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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grafenstein (Kärnten)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grafenstein enthält die 18 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Grafenstein in Kärnten.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Burgstall Sand
ObjektID: 49406
Rinnwald
Standort
KG: Berg
Frühmittelalterliche Wallanlage. Südöstlich des Marktes Grafenstein auf einer terrassenförmigen Anhöhe im nördlichen Steilabfall der Sattnitz; aus drei Erdwällen (bis zu 6 m breit und 2 m hoch) mit Gräben an den Außenseiten.[2]
BW Datei hochladen Burgstall Altgrafenstein
ObjektID: 6803
Rinnwald
Standort
KG: Berg
Burgruine Lerchenau. Mittelalterliche Wehranlage, urkundlich 1158 als castrum gravenstaine, 1551 als Burgstall bezeichnet. Südöstlich der Ortschaft im nördlichen, sehr steilen Sattnitzabbruch gelegene Wehranlage, Reste der Fundamentmauern und Erdwälle erhaltene Anlage bestehend aus Hauptburg in dreieckförmigem Bering und einer durch einen Graben geschützten Vorburg, Grundriss erkennbar.[3]

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Pfarrhof
ObjektID: 6793
Hauptstraße 91
Standort
KG: Grafenstein
An der Straße östlich des Schlosses, laut Bauinschrift 1741 errichtet (unter Pfarrer Josef Schurian). Kubisch zweigeschoßiger barocker Bau mit einer nach einem Brand 1887 erneuerten Fassadengestaltung und teilweise erhaltener Ausstattung der Bauzeit. Über dem Portal Medaillon mit Relief Madonna mit Kind von 1964.[4]

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Schloss Grafenstein
ObjektID: 6816
Schloß 1
Standort
KG: Grafenstein
Dreigeschoßiger, kubischer Bau mit zwölf bzw. acht Achsen und dreigeschoßiger Arkaden-Innenhof. Im Hof befindet sich eine auf 1638 datierte Inschrift des Erbauers, Johann Andreas von Rosenberg. Eine weitere Tafel gibt es von Georg Nikolaus Rosenberg von 1660, der das obere Stockwerk erbauen ließ. Unter Vinzenz von Orsini-Rosenberg erfolgte 1770 eine Gliederung der Fassaden mit Kolossalpilastern, Fensterverdachungen und Dreiecksgiebeln. Im Inneren befinden sich Rokokostuckaturen aus der Zeit 1760–1770 und illusionistische Wandmalereien von etwa 1780.[5]

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Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude des Schlosses und Portal
ObjektID: 6817
Schloß 2, 1
Standort
KG: Grafenstein
Im Zuge der letzten großen Umgestaltung des Schlosses Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Zweigeschoßige Nebengebäude mit hohen Satteldächern und geschwungenen Giebeln, die die Hauptfassade des Schlosses flankieren; nach Norden wird der so entstandene Schlosshof durch einen Zaun zwischen Mauerpfeilern und einem Portal mit bemerkenswertem Schmiedeeisengitter zur Allee hin abgeschlossen (1782 auf Porträt von Vinzenz Graf Rosenberg dargestellt).[3]

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Aufnahmsgebäude
ObjektID: 6805
Truttendorfer Straße 10
Standort
KG: Grafenstein
1863 nordwestlich des Ortes errichtet. Aufnahmegebäude der Bahnlinie Maribor-Klagenfurt, zweigeschoßiger, historischer Bau mit Satteldach und einer für frühe Südbahnbauten typischen Fassadengestaltung: Putzfassade mit Liniengliederung, Kordon- und Hauptgesimse, Fensterumrahmungen und -verdachungen. Originalbau der ersten Streckenplanung.[3]

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Bildstock, Smollekreuz
ObjektID: 6804

Standort
KG: Grafenstein
Das Smollekreuz liegt westlich von Grafenstein an der Straße nach Truttendorf. Dreiseitiger, zweizoniger, barocker Bildstock mit konkaven Nischenwänden und reich profilierten Gesimsen, Ende des 18. Jahrhunderts mit abgeschrägten Eckpfeilern; Heiligen-Darstellungen Anfang des 20. Jahrhunderts, 1987 renoviert.[3]
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ObjektID: 6806

Standort
KG: Grafenstein
Atriumschule. Zwischen 1969 und 1971 nach Plänen von Clemens Holzmeister am nordöstlichen Ortsrand errichtet, eindrucksvolle holzgedeckte Halle mit hochgelegenem Fensterband und Galerie, bildet den Ausgangspunkt für die äußere, durch gegenläufige Pultdächer bestimmte Form.[3]

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Aufbahrungshalle
ObjektID: 6807

Standort
KG: Grafenstein
1965 auf einer ursprünglich freien Wiesenfläche nordöstlich des Schlosses nach Plänen von Clemens Holzmeister errichtet, langgestreckter O-W orientierter Bau in einfach geometrischer Formensprache. Einsegnungshalle an der Ostseite mit Giebelreiter und Glasfenster von Giselbert Hoke.[3]

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Kath. Pfarrkirche hl. Stefan
ObjektID: 6808

Standort
KG: Grafenstein
Der Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche wurde 1116 geweiht und war eine Eigenkirche der Edlen von Lungau. Sie wurde wegen Baufälligkeit wiederaufgebaut und ging 1158 an das Gurker Domkapitel. Die Kirche ist ein einschiffiger, romanischer Bau mit Chorturm, polygonalem Chor und barocken Kapellenanbauten an der Nord- und Südseite. Der Turm hat spitzbogige Schallfenster und einen Zwiebelhelm.[4]
Datei hochladen Schloss Rain
ObjektID: 6801
Schloss Rain 1
Standort
KG: Replach
Mächtiger, dreigeschoßiger Bau unter Walmdach, über längsrechteckigem Grundriss, mit Pyramidendach gedeckter, polygonaler Dachreiter. Vier quadratische, über Eck gestellte, risalitartige Ecktürme, an Nord-Fassade einachsiger, mit Satteldach gedeckter Anbau. Spätbiedermeierliche SO-Fassade mit seichtem Mittelrisalit mit Pilastergliederung und Dreiecksgiebelbekrönung; über dem Portal ein von toskanischen Säulen mit Architrav getragener Altan mit Steinbalustrade. Am Ziergiebel tondoartiges Madonnenrelief von Arnulf Pichler 1965. Im ersten Obergeschoß bemerkenswerte Tafelparkettböden und Rahmen-Füllungstüren aus der Biedermeierzeit.[6]

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Kath. Filialkirche und Wallfahrtskirche Hl. Maria im Walde (Autobahnkirche)
ObjektID: 6802

Standort
KG: Replach
Aufgrund einer Marienerscheinung von 1849 zwischen 1861 und 1863 errichteter historischer Bau, von Anton Faleschini, nach Plänen von Anton Bierbaum, bestehend aus einem hohen Presbyterium mit zweiseitigem, spitzen Chorschluss, romanisierendem Fries und Spitzgiebel an der W-Fassade mit späterem nordseitigen Sakristeianbau; Turm 1882 erbaut, 1889 eingestürzt. Langhausneubau von Wilhelm Klebel, Weihe 1957. Neugestaltung 1999/2000 durch Ferdinand Čertov und Robert Morianz als „Autobahnkirche“. Betonbau mit vorgestellter Betonwand als Eingangsfront, abgehobene Dachkonstruktion über Stützen.[7]

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Schloss Saager
ObjektID: 6814
Saager 1
Standort
KG: Saager
Urkundlich 1372 als Turm. Ausbau im 16. Jahrhundert, ab 1842 Edelmann. Zweigeschoßiger wuchtiger Bau mit erneuertem Krüppelwalmdach und zwei diagonalgestellten rechteckigen Ecktürmen, der nördlich vermutlich ehemalige Bergfried, der südlich im 20. Jahrhundert mehrfach verändert; im Inneren zahlreiche Gewölbe sowie Riemlingdecke mit kassettierten Tramen des 16. Jahrhunderts. Die dortige Loggia 1920 eingebaut. Seit 1961 Wohnsitz des Malers Giselbert Hoke. Restauriert 1969–1973. 1994 Fassadenrestaurierung.[8]

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Kath. Filialkirche hl. Anna
ObjektID: 6815

Standort
KG: Saager
Von Friedhof und Mauer umgeben. Im Kern romanisch, im Barock veränderter Bau, vielleicht die urkundlich 1228 genannte, vom Kloster Viktring erbaute Michaelskapelle. 1382 und 1616 urkundlich ein Heiliges Kreuz in Saager, seit 1660 heilige Anna genannt. Restauriert 1958 und 1973. Das Kirchenschiff mit Chor einheitlich schlichter Baukörper mit Satteldach über rechteckigem Grundriss, in barocker Zeit verlängert; südlich angebaut der kräftige niedere Turm mit Spitzgiebelhelm und breiten spitzbogigen Schallöffnungen. Die westlich offene Vorhalle mit der Friedhofsmauer verbunden.[9]

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Kath. Filialkirche hl. Oswald
ObjektID: 6812

Standort
KG: Thon
Spätgotischer, von einem Friedhof umgebener Bau, nördlich Sakristeiturm mit Spitzgiebelhelm und abgefasten spitzbogigen Schallöffnungen; eingezogener Chor mit zweistufigen Strebepfeilern, zweiteiligen Maßwerkfenstern (Maßwerke 1969 freigelegt) und 5/8-Schluss. Am Schiff barocke Fenster; die westlich offene Vorhalle mit der Friedhofsmauer verbunden; rundbogiges profiliertes spätgotisches Westportal mit Kielbogenabschluss. Wandbild heiliger Christophorus Anfang 16. Jahrhundert an Chor-Südwand.[10]

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Schloss Riedenegg
ObjektID: 6809

seit 2012

Lind 4
Standort
KG: Wölfnitz
Im 12./13. Jahrhundert mehrfach Besitz des Stiftes St. Paul bei Lind genannt; ab 1399 Lehen der Herren von Metnitz; nach 1627 als Lehen Christof Perger, Freiherr von Hollenburg; 1842 bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts Privatbesitz. - Nach 1627 unter Freiherrn von Hollenburg Christof Perger errichtet. Zweigeschoßiger Edelhof mit Attikageschoß, flachem Walmdach und im 19. Jahrhundert stark verändert, in 7:2 Achsen symmetrisch ausgeteilten Fassaden mit Mittelrisaliten an den Schauseiten.[11]

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Pfarrhof
ObjektID: 6811
St. Peter 2
Standort
KG: Wölfnitz
Nordöstlich der Pfarrkirche, zweigeschoßiger barocker Stöcklbau; über dem Portal Wappenstein des Tainacher Propstes Gentilotti, bezeichnet 1625.[12]

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Kath. Pfarrkirche St. Peter zu St. Peter bei Grafenstein
ObjektID: 6810

Standort
KG: Wölfnitz
Urkundlich 1138 und 1269 erwähnt. Schmaler gotischer Bau mit dreiseitigem Chorschluss, der West-Turm mit Pyramidenhelm und großen rundbogigen Schallfenstern. Steinplattleindeckung. Südlich zweigeschoßiger Sakristeianbau und westlicher, mit der Friedhofsmauer verbundene barocke Vorhalle. Abgestufte Strebepfeiler an Schiff und Chor; die Fenster barockisiert, im Chor das Maßwerk vermauert. Spitzbogiges, profiliertes gotisches Eingangsportal. Monumentaler, stark verwaschener heiliger Christophorus an der Turm-Südseite.[13]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Grafenstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 17. Jänner 2018.
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 707
  3. 1 2 3 4 5 6 Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 237
  4. 1 2 Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 236
  5. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 236f.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 666
  7. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 83
  8. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 699f.
  9. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 699
  10. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 947
  11. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 469f.
  12. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 808
  13. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 807f.
  14. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.