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vom 20.06.2020, aktuelle Version,

Hausberg Zorimauer

Hausberg Zorimauer
Entstehungszeit: 1180
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Schiltern
Geographische Lage 48° 31′ 1,5″ N, 15° 37′ 30,6″ O
Hausberg Zorimauer (Niederösterreich)
Hausberg Zorimauer

Der Hausberg Zorimauer ist eine mittelalterliche Burgruine in der Katastralgemeinde Schiltern der Stadtgemeinde Langenlois im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich. Die Burgruine steht unter Denkmalschutz.

Lage

Die Ruine der Höhenburg liegt in der Mitte der Gemeinde auf einer Anhöhe neben der Pfarrkirche St. Pankraz.

Geschichte

Heinrich de Schiltarn wird 1180 erstmals erwähnt. Er ist der erste bekannte Burgherr von Schiltern. Wie viele seiner Nachbarn war auch er ein Gefolgsmann der Kuenringer. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass die Burg selbst je den Kuenringern gehörte. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts war sie jedenfalls landesfürstlich. Sie befand sich aber nicht an der Stelle des jetzigen Schlosses, sondern neben der heutigen Pfarrkirche. 1377 wird ein Ruger von Schiltern als Kämmerer der Herzogin Beatrix genannt. Ab 1386 gelangten Teile der Herrschaft an Konrad und Hermann von Schad. 1402 dürfte sich diese bereits zur Gänze im Eigentum von Georg Schad befunden haben. Zu seiner Zeit gelangte die Oberherrschaft an das Haus Brandenburg-Hohenzollern. Wie dies geschah, ist bis heute nicht geklärt. Schiltern blieb bis 1783 brandenburgisches Lehen, um danach wieder landesfürstlich zu werden. Die Familie Schad verlegte ihren Herrschaftssitz auf die benachbarte Burg Kronsegg und überließ die Burg in Schiltern dem Verfall.

Zur weiteren Geschichte siehe Schloss Schiltern

Beschreibung

Von der ursprünglich quadratischen Befestigung sind noch zwei und eine halbe Seite erhalten. Ein Burggraben ist noch vorhanden, ist aber nicht zugänglich. Bemerkenswert ist die zum Teil in Opus-spicatum-Bauweise (Ährenwerk) vorgenommene Mauerung.

Literatur

  • Bertrand Michael Buchmann, Brigitte Fassbinder: Burgen und Schlösser zwischen Gföhl, Ottenstein und Grafenegg. Burgen und Schlösser in Niederösterreich, Band 17 Birken-Reihe, St. Pölten–Wien 1990, S. 96 ff.
  • Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg: Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 1032.
  • Falko Daim, Karin Kühtreiber, Thomas Kühtreiber: Burgen – Waldviertel, Wachau, Mährisches Thayatal. 2. Auflage, Verlag Freytag & Berndt, Wien 2009, ISBN 978-3-7079-1273-9, S. 282 ff.
  • Franz Eppel: Das Waldviertel, Verlag St. Peter, Salzburg 1966, S. 205
  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters, Grundrisslexikon. Würzburg 1994, 687.
  • Gerhard Reichhalter, Karin und Thomas Kühtreiber: Burgen Waldviertel Wachau. Verlag Schubert & Franzke, St. Pölten 2001, ISBN 3-7056-0530-5, S. 207 f.
  • Hans P. Schad'n, Die Hausberge und verwandten Wehranlagen in Niederösterreich. Ein Beitrag zur Geschichte des mittelalterlichen Befestigungswesens und seiner Entwicklung vom Ringwall bis zur Mauerburg und Stadtumwehrung, Teil 1: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft 80/3, 1950, 245–352; Teil 2: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft 81/2–3, 1953, 25–185; – Hans P. Schad'n, Die Hausberge und verwandten Wehranlagen in Niederösterreich. Ein Beitrag zur Geschichte des Befestigungswesens und seiner Entwicklung vom Ringwall bis zur Mauerburg und Stadtumwehrung. Prähistorische Forschungen 3, Horn–Wien 1953, 217 f.