Bad Tatzmannsdorf

Bad Tatzmannsdorf
Wappen von Bad Tatzmannsdorf
Bad Tatzmannsdorf (Österreich)
Bad Tatzmannsdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Fläche: 11,61 km²
Koordinaten: 47° 20′ N, 16° 14′ O47.33444444444416.227222222222Koordinaten: 47° 20′ 4″ N, 16° 13′ 38″ O
Einwohner: 1.376 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 118,52 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7431
Vorwahl: 03353
Gemeindekennziffer: 1 09 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Bad Tatzmannsdorf
7431 Bad Tatzmannsdorf
Website: www.bad-tatzmannsdorf.at
Politik
Bürgermeister: Ernst Karner (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
8 ÖVP, 6 SPÖ, 2 FPÖ, 3 JETZT
Lage der Gemeinde Bad Tatzmannsdorf im Bezirk Oberwart
Bad Tatzmannsdorf Badersdorf Bernstein Deutsch Schützen-Eisenberg Grafenschachen Großpetersdorf Hannersdorf Jabing Kemeten Kohfidisch Litzelsdorf Loipersdorf-Kitzladen Mariasdorf Markt Allhau Markt Neuhodis Mischendorf Neustift an der Lafnitz Oberdorf im Burgenland Oberschützen Oberwart Pinkafeld Rechnitz Riedlingsdorf Rotenturm an der Pinka Schachendorf Schandorf Stadtschlaining Unterkohlstätten Unterwart Weiden bei Rechnitz Wiesfleck Wolfau BurgenlandLage der Gemeinde Bad Tatzmannsdorf im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Springbrunnen und Musikpavillon
Springbrunnen und Musikpavillon
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Bad Tatzmannsdorf (ungarisch Tarcsafürdő, kroatisch Tarča) ist eine Gemeinde mit 1376 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich und der größte Kurort des Burgenlandes.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland im Bezirk Oberwart.

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname
Bad Tatzmannsdorf Tarcsa Tarča
Jormannsdorf Gyimótfalva -
Sulzriegel Sóshegy -

Gemeindegliederung

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Bis 1750 war der Ort im Besitz verschiedener Kleinadelsfamilien und wurde in jenem Jahr von den Grafen Batthyány erworben, die ihn ihrer Herrschaft Bernstein anschlossen.

Unter den Batthyánys wurde der 1620 erstmals erwähnte Badebetrieb großzügig ausgebaut. Ab 1889 wurden zudem die Moorvorkommen für Moorbäder genutzt, so dass Tatzmannsdorf als „ungarisches Franzensbad“ galt.

Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Tarcsafürdő verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). 1926 wurde dem Kurort der Titel "Bad" verliehen.

1971 wurden die Gemeinden Jormannsdorf und Sulzriegel mit Bad Tatzmannsdorf zusammengelegt.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Gemeinderatswahlen
 %
50
40
30
20
10
0
40,75 %
(-9,14 %p)
33,43 %
(-1,14 %p)
11,57 %
(-3,97 %p)
14,24 %
(n. k.)
JETZT Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
2007

2012


Bürgermeister ist Ernst Karner von der ÖVP, der sich bei den Bürgermeisterdirektwahlen 2012 mit 55,7 % durchsetzte.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf mit südburgenländischen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurde 1972 eröffnet.
  • Das Kurmuseum gibt einen Überblick über die Entwicklung des Kurwesens in Bad Tatzmannsdorf, dem größten Kurort des Burgenlandes, von 1620 bis in die Gegenwart. Es wurde 1990 eröffnet.
  • Ein Brotmuseum befindet sich in der Kurkonditorei Gradwohl.
  • Die Eisenbahnlinie Oberwart - Bad Tatzmannsdorf - Oberschützen wird seit dem Sommer 2005 durch den gemeinnützigen Verein FROWOS - Freunde der Bahnlinie Oberwart-Oberschützen revitalisiert.
  • Die römisch-katholische Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer ist in den Jahren 1967/68 an der Stelle einer älteren Kirche aus dem Jahr 1896 errichtet worden.
  • Die Friedenskirche der evangelischen Pfarrgemeinde A.B. wurde im Jahre 1968 nach den Plänen des Architekten G. Pfeiler erbaut.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Michael F. Bothar: Ein kurzer Beitrag zur Entstehungsgeschichte von Bad-Tatzmannsdorf. In: Burgenländische Heimatblätter. Nr. 11.1949. Eisenstadt 1949, S. 170–174
  • Silvia Jungel: Bad Tatzmannsdorf: die Entwicklung vom traditionellen Kurort zum Wellnesstourismus. Diplomarbeit, Universität Wien 2002
  • Christine Käfer: Bad Tatzmannsdorf: ein Kurort gestern und heute. Diplomarbeit, Universität Wien 1998

Weblinks

 Commons: Bad Tatzmannsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien