Nicholas Ofczarek

Nicholas Ofczarek (2009)
Nicholas Ofczarek (2009)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
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Erklärung der Daten
Singles
Wunderwelt (Klaus Prünster feat. Anna Unterberger, Simon Schwarz und Nicholas Ofczarek)
  AT 57 23.09.2011 (… Wo.) [1]

Nicholas Ofczarek (* 30. Mai 1971 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler und Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Seine Eltern Roberta und Klaus Ofczarek waren Opernsänger und er lebte mit ihnen mehrere Jahre in Graz und in der Schweiz. Auf den Vorschlag der Eltern, die meinten, dass er für das Schauspiel mehr Talent zeige als fürs Singen, entschied er sich für eine Schauspielkarriere.

Nach der Matura und der schauspielerischen Ausbildung an der Konservatorium Wien Privatuniversität spielte er von 1991 bis 1994 in der freien Wiener Theaterszene (Theater Drachengasse, Theater der Jugend), bis ihn Claus Peymann 1994 für eine Rolle an das Burgtheater holte, die er jedoch nie spielte. Erst eineinhalb Jahre und einige kleinere Rollen später wurde Claus Peymann wirklich auf ihn aufmerksam und begann ihn zu fördern.

Neben seinen zahlreichen Bühnen- und Filmengagements unterrichtet er am Max Reinhardt Seminar Sprecherziehung[2] und ist darüber hinaus auch karitativ tätig. So moderierte er zusammen mit Ben Becker den Life Ball 2012,[3] kocht für den Wohltätigkeitsverein für Arme Wiener Tafel[4] und ließ sich 2012 bei einem Charity-Abend für die Wiener Sozialmärkte für ein Abendessen ersteigern.

Ofczarek ist mit der österreichischen Schauspielerin Tamara Metelka verheiratet und hat eine Tochter.

Bühnenrollen

Seine erste Hauptrolle am Burgtheater spielte er 1995/96 an der Seite von Martin Schwab in Der Messias von Patrick Barlow (R: Felix Benesch). 1999 spielte er die Rolle des Pentheus in Die Bakchen von Euripides, im selben Jahr einen Fremden in Franz Wittenbrinks Pompes Funèbres (1999), 2000 Kilian Blau in Nestroys Der Färber und sein Zwillingsbruder (R: Karlheinz Hackl), Leonce in Georg Büchners Leonce und Lena (R: Sven-Eric Bechtolf, 2001), Mortimer in Schillers Maria Stuart (R: Andrea Breth), Junger Grenzjäger in Karl Schönherrs Der Weibsteufel (Regie: Martin Kušej).

Eine seiner Paraderollen ist die Rolle von Zawisch in der Martin Kušej-Inszenierung König Ottokars Glück und Ende, die 2005 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt wurde und im Burgtheater auf dem Programm steht. Für die Rolle Johanns in Zu ebener Erde und erster Stock oder Die Launen des Glücks von Nestroy wurde Ofczarek für den Nestroy-Theaterpreis 2005 in der Kategorie „Bester Schauspieler“ neben Tobias Moretti und Michael Maertens nominiert und erhielt diesen Preis geteilt mit Michael Maertens.

2006 versuchte er sich auch im Operngenre und stand in der Regie von Karin Beier als Bassa Selim in Die Entführung aus dem Serail auf der Bühne des Burgtheaters. Im Sommer 2009 übernahm er bei den Festspielen Reichenau in Schnitzlers Spiel im Morgengrauen nicht nur die Rolle des Leutnant Greising, sondern gab auch sein Regiedebüt.

Von 2010 bis 2012 spielte er bei den Salzburger Festspielen die Titelrolle im Jedermann von Hugo von Hofmannsthal und hatte auch Gastauftritte im Residenztheater München als Kasimir in Kasimir und Karoline unter der Regie von Frank Castorf und Der Weibsteufel.

Film und Fernsehen

Ofczarek spielt auch in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen sowie Fernsehserien, zum Beispiel in Vino Santo, einem Film von Uli und Xaver Schwarzenberger, in Mädchen, Mädchen II (2003), in Ravioli (2002), Uprising (Mehrteiler), Nordrand (1999), Untersuchung an Mädeln, In Schwimmen 2 Vögel, Das Siegel, Soko Kitzbühel, Kommissar Rex, Medicopter 117, Im Reich der Reblaus, Heaven, Der Winzerkönig, Julia, Der Bulle von Tölz, Blumen für Polt, 11er Haus, Schwere Jungs, Tatort - Operation Hiob (2010), Tatort - Der oide Depp (2008), Sommer der Gaukler (2011). Im Schweizer Film Sennentuntschi (2010) spielte Ofczarek eine Hauptrolle. In dem im Juli 2008 erschienenen Film Falco – Verdammt, wir leben noch! spielte Ofczarek die Rolle des Falco-Entdeckers Markus Spiegel.

Im Jahr 2012 ist Ofczarek im ORF in der Serie Braunschlag als Discobesitzer Richard Pfeisinger und in der Satiresendung "Wir Staatskünstler" von und mit Florian Scheuba, Robert Palfrader und Thomas Maurer zu sehen. Darin wurde in der 1. Staffel Niko Pelinkas angeblich großer Einfluss auf die Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks parodiert. Pelinka (gespielt von Nicholas Ofczarek) teilte wöchentlich per Videokonferenz seine Verbesserungsvorschläge für die Sendung mit (instruiert von der stets neben ihm sitzenden SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas, die von Claudia Kottal dargestellt wurde). In der 2. Staffel parodieren sie in der von Elizabeth T. Spira inspirierten Reihe "Liebesg'schichten und Alltagssachen" verschiedene Persönlichkeiten, die von Ihnen als Pärchen dargestellt werden (Michael Häupl und Maria Vassilakou, Alfons Mensdorff-Pouilly und Maria Rauch-Kallat, François Hollande und Angela Merkel, sowie Krampus und Nikolo) [5].

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl)

Burgtheater Wien (tw. über mehrere Spielzeiten)

Stadttheater Klagenfurt

Theater der Jugend - Renaissancetheater

Theater im Künstlerhaus

  • 1992: Rokoko von Cecilie Løveid (Weißer Mann 2) – Regie: Beverly Blankenship

Theater der Jugend – Theater im Zentrum

Theater Drachengasse

  • 1993: Liebe, Lust und Lüge oder Die falschen Kurtisanen von Aphra Behn (Frank Gaillard/Morosini) – Regie: Beverly Blankenship
  • 1994: Der Ritter vom flammenden Stössel von Francis Beaumont (Georg Bürger) – Regie: Beverly Blankenship

Volksoper

Residenztheater München

Festspiele (Auswahl)

Maria Enzersdorfer Festspiele

Komödienspiele Porcia - Spittal an der Drau

Festspiele Reichenau

Salzburger Festspiele

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Nicholas Ofczarek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Chartplatzierungen in Österreich
  2. Lehrende. Webpräsenz des Max Reinhardt Seminars, abgerufen am 15. November 2012.
  3. Wiener Zeitung: Life Ball: Ben Becker und Nicholas Ofczarek moderieren Eröffnung, 25. April 2012.
  4. Wiener Tafel, Presseaussendung: Wiener Tafel Suppe für JEDERMANN, 5. November 2010.
  5. http://kurier.at/kultur/medien/harry-frank-und-wieder-einmal-der-gute-alte-kaiser/1.608.398