Wiener Neustadt Hauptbahnhof

Wiener Neustadt Hauptbahnhof
WrNeustadt Hbf 02.jpg
Wiener Neustadt Hauptbahnhof - Bahnhofsvorplatz
Daten
Betriebsart Abzweigbahnhof
Bahnsteiggleise 10
Reisende 25.000
Abkürzung Nb
Eröffnung 1841
Architektonische Daten
Baustil Moderne
Lage
Stadt Wiener Neustadt
Bundesland Niederösterreich
Staat Österreich
Koordinaten 47° 48′ 42″ N, 16° 14′ 3″ O47.81166666666716.234166666667Koordinaten: 47° 48′ 42″ N, 16° 14′ 3″ O
Höhe 268 m ü. A.
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich

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Der Bahnhof Wiener Neustadt ist mit über 700 Zugfahrten und 25 000 Passagieren der meistfrequentierte Bahnhof Niederösterreichs. Er ist Haltepunkt auf der Südbahn und Ausgangspunkt der Verbindungsbahnen nach Gutenstein, Puchberg am Schneeberg und Mattersburg, der Pottendorfer Linie nach Pottendorf-Landegg und der S-Bahn-Stammstrecke nach Floridsdorf sowie Haltepunkt auf der Aspangbahn. Es halten alle Züge der Südbahn Richtung Bruck an der Mur und Richtung Wien sowie alle Züge der genannten Nebenbahnen.

Der Bahnhof, der in den Jahren von 1997 bis 2003 völlig neu gestaltet wurde, ist zudem Ausgangspunkt der meisten städtischen Buslinien. Direkt am Bahnhofsgebäude angeschlossen ist eine Filiale der Post.

Inhaltsverzeichnis

Bahnhofshalle

In der Bahnhofshalle befinden sich unter anderem ein Okay-Shop, eine Trafik, der Fahrkartenschalter der ÖBB, ein Linauer-Cafe sowie ein Linauer-Gebäckshop und Warteräume. Außerdem gibt es Fahrkartenautomaten. Entnahmeboxen der Gratiszeitung Heute befinden sich in der Personenunterführung, seit 8. Januar 2012 auch bei der Abfahrtshaltestelle der Stadtbusse, die der Gratiszeitung "Österreich" befinden sich an der Abfahrtshaltestelle der Stadtbusse und ebenfalls in der Personenunterführung und am Busbahnhof, nach dem 3. Busstellplatz, der derzeit hauptsächlich zum Abstellen von Bussen dient. Dort befindet sich auch seit kurzem eine "Heute"-Tasche.

Bahnsteige

Eisenbahnstrecken im Raum Wiener Neustadt

Der Bahnhof verfügt über zehn Bahnsteige (1-9, 21). Bahnsteig 1b wird hauptsächlich von der Aspangbahn benutzt (Regionalzüge nach Aspang, auch REX nach Fehring), 1b und 21 werden von der Mattersburger Bahn benutzt (Direkte Züge nach Sopron, Deutschkreutz und Neckenmarkt-Horitschon), Bahnsteig 1a von der Pottendorfer Linie, die inzwischen ins Schnellbahnnetz als Linie S5 und S6 integriert wurde (Züge nach Absdorf-Hippersdorf und Hollabrunn über Wien Mitte, sowie Regionalzüge nach Eisenstadt Schule), Bahnsteig 2b von der äußeren Aspangbahn (meist Züge mit keinen Haltestationen vor Aspang, nach Hartberg, Friedberg, Fehring), die Bahnsteige 2a, 3, 4 und 5 nutzen die IC- und EC-Züge der Südbahn (von Wien Meidling (Stand: 2010) nach Graz, Klagenfurt, Marburg, Lienz in Osttirol,...) und die Regionalexpress-Züge (REX)/Regionalzüge (R) der Südbahn (Taurus-Lok mit 5 Wiesel-Doppelstockwagen von Retz oder Lundenburg über Wien Mitte nach Payerbach-Reichenau), den Bahnsteig 6a nutzen weitere Züge der Nebenbahnen (zB.: innere Aspangbahn nach Maria Lanzendorf, Triestingtalbahn nach Weißenbach-Neuhaus über Leobersdorf), Bahnsteig 7a nutzt die Gutensteinerbahn und Bahnsteig 8a die Schneebergbahn. Die Bahnsteige 6b, 7b, 8b und 9b verteilen sich auf weitere Züge der diversen Nebenbahnen. Die Schnellbahnnzüge über die Südbahn (Linie S1, S2 ,S9) benutzen die Bahnsteige 1a, 6a, 9a. Die hier endenden EuroCity-Züge der Relation Prag - Wien - Wiener Neustadt halten am Bahnsteig 9a, neben dem noch weitere Gleise (ohne Bahnsteig) vorhanden sind, die für den Lokwechsel benötigt werden. Alle Bahnsteige sind seit dem Umbau 2003 barrierefrei zu erreichen. Direkt von der Bahnhofshalle kommt man durch eine Unterführung bequem zu den Bahnsteigen, wobei die hochfrequentierten Bahnsteige 2/3 und 4/5 der Südbahn und die Bahnsteige 1a, 1b/21 mit Rolltreppen ausgestattet sind. Durch die Unterführung kann man seit 2003 auch von der Gegenseite (Zehnerviertel) die Gleise erreichen, seit Sommer 2011 auch vom neuen Parkhaus. Am anderen Ende der Bahnsteige wurde eine Überführung errichtet, die das Wechseln der Bahnsteige sowie das Erreichen des (alten) Parkdecks ermöglicht. Im Jahre 2010 wurde diese Überführung abgerissen und neu gebaut.

Gegenwart

Der Neubau des Bahnhofs um 55,3 Millionen Euro wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Bahnhofsgebäude selbst wurde völlig abgetragen und neu errichtet, die Bahnsteige wurden renoviert. Die Unterführung wurde so umgebaut, dass man sie von der Bahnhofshalle direkt erreichen kann (früher musste man zuerst ins Freie). Die Unterführung ist außerdem seither auch von der anderen Seite erreichbar und wurde mit Rolltreppen und Aufzügen ausgestattet. Am anderen Ende der Bahnsteige wurde eine Überführung völlig neu errichtet. Im Zuge der Bahnhofsrenovierung wurden auch Vorplatz und Busbahnhof völlig neu gestaltet sowie die Straßenunterführung in der Kollonitschgasse modernisiert. Seither können auch Reisebusse die Unterführung benützen und im Zuge der Bahnbrücke können auch Radfahrer und Fußgänger die Straße überqueren.

Vergangenheit

Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Wien nach Wiener Neustadt am 20. Juni 1841[1] ging auch der Wiener Neustädter Hauptbahnhof in Betrieb. Der Bahnhof war seit jeher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im südlichen Niederösterreich.

Das alte zweigeschoßige Stationsgebäude (im zweiten Stock befand sich ein Restaurant) war am Ende des 20. Jahrhunderts großteils völlig heruntergekommen und wurde in der Bevölkerung vielfach als Schandfleck im Stadtbild empfunden. Außerdem musste man, um zu den Bahnsteigen zu kommen, zuerst das Gebäude verlassen, um zu der Unterführung zu gelangen. Rolltreppen und Aufzüge gab es gar nicht.

Weblinks

 Commons: Wiener Neustadt Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gertrud Gerhartl:Wiener Neustadt. Geschichte, Kunst, Kultur, Wirtschaft, 2. Aufl., ISBN 3-7003-1032-3, S. 389