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Universität für Musik und darstellende Kunst#

KUG#

geschäftsführender Vizerektor: Univ.-Prof. Mag.art. Eike Straub#

Die Kunstuniversität Graz (KUG) geht zurück auf die 1816 vom Musikverein für Steiermark eröffnete Musikschule.

Sie wurde 1920 Konservatorium, erhielt 1927 das Öffentlichkeitsrecht, war 1939 bis 1945 "Staatliche Hochschule für Musikerziehung", danach Landeskonservatorium (mit Seminar für Musikerziehung, 1948) und wurde 1963 vom Staat als Akademie übernommen.

1970 wurde sie zur Hochschule erhoben, 1983 erhielt sie das Sponsionsrecht und 1998 wurde sie - wie alle anderen österreichischen Kunsthochschulen zur Universität ernannt. Seit 1965 wird eine Expositur in Oberschützen (Burgenland) geführt.

Die Kunstuniversität Graz (KUG) bietet ihren derzeit (Studienjahr 2018/19) über 2300 Studierenden in Graz und Oberschützen an 17 Instituten und 2 Doktoratsschulen hochqualifizierte Lehre für künstlerische und wissenschaftliche Berufe.

Haus für Musik und Musiktheater (MUMUTH)
Palais Meran: Sitz der Universitätsleitung KUG
Foto: KUG/Alexander Wenzel - Kunstuniversität Graz. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0


Geschichte

1815 wurde in Graz von 30 Studenten am Lyceum (heute Universität Graz) ein "Akademischer Musikverein" gegründet (der heutige „Musikverein für Steiermark“).

1816 wurde von diesem Verein eine eigene Singschule eröffnet- diese gilt als das älteste Musikinstitut Österreichs und ist Keimzelle der heutigen Universität für Musik und darstellenden Kunst Graz (KUG).

Ab 1818 wurde der Unterricht schrittweise um Schulen für Holz- und Blechblasinstrumente erweitert; 1820 wurde nach den Unterrichtsmethoden des bereits etablierten Pariser Konservatoriums die erste Violinschule eingerichtet. In Ermangelung eines eigenen Musikvereinsgebäudes fand der Unterricht in den Räumen einer Volksschule statt. Ab 1869 war der Unterricht erstmals kostenpflichtig. Durch die Einnahmen konnte auch das Studienangebot noch mehr erweitert werden: 1888 wurde die erste Klavierschule eröffnet, es wurden Dirigentenschule, Orgelspiel und Posaune in den Lehrplan aufgenommen und der theoretische Unterricht ausgebaut.

Ab 1885 stand dem Musikverein für Steiermark und seiner Vereinsmusikschule der neu erbaute Konzertsaal der Steiermärkischen Sparkasse, der Grazer Stefaniensaal, für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung.

1920 wurde die Vereins-Musikschule berechtigt, den Titel ‚Konservatorium’ zu führen. 1939 wurde das Konservatorium vom Musikverein abgetrennt und als „Steirische Landesmusikschule Graz“ in die öffentliche Verwaltung des Landes Steiermark übernommen. Die Landesmusikschule sollte der Ausbildung von BerufsmusikerInnen dienen (Gliederung in fünf Abteilungen: Orchester-, Instrumental-, Gesangs-, Opern- und Dirigentenschule); der Musikverein für Steiermark fungierte ab 1939/40 nur mehr als Konzertbüro.

Haus für Musik und Musiktheater (MUMUTH)
Haus für Musik und Musiktheater (MUMUTH)
Foto: KUG/Alexander Wenzel - Kunstuniversität Graz. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0

Nach 1945 wurde die Steirische Landesmusikschule als „Steiermärkisches Landeskonservatorium mit der Volks-Musikschule Graz“ mit öffentlichen Mitteln weitergeführt. 1963 wurde das Konservatorium – nun ohne die Volksmusikschule - zu einer staatlichen Einrichtung des Bundes, zur „Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz“. (Die Volksmusikschule Graz wurde als Landesmusikschule weitergeführt und entwickelte sich zum Johann-Joseph-Fux-Konservatorium.) Durch das Kunsthochschulorganisationsgesetz 1970 wurde die Akademie in die "Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz" umgewandelt. 1983 erhielt die Hochschule das Sponsionsrecht für den Abschluss aller ordentlichen Studien. Mit Beginn des Studienjahres 1998/99 wurden die sechs österreichischen Kunsthochschulen in Universitäten umbenannt. Die "Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz" heißt seither "Universität für Musik und darstellende Kunst Graz", abgekürzt „KUG“ - Kunstuniversität Graz.

Die 14 Standorte der KUG sind in Graz räumlich verteilt: vom "Campus Palais Meran", dem multifunktionalen Theater im Palais (TiP), dem avantgardistische "CUBE" bis zum 2009 eröffneten MUMUTH (Haus für Musik und Musiktheater); ein Institut befindet sich in Oberschützen im Burgenland.