unbekannter Gast
vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Moosburg (Kärnten)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Moosburg enthält die 17 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Moosburg in Kärnten.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

Datei hochladen
Kath. Filialkirche St. Andreas und Nikolaus in Knasweg
ObjektID: 12956
Knasweg
Standort
KG: Gradenegg
Kleiner, von einer Friedhofsmauer umgebener gotischer, im Kern romanischer Bau des 14. Jahrhunderts. Im Frühbarock und nach Brand 1911 verändert. Nördlicher kreuzgratgewölbter Sakristeianbau, östlicher Dachreiter mit Spitzdach schindelgedeckt; Langhaus mit Steinplattln. Vordach auf quadratischen Pfeilern. Rundbogiger Eingang, seitlich Opfertisch. An der Süd-Wand Wandgemälde heiliger Christophorus des 16. Jahrhunderts. Langhaus flachgedeckt. Hölzerne Westempore. Rundbogiger Triumphbogen. Langgestreckter Chor einjochig, 3/8-Schluss, kreuzgratgewölbt. Kleine rundbogige Fenster des 14. Jahrhunderts.[2]

Datei hochladen
Evangelisches Gemeindehaus
ObjektID: 12946
Brauhausgasse 1
Standort
KG: Moosburg
Das evangelische Gemeindehaus und Predigtstelle ist ein schlichter Hallenbau in Holzstruktur auf Pfahlstützen. Das 1936 nach Entwürfen von Hermann Schütz vom Zimmermeister Stefan Hofer errichtete Gebäude ist mit einem Satteldach bedeckt. An der Hauptfassade befindet sich ein Glockenträger und Gegengiebel. Der Bau wurde 2009 saniert. Das Gemeindehaus ist der evangelischen Pfarre Pörtschach zugeordnet.[3][4]

Datei hochladen
Pfarrhof
ObjektID: 12945
Gaisrückenstraße 2
Standort
KG: Moosburg
Beim Pfarrhof handelt es sich um einen schlichten, zweigeschoßigen Bau aus dem 16. Jahrhundert, der zwei Seitenrisalite aufweist. Das sich westlich vom Pfarrhof befindlichen Nebengebäude sind eine Keusche mit Holzständerkonstruktion (Bundwerk) und Laubengängen im Obergeschoß, sowie ein gemauertes Gebäude mit drei Pfeilerarkaden an einer der Traufseiten und Ziegelgittern an den Giebelfronten.[5]

Datei hochladen
Schloss
ObjektID: 12952
Schloss 1
Standort
KG: Moosburg
Hauptartikel: Schloss Moosburg
f1

Datei hochladen
Schloss Ratzenegg
ObjektID: 12953
Zeno Goeß Weg 23
Standort
KG: Moosburg
Das Schloss liegt auf einem steilen Hügel. Urkundlich wurde es 1333 von Friedrich von Hallegg erbaut; unter Adam von Hallegg um 1600 großzügig ausgebaut. Heute Privatbesitz. Seit 1973 Instandsetzung. 1996/97 Adaptierungsarbeiten für Wohnzwecke im Inneren. Restaurierung der Hof- und Außenfassaden. Großer Bau über unregelmäßigem Grundriss mit äußeren Burgtoren (teilweise verfallen). An der West-Seite ein Rundturm; nördlich zwei Eck-Erker auf Kragsteinen; an der West- und Ost-Front Renaissance-Zwillingsfenster. Prächtiges Rustika-Hauptportal an der Nord-Fassade mit den von Löwen gehaltenen Doppelwappen Hallegg-Thannhausen und Kronegg-Zinsendorff (1688). Im Süd-Trakt (Kasten) ebenerdig die ehemaligen Stallungen mit Gewölben auf Säulen. Kleiner Hof mit vermauerten Arkaden und Spuren von Sgraffitodekor. 1996 Freilegung und Konservierung von Friesen der Renaissancezeit.[6]

Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche hll. Michael und Georg
ObjektID: 12942

Standort
KG: Moosburg
f1
Datei hochladen Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 12943

Standort
KG: Moosburg
Bei diesem Nischenbildstock handelt es sich um einen Bau mit massiven Mauerwerk und Grobputz. Die Nische öffnet sich gegen Osten hin in einen mit Schmiedearbeiten versehenen Rundbogen. Die beiden Seitenfenster sind verglast. Das Denkmal weist ein ausgeprägtes Gesims auf, die Spitze des Eternitdaches ist, genauso wie das bekrönende Kreuz, vergoldet. Die barocke Schnitzfigur des Heiligen Nepomuk stammt aus dem 18. Jahrhundert.[7][8]

Datei hochladen
Kapelle Maria Hilf (Luschenkapelle)
ObjektID: 12947

Standort
KG: Moosburg
Östlich des Orts auf einem Hügel gelegen. Kleiner Biedermeier-Bau von 1838. 1998/99 Gesamtrestaurierung. Flachgedecktes Langhaus mit Rundapsis; Dachreiter. Kreuzigungsgruppe in drei Nischen der West-Fassade; kleiner Altar des 17. Jahrhunderts (hölzerne Orgelempore, Betbänke, Votivbilder).[5]

Datei hochladen
Burganlage Moosburg/Hetzelburg
ObjektID: 12954

Standort
KG: Moosburg
Hetzelburg. Altes Siedlungsgebiet, wie Funde aus der Bronzezeit beweisen. Urkundlich 879 erstmals erwähnt. Nach 1100 bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts im Besitz der Pfalzgrafen von Görz, danach habsburgisch und von 1501 bis 1630 Familie von Ernau, ab 1633 Freiherrn von Kronegg und ab 1708 Goëss. Ab dem frühen 16. Jahrhundert nach Erbauung des neuen Schlosses verfallen. Ausgedehnte Anlage auf drei Hügeln (im Norden Raut-, im Südwesten Thurner- und im Südosten Arnulfhügel), über einem Moorboden zirka ein Kilometer westlich des Ortes zwischen dem Nordwest-Ufer des Mitterteiches und der Landesstraße. Weit ausgedehnte, zum Teil stark verfallene Anlage; drei in sich geschlossene, verschieden alte Baukomplexe: Älteste Wehranlage (karolingisches „heribergium“) nachweislich am Rauthügel, die Hauptburg aus dem 12.–14. Jahrhundert auf dem Thurnerhügel und von Bering umgebener „Arnulfturm“ (Burggrafensitz) aus dem 13. Jahrhundert auf dem Arnulfhügel; Turm über quadratischem Grundriss von 12 Metern Seitenlänge und zwei Metern Mauerstärke errichtet, blieb an der West-Seite bis 17 Meter hoch erhalten. Hauptburg bestand aus einem zweiräumigen Festen Haus und von Bering umschlossenem südseitigen Hof; unterster Bereich von Haus und Bering aus lagerhaften Bruchsteinen des 12. Jahrhunderts. Zwei Meter hohes aufgehendes Mauerwerk des Wohnbaues aus dem 13. Jahrhundert. Vermutlich erst im Spätmittelalter zu großer Wehranlage zusammengefasst.[3]
Hauptartikel: Arnulfsfeste
Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Valentin
ObjektID: 12957
Dellach
Standort
KG: Seigbichl
Urkundlich frühes 17. Jahrhundert, in isolierter Lage auf bewaldetem Hügel. Urkundlich 1352 als heilige Leonhardskirche, Patrozinium heiliger Valentin erst nach 1616. Barock-Bau, Kirchenschiff im Giebelfeld der West-Fassade 1721 datiert, West-Portal mit profilierten gotischen Gewändesteinen (vom Vorgängerbau?) offensichtlich sekundär verwendet. Westliches Vordach auf gemauerten Pfeilern. 1996/97 Außenrestaurierung mit Wiederherstellung der 1721 datierten barocken Architekturpolychromie. Innenrestaurierung 1992. Langhausinneres durch Pilaster in vier Joche gegliedert, Flachtonnengewölbe mit Stichkappen. Hölzerne Westempore. Stichkappengewölbe im Chor. Rundbogenfenster. Sakristei im Turmerdgeschoß, Eisenplattentür.[9]

Datei hochladen
Frühmittelalterliches Gräberfeld und Kirche
ObjektID: 12944

seit 2012

St. Peter bei Moosburg
Standort
KG: St. Peter bei Moosburg
Die Kirche war während der Karolingerzeit reich mit Marmor-Flechtwerksteinen geschmückt und befand sich in einem ausgedehnten Gräberfeld des späten 10. Jahrhunderts mit über 400 Bestattungen. In der Folgezeit wurde sie romanisch-gotisch überbaut. Das Bauwerk wurde erstmals 1217 urkundlich erwähnt. Aufgrund eines Brandes im Jahr 1879 sind nur noch Mauerreste sichtbar. Am Triumphbogen zur Apsis befinden sich vier Marmorplatten als Trittstufen in der Größe von rund 40 x 50 cm. In der nördlichsten ist als Besonderheit ein Mühle-Spiel eingeritzt.[10][11]

Datei hochladen
Schloss
ObjektID: 12963
Schlossstraße 10
Standort
KG: Tigring
Hauptartikel: Schloss Tigring
f1

Datei hochladen
Kath. Pfarrkirche hl. Egyd
ObjektID: 12958

Standort
KG: Tigring
Hauptartikel: Pfarrkirche Tigring
f1

Datei hochladen
Kath. Filialkirche, Wallfahrtskirche Maria Sieben Schmerzen
ObjektID: 12959
Freudenberg
Standort
KG: Tigring

Datei hochladen
Kath. Filialkirche hl. Rupert
ObjektID: 12960
Nussberg
Standort
KG: Tigring
f1

Datei hochladen
Kath. Filialkirche hl. Agnes, hll. Simon und Judas Thaddäus
ObjektID: 12961
Faning
Standort
KG: Tigring
Um 1070 Gut Vaniccha. Tauschobjekt der Freisinger. Kirche Sankt Agnes romanisch, bis 1784 Filiale von Maria Wörth.

Datei hochladen
Karner
ObjektID: 12962

Standort
KG: Tigring
Der Karner im Friedhof der Pfarrkirche Sankt Egyd ist ein zweigeschoßiger Rundbau der Romanik aus der Mitte des 12. Jahrhunderts mit einem darunter liegenden Beinhaus. Er weist eine kleine Halbkreisapsis auf und ist von einem Steinplattlkegeldach und im Inneren von einer Flachdecke bedeckt. Das äußere Erscheinungsbild ist weitgehend original erhalten.[12]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Moosburg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 7. Juni 2017.
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 410.
  3. 1 2 Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 565.
  4. Neustart für Evangelisches Gemeindehaus Moosburg. Kleine Zeitung, 2. November 2009, abgerufen am 26. September 2013.
  5. 1 2 Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 564.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 670f.
  7. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 566.
  8. Johannes von Nepomuk Bildstock – Moosburg. kleindenkmaeler.at, abgerufen am 7. September 2012.
  9. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 72.
  10. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 815.
  11. Ausgrabung Flechtwerkstein-Kirche St. Peter bei Moosburg – Kleindenkmäler.at
  12. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 957.
  13. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.