg - HDD Olimpija Ljubljana 2:3 n.P.
16. März HDD Olimpija Ljubljana - Red Bull Salzburg 1:3
18. März Red Bull Salzburg - HDD Olimpija Ljubljana 3:4 n.V.
20. März HDD Olimpija Ljubljana - Red Bull Salzburg 0:5 strafver.
23. März Red Bull Salzburg - HDD Olimpija Ljubljana 5:0
25. März HDD Olimpija Ljubljana - Red Bull Salzburg 2:3
Die Red Bulls gewinnen die Serie mit 4:2 Siegen.

Statistiken

Topscorer
Rk Spieler Team GP G A Pts +/- PIM
1 Todd Elik OLJ 15 3 15 18 -1 56
2 Thomas Koch RBS 15 6 10 16 +5 4
3 Brendan Yarema OLJ 15 8 7 15 -1 52
4 Josh Green RBS 15 7 8 15 +8 34
5 Dieter Kalt RBS 15 5 10 15 +3 6
6 Donald MacLean RBS 14 8 5 13 +6 30
7 Ralph Intranuovo OLJ 15 8 4 12 -6 48
8 Kevin Mitchell OLJ 15 5 7 12 0 26
9 Matthias Trattnig RBS 15 5 6 11 +5 18
10 Marco Pewal RBS 15 5 5 10 +6 49
Torhüter
Rk Spieler Team GP MIP SOG SVS GA SVS% GAA SO W L OTL
1 Alex Westlund OLJ 13 750:35 449 425 24 94.65 1.92 2 9 3 0
2 Gert Prohaska VSV 5 302:32 180 168 12 93.33 2.38 1 2 2 1
3 Jürgen Penker EHL 11 653:41 350 322 28 92.00 2.57 0 5 6 0
4 Reinhard Divis RBS 15 896:37 413 377 36 91.28 2.41 2 10 3 2
5 Seamus Kotyk HCI 2 126:47 77 70 7 90.91 3.31 0 0 1 1
6 Andrew Verner KAC 2 115:49 53 48 5 90.57 2.59 0 0 2 0
7 Robert Kristan HKJ 5 252:59 145 131 14 90.34 3.32 0 2 2 0
8 Hannes Enzenhofer KAC 1 62:40 28 25 3 89.29 2.87 0 0 0 1
9 Mikko Strömberg HCI 1 60:00 35 31 4 88.57 4.00 0 0 1 0
10 Sébastien Charpentier VIC 7 424:48 202 178 24 88.12 3.39 1 3 4 0

Meisterschaftsendstand

  1. Logo des EC Red Bull Salzburg EC Red Bull Salzburg
  2. Logo des HDD Olimpija Ljubljana HDD Olimpija Ljubljana
  3. Logo des EHC Linz EHC Linz
  4. Logo der Vienna Capitals Vienna Capitals
  5. Logo des EC VSV EC VSV
  6. Logo des HK Jesenice HK Jesenice
  7. Logo des EC KAC EC KAC
  8. Logo des HC Innsbruck HC Innsbruck
  9. Logo der Graz 99ers EC Graz 99ers
  10. Logo von Alba Volán Székesfehérvár Alba Volán Székesfehérvár

Kader des österreichischen Meisters

Österreichischer Meister

Logo des EC Red Bull Salzburg
EC Red Bull Salzburg

Torhüter: Reinhard Divis, SchwedenSchweden Daniel Henriksson, Thomas Höneckl, Thomas Innerwinkler

Verteidiger: SchwedenSchweden Greger Artursson, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brad Fast, Lukas Friedl, KanadaKanada Richard Jackman, Jakob Lainer, Wilhelm Lanz, Victor Lindgren, Robert Lukas, KanadaKanada Doug Lynch, Andreas Reisinger, KanadaKanada Remi Royer, Martin Ulmer, Martin Ulrich

Angreifer: KanadaKanada Frank Banham, Martin Grabher-Meier, KanadaKanada Josh Green, Patrick Harand, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Craig Johnson, Dieter Kalt, Thomas Koch, Gerald Lederer, KanadaKanada Donald MacLean, Martin Mairitsch, Marco Pewal, Philipp Pinter, Matthias Schwab, Matthias Trattnig, Daniel Welser

Trainerteam: Pierre Pagé

Zuschauer

Nachdem in der Saison 2006/07 erstmals ein Verein einen Zuschauerschnitt von mehr als 4.000 Personen pro Heimspiel hatte verzeichnen können, gelang dies in der Saison 2007/08 gleich drei Mannschaften, was den ungebrochenen Boom des Eishockeysports in Österreich bewies. Insgesamt besuchten 782.761 Zuschauer die Spiele der Erste Bank Eishockey Liga, womit die 800.000er-Marke nur knapp verpasst wurde. Dies mag auch mit der bei den Fans wenig beliebten Zwischenrunde zusammengehangen haben. Dennoch konnte insgesamt ein Zuschauerzuwachs von über 70.000 Personen im Vergleich zur Vorsaison verzeichnet werden, was einer Steigerung um etwa zehn Prozent entspricht.

Zu Hause Auswärts Gesamt
Rang Team Spiele Durchschnitt Spiele Durchschnitt Spiele Zuschauer Durchschnitt
1 EC KAC 25 4.248 24 3.140 49 181.559 3.705
2 Vienna Capitals 27 4.046 26 3.228 53 193.160 3.645
3 EC VSV 25 4.020 26 3.004 51 178.593 3.502
4 HDD Olimpija Ljubljana 28 3.139 29 3.000 57 174.910 3.069
5 HK Jesenice 25 2.860 26 3.219 51 155.200 3.043
6 EHC Linz 29 2.616 28 3.313 57 168.600 2.958
7 EC Red Bull Salzburg 31 2.463 30 3.365 61 177.300 2.907
8 HC Innsbruck 22 2.802 23 2.923 45 128.865 2.864
9 EC Graz 99ers 21 2.098 21 2.912 42 105.200 2.505
10 Alba Volán Székesfehérvár 21 2.359 21 2.504 42 102.135 2.432

Einzelnachweise

  1. sport.orf.at: EBEL-Punkteregel verletzt

Weblinks