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vom 07.10.2017, aktuelle Version,

Güttenbach

Güttenbach
Pinkovac
Wappen Österreichkarte
Wappen von Güttenbach
Pinkovac
Güttenbach (Österreich)
Güttenbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 15,89 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 16° 17′ O
Höhe: 263 m ü. A.
Einwohner: 878 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 55 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7536
Vorwahl: 03327
Gemeindekennziffer: 1 04 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
7536 Güttenbach
Pinkovac
Website: www.guettenbach.at
Politik
Bürgermeister: Leo Radakovits (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(15 Mitglieder)
10
5
10  5 
Insgesamt 15 Sitze

Lage der Marktgemeinde Güttenbach
Pinkovac im Bezirk Güssing
BildeinBocksdorfBurgauberg-NeudaubergEberauGerersdorf-SulzGroßmürbischGüssingGüttenbachHackerbergHeiligenbrunnHeugrabenInzenhofKleinmürbischKukmirnMoschendorfNeuberg im BurgenlandNeustift bei GüssingOlbendorfOllersdorf im BurgenlandRauchwartRohr im BurgenlandSankt Michael im BurgenlandStegersbachStinatzStremTobajTschanigrabenWörterbergBurgenland Lage der Gemeinde Güttenbach im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Güttenbach ist eine Marktgemeinde mit 878 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich. Der kroatische Ortsname der Gemeinde ist Pinkovac, der slowenische Name Pinkovec, Pinkovci, der ungarische Name Pinkóc.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland im nördlichen Teil des Bezirks Güssing. Güttenbach ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte

In Güttenbach wurden über 200 Silber-Münzen vom Velemer-Typ aufgefunden, die chronologisch in die Zeit der Boier-Einfälle datiert werden. Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. (der Frühlatènezeit) wanderten die Boier aus ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten zwischen Rhein, Main und Donau nach Süden und Südosten. Den Typus-Namen haben die Münzen vom Fund 1899 im nahegelegenen Velem (ungarisches Komitat Vas), der rund 60 Münzen enthielt. Bei den Münzen von Güttenbach ist noch teilweise eine Überprägung von norischen Münzen feststellbar. Ob der Schatzfund eine Deponierung aus kultischen Gründen oder ein Versteck in Kriegszeiten war, kann heute nicht mehr sicher festgestellt werden.[1]

80 % der Einwohnerschaft gehören der kroatischen Volksgruppe des Burgenlandes an, die seit rund 450 Jahren diesen Raum bevölkert. Güttenbach ist keine kroatische Neuansiedlung, der 1427 erstmals urkundliche erwähnte, damals deutsch-ungarische Ort wurde im 16. Jahrhundert von den Kroaten bevölkert und später assimiliert. Der Ort war ab dem Jahr 1524 Teil der Besitzungen der Adelsfamilie Batthyány und gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pinkócz verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Güttenbach seit 1986.

Bevölkerungsentwicklung

Wappen

Das Gemeindewappen wurde am 14. Juni 1987 verliehen.

„Blasonierung“: „In Blau aus dem mit einem blauen Wellenbalken belegten, goldenen Schildfuß wachsend eine dreitürmige, mit einem golden vergitterten schwarzen Rundfenster versehene, goldene Kirche, begleitet von zwölf goldenen Schneckenwirbeln im Halbkreis.“

Partnergemeinden

Politik

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Güttenbach
  • Katholische Pfarrkirche Güttenbach hl. Joseph
  • Das Kastell ist ein villenartiger Bau, der Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Vor dem Kastellgelände steht eine moderne Kapelle.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  Commons: Güttenbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 702 f.