Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grafenstein (Kärnten)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grafenstein enthält die 18 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Grafenstein in Kärnten.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Burgstall SandBW Datei hochladen Burgstall Sand
ObjektID: ArD-2-002
Status: Bescheid
Rinnwald
Standort
KG: Berg
GstNr.: 177
Frühmittelalterliche Wallanlage. Südöstlich des Marktes Grafenstein auf einer terrassenförmigen Anhöhe im nördlichen Steilabfall der Sattnitz; aus drei Erdwällen (bis zu 6 m breit und 2 m hoch) mit Gräben an den Außenseiten.[2]
Burgstall AltgrafensteinBW Datei hochladen Burgstall Altgrafenstein
ObjektID: ArD-2-003
Status: Bescheid
Rinnwald
Standort
KG: Berg
GstNr.: 188; 189; 190
Burgruine Lerchenau. Mittelalterliche Wehranlage, urkundlich 1158 als castrum gravenstaine, 1551 als Burgstall bezeichnet. Südöstlich der Ortschaft im nördlichen, sehr steilen Sattnitzabbruch gelegene Wehranlage, Reste der Fundamentmauern und Erdwälle erhaltene Anlage bestehend aus Hauptburg in dreieckförmigem Bering und einer durch einen Graben geschützten Vorburg, Grundriss erkennbar.[3]
Pfarrhof Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 6793
Status: § 2a
Hauptstraße 91
Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: .60/1
An der Straße östlich des Schlosses, laut Bauinschrift 1741 errichtet (unter Pfarrer Josef Schurian). Kubisch zweigeschoßiger barocker Bau mit einer nach einem Brand 1887 erneuerten Fassadengestaltung und teilweise erhaltener Ausstattung der Bauzeit. Über dem Portal Medaillon mit Relief Madonna mit Kind von 1964.[4]
Schloss
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Schloss
ObjektID: 6816
Status: Bescheid
Schloß 1
Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: .20/1
Dreigeschoßiger, kubischer Bau mit zwölf bzw. acht Achsen und dreigeschoßiger Arkaden-Innenhof. Im Hof befindet sich eine auf 1638 datierte Inschrift des Erbauers, Johann Andreas von Rosenberg. Eine weitere Tafel gibt es von Georg Nikolaus Rosenberg von 1660, der das obere Stockwerk erbauen ließ. Unter Vinzenz von Orsini-Rosenberg erfolgte 1770 eine Gliederung der Fassaden mit Kolossalpilastern, Fensterverdachungen und Dreieckgiebeln. Im Inneren befinden sich Rokokostukkaturen aus der Zeit 1760-1770 und illusionistische Wandmalereien von etwa 1780.[5]
Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude des Schlosses und Portal
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Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude des Schlosses und Portal
ObjektID: 6817
Status: Bescheid
Schloß 2, 1
Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: .20/1; .20/2
Im Zuge der letzten großen Umgestaltung des Schlosses Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Zweigeschoßige Nebengebäude mit hohen Satteldächern und geschwungenen Giebeln, die die Hauptfassade des Schlosses flankieren; nach Norden wird der so entstandene Schlosshof durch einen Zaun zwischen Mauerpfeilern und einem Portal mit bemerkenswertem Schmiedeeisengitter zur Allee hin abgeschlossen (1782 auf Porträt von Vinzenz Graf Rosenberg dargestellt).[3]
Aufnahmsgebäude Datei hochladen Aufnahmsgebäude
ObjektID: 6805
Status: Bescheid
Truttendorfer Straße 10
Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: .61
1863 nordwestlich des Ortes errichtet. Aufnahmegebäude der Bahnlinie Maribor-Klagenfurt, zweigeschoßiger , historischer Bau mit Satteldach und einer für frühe Südbahnbauten typischen Fassadengestaltung: Putzfassade mit Liniengliederung, Kordon- und Hauptgesimse, Fensterumrahmungen und -verdachungen. Originalbau der ersten Streckenplanung.[3]
Bildstock, Smollekreuz
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Bildstock, Smollekreuz
ObjektID: 6804
Status: § 2a

Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: 518/1
Das Smollekreuz liegt westlich von Grafenstein an der Straße nach Truttendorf. Dreiseitiger, zweizoniger, barocker Bildstock mit konkaven Nischenwänden und reich profilierten Gesimsen, Ende des 18. Jahrhunderts mit abgeschrägten Eckpfeilern; Heiligen-Darstellungen Anfang des 20. Jahrhunderts, 1987 renoviert.[3]
Volksschule Datei hochladen Volksschule
ObjektID: 6806
Status: § 2a
Grafenstein
Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: 553/2
Atriumschule. Zwischen 1969-71 nach Plänen von Clemens Holzmeister am nordöstlichen Ortsrand errichtet, eindrucksvolle holzgedeckte Halle mit hochgelegenem Fensterband und Galerie, bildet den Ausgangspunkt für die äußere, durch gegenläufige Pultdächer bestimmte Form.[3]
Aufbahrungshalle Datei hochladen Aufbahrungshalle
ObjektID: 6807
Status: § 2a
Grafenstein
Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: 555/2
1965 auf einer ursprünglich freien Wiesenfläche nordöstlich des Schlosses nach Plänen von Clemens Holzmeister errichtet, langgestreckter O-W orientierter Bau in einfach geometrischer Formensprache. Einsegnungshalle an der Ostseite mit Giebelreiter und Glasfenster von Giselbert Hoke.[3]
Kath. Pfarrkirche hl. Stefan
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Kath. Pfarrkirche hl. Stefan
ObjektID: 6808
Status: § 2a
Grafenstein
Standort
KG: Grafenstein
GstNr.: .21
Der Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche wurde 1116 geweiht und war eine Eigenkirche der Edlen von Lungau. Sie wurde wegen Baufälligkeit wiederaufgebaut und ging 1158 an das Gurker Domkapitel. Die Kirche ist ein einschiffiger, romanischer Bau mit Chorturm, polygonalem Chor und barocken Kapellenanbauten an der Nord- und Südseite. Der Turm hat spitzbogige Schallfenster und einen Zwiebelhelm.[4]
Schloss Rain Datei hochladen Schloss Rain
ObjektID: 6801
Status: Bescheid
Schloss Rain 1
Standort
KG: Replach
GstNr.: .1
Mächtiger, dreigeschoßiger Bau unter Walmdach, über längsrechteckigem Grundriss, mit Pyramidendach gedeckter, polygonaler Dachreiter. Vier quadratische, über Eck gestellte, risalitartige Ecktürme, an Nord-Fassade einachsiger, mit Satteldach gedeckter Anbau. Spätbiedermeierliche SO-Fassade mit seichtem Mittelrisalit mit Pilastergliederung und Dreiecksgiebelbekrönung; über dem Portal ein von toskanischen Säulen mit Architrav getragener Altan mit Steinbalustrade. Am Ziergiebel tondoartiges Madonnenrelief von Arnulf Pichler 1965. Im ersten Obergeschoß bemerkenswerte Tafelparkettböden und Rahmen-Füllungstüren aus der Biedermeierzeit.[6]
Kath. Filialkirche und Wallfahrtskirche Hl. Maria im Walde (Autobahnkirche)
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Kath. Filialkirche und Wallfahrtskirche Hl. Maria im Walde (Autobahnkirche)
ObjektID: 6802
Status: § 2a
Dolina
Standort
KG: Replach
GstNr.: .34/3
Aufgrund einer Marienerscheinung von 1849 zwischen 1861 und 1863 errichteter historischer Bau, von Anton Faleschini, nach Plänen von Anton Bierbaum, bestehend aus einem hohen Presbyterium mit zweiseitigem, spitzen Chorschluss, romanisierendem Fries und Spitzgiebel an der W-Fassade mit späterem nordseitigem Sakristeianbau; Turm 1882 erbaut, 1889 eingestürzt. Langhausneubau von Wilhelm Klebel, Weihe 1957. Neugestaltung 1999/2000 durch Ferdinand Certov und Robert Morianz als „Autobahnkirche“. Betonbau mit vorgestellter Betonwand als Eingangsfront, abgehobene Dachkonstruktion über Stützen.[7]
Schloss Datei hochladen Schloss
ObjektID: 6814
Status: Bescheid
Saager 1
Standort
KG: Saager
GstNr.: 166/1
Urkundlich 1372 als Turm. Ausbau im 16. Jahrhundert, ab 1842 Edelmann. Zweigeschoßiger wuchtiger Bau mit erneuertem Krüppelwalmdach und zwei diagonalgestellten rechteckigen Ecktürmen, der nördlich vermutlich ehemalige Bergfried, der südlich im 20. Jahrhundert mehrfach verändert; im Inneren zahlreiche Gewölbe sowie Riemlingdecke mit kassettierten Trämen des 16. Jahrhunderts. Die dortige Loggia 1920 eingebaut. Seit 1961 Wohnsitz des Malers Giselbert Hoke. Restauriert 1969-73. 1994 Fassadenrestaurierung.[8]
Kath. Filialkirche hl. Anna
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Kath. Filialkirche hl. Anna
ObjektID: 6815
Status: § 2a
Saager
Standort
KG: Saager
GstNr.: 500
Von Friedhof und Mauer umgeben. Im Kern romanisch, im Barock veränderter Bau, vielleicht die urkundlich 1228 genannte, vom Kloster Viktring erbaute Michaelskapelle. 1382 und 1616 urkundlich ein Heiliges Kreuz in Saager, seit 1660 heilige Anna genannt. Restauriert 1958 und 1973. Das Kirchenschiff mit Chor einheitlich schlichter Baukörper mit Satteldach über rechteckigem Grundriss, in barocker Zeit verlängert; südlich angebaut der kräftige niedere Turm mit Spitzgiebelhelm und breiten spitzbogigen Schallöffnungen. Die westlich offene Vorhalle mit der Friedhofsmauer verbunden.[9]
Kath. Filialkirche hl. Oswald
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Kath. Filialkirche hl. Oswald
ObjektID: 6812
Status: § 2a
Thon
Standort
KG: Thon
GstNr.: .13
Spätgotischer, von einem Friedhof umgebener Bau, nördlich Sakristeiturm mit Spitzgiebelhelm und abgefasten spitzbogigen Schallöffnungen; eingezogener Chor mit zweistufigen Strebepfeilern, zweiteiligen Maßwerkfenstern (Maßwerke 1969 freigelegt) und 5/8-Schluss. Am Schiff barocke Fenster; die westlich offene Vorhalle mit der Friedhofsmauer verbunden; rundbogiges profiliertes spätgotisches Westportal mit Kielbogenabschluss. Wandbild heiliger Christophorus Anfang 16. Jahrhundert an Chor-Südwand.[10]
Schloss Riedenegg
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Schloss Riedenegg
ObjektID: 6809
Status: Bescheid

seit 2012

Lind 4
Standort
KG: Wölfnitz
GstNr.: .32
Im 12./13. Jahrhundert mehrfach Besitz des Stiftes St. Paul bei Lind genannt; ab 1399 Lehen der Herren von Metnitz; nach 1627 als Lehen Christof Perger, Freiherr von Hollenburg; 1842 bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts Privatbesitz. - Nach 1627 unter Freiherrn von Hollenburg Christof Perger errichtet. .Zweigeschoßiger Edelhof mit Attikageschoß, flachem Walmdach und im 19. Jahrhundert stark verändert, in 7:2 Achsen symmetrisch ausgeteilten Fassaden mit Mittelrisaliten an den Schauseiten.[11]
Pfarrhof Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 6811
Status: § 2a
St. Peter 2
Standort
KG: Wölfnitz
GstNr.: .15
Nordöstlich der Pfarrkirche, zweigeschoßiger barocker Stöcklbau; über dem Portal Wappenstein des Tainacher Propstes Gentilotti, bezeichnet 1625.[12]
Kath. Pfarrkirche St. Peter zu St. Peter bei Grafenstein
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Kath. Pfarrkirche St. Peter zu St. Peter bei Grafenstein
ObjektID: 6810
Status: § 2a
St. Peter
Standort
KG: Wölfnitz
GstNr.: .18
Urkundlich 1138 und 1269 erwähnt. Schmaler gotischer Bau mit dreiseitigem Chorschluss, der West-Turm mit Pyramidenhelm und großen rundbogigen Schallfenstern. Steinplattleindeckung. Südlich zweigeschoßiger Sakristeianbau und westlicher, mit der Friedhofsmauer verbundene barocke Vorhalle. Abgestufte Strebepfeiler an Schiff und Chor; die Fenster barockisiert, im Chor das Maßwerk vermauert. Spitzbogiges, profiliertes gotisches Eingangsportal. Monumentaler, stark verwaschener heiliger Christophorus an der Turm-Südseite.[13]

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[14] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Grafenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 707
  3. a b c d e f Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 237
  4. a b Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 236
  5. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 236f.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 666
  7. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 83
  8. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 699f.
  9. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 699
  10. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 947
  11. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 469f.
  12. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 808
  13. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 807f.
  14. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
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