Hungerburg

Dieser Artikel beschreibt den Stadtteil von Innsbruck; die Stadt in Estland siehe Narva-Jõesuu.

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Hungerburg f1
Historisches Wappen von Hungerburg
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Statistischer Stadtteil
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Stadt (I), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck (Stadt)
Pol. Gemeinde Innsbruck  (KG Hötting, Mühlau)
Koordinaten 47° 17′ 10″ N, 11° 23′ 49″ O47.28611111111111.396944444444868
Höhe 868 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 753 (2001)
Gebäudestand 301 (2001)
Postleitzahl A-6020 Innsbruck
Vorwahlenf0 +43/(0)512 (Innsbruck)
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Statistischer Stadtteil 12 Hungerburg
Zählbezirk/Zählsprengel Hungerburg-Hötting, Hungerburg-Mühlau (70101 31,41)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Die Hungerburg, auch Hoch-Innsbruck genannt, ist ein Stadtteil der Landeshauptstadt Innsbruck des Bundeslandes Tirol in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hungerburg liegt nördlich über dem Stadtzentrum, auf Höhen um 860 m ü. A., auf einem Hochplateau am Fuß der Nordkette unter dem Hafelekar (2334 m ü. A.).

Nachbar-Stadtteile
Nachbargemeinden Arzl

Mühlau
Hötting

Gliederung

Die Hungerburg gehört zu zwei Katastralgemeinden bzw. Ortschaften. Der weitaus größere Teil gehört zu Hötting, ein kleiner Streifen im Osten zu Mühlau. Zum Gebiet gehören neben der Ansiedlung Hungerburg selbst auch die Ortslage Gramartboden, und die Berggebiete am Hafelekar.

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Hungerburg-Hötting (Siedlung)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Stadt (I), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck (Stadt)
Pol. Gemeinde Innsbruck  (KG Hötting)
Ortschaft Hötting
Statistischer Stadtteil Hungerburg
Koordinaten 47° 17′ N, 11° 24′ O47.28638888888911.396944444444865f1
Höhe 865 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 647 (2001)
Gebäudestand 259 (2001)
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Hungerburg-Hötting (70101 31[0,1])
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM
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Hungerburg-Mühlau (Siedlung)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Stadt (I), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck (Stadt)
Pol. Gemeinde Innsbruck  (KG Mühlau)
Ortschaft Mühlau
Statistischer Stadtteil Hungerburg
Koordinaten 47° 17′ N, 11° 24′ O47.28777777777811.398333333333880f1
Höhe 880 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 106 (2001)
Gebäudestand 42 (2001)
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Hungerburg-Mühlau (70101 41[0])
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Geschichte

19. und frühes 20. Jahrhundert

Bis etwa 1840 bildete die Hungerburg-Terrasse ein ziemlich geschlossenes Waldgebiet, dessen westlicher Bereich zu Hötting und dessen östlicher Bereich zu Arzl beziehungsweise nach 1740 zur Gemeinde Mühlau gehört hat. Genannt wurde die Flur Auf den Grauem Stein, nach der Bank von Höttinger Breccie, die hier offen ansteht.

Joseph Andreas von Attlmayr, der Gatte der Maria von Wörndle zu Weiherburg, erwarb 1840 ein Stück der Gramartwaldung, knapp an der Höttinger Gemeindegrenze gegen Mühlau. 1840 ließ er sich hier einen Brunnen graben und ein Sommerhaus erbauen, dem er den Namen Neuhof Mariabrunn gab. Das Angebot der damit verbundenen Jausenstation war jedoch offenbar kärglich, was ihr alsbald im Volksmund den Spottnamen Hungerburg eintrug. Dieser Name hat sich auf die ab 1906 hier entwickelten Terrassensiedlung übertragen. Der Innsbrucker Tourismuspionier Sebastian Kandler versuchte um 1900, die Hungerburg zu einem Sommerfrischeort auszubauen.

Die erste Hungerburgbahn, eine Standseilbahn auf die Hungerburg, wurde 1905/06 erbaut. Die Seilbahn von der Hungerburg auf die Nordkette, zur Seegrube und zum Hafelekar wurde 1927/28 erbaut.

Ab 1928 wurde auf betreiben von Prof. Rudolf Schlenz sen. und Dominikus Dietrich, Abt zu Wilten, eine Pfarre eingerichtet, anfangs mit dem ehemaligen Gartenhaus Würth als Notkirche. 1931/32 wurde die Theresienkirche erbaut. Der österreichische Künstler Max Weiler erhielt 1946/47 den Auftrag zur Ausgestaltung der Kirche. Sein Fresko sorgte wegen der Darstellung des Lanzenstichs eines Tiroler Schützenhauptmanns in das Herz Jesu in der Bevölkerung und der Kirche für einen Skandal, sodass es für Jahre verhängt werden musste.[1]

1938 wurden die beiden Gemeinden Hötting und Mühlau nach Innsbruck eingemeindet, seither entwickelte sich Hungerburg zunehmend zum eigenständigen Stadtteil.

Neueste Geschichte

Die alte Hungerburgbahn wurde am 1. Dezember 2007 durch die heutige Hungerburgbahn mit anderer Trassenführung ersetzt.

Literatur

  • Franz-Heinz Hye: "Vom Grauenstain" zur Hungerburg - Geschichte des Stadtteiles Hoch-Innsbruck. Innsbruck 1982.

Weblinks

Nachweise

  1. Geschichte Theresienkirche, hungerburg.at