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vom 30.05.2017, aktuelle Version,

Kukmirn

Kukmirn
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kukmirn
Kukmirn (Österreich)
Kukmirn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 40,48 km²
Koordinaten: 47° 4′ N, 16° 12′ O
Einwohner: 2.025 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7543
Vorwahl: 03328
Gemeindekennziffer: 1 04 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 2
7543 Kukmirn
Website: www.kukmirn.at
Politik
Bürgermeister: Franz Hoanzl (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(21 Mitglieder)
10
6
5
10  6  5 
Von 21 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing
Bildein Bocksdorf Burgauberg-Neudauberg Eberau Gerersdorf-Sulz Großmürbisch Güssing Güttenbach Hackerberg Heiligenbrunn Heugraben Inzenhof Kleinmürbisch Kukmirn Moschendorf Neuberg im Burgenland Neustift bei Güssing Olbendorf Ollersdorf im Burgenland Rauchwart Rohr im Burgenland Sankt Michael im Burgenland Stegersbach Stinatz Strem Tobaj Tschanigraben Wörterberg Burgenland Lage der Gemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Kukmirn (ungarisch Kukmér) ist eine Marktgemeinde mit 2025 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Güssing des österreichischen Burgenlandes.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Eisenhüttl (137)
  • Kukmirn (745)
  • Limbach (569)
  • Neusiedl (585)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eisenhüttl, Kukmirn, Limbach und Neusiedl bei Güssing.

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname Ortsname in Romani
Eisenhüttl Vaskút Jezerjani -
Kukmirn Kukmér - Kukmera
Limbach im Burgenland Hárspatak - -
Neusiedl bei Güssing Felsöújlak - -

Geschichte

Der Ort Kukmirn gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Kukmér verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Kukmirn seit 1981 (durch VO 6).

Der Ort Eisenhüttl (Jezerjani) zählt zum Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten. Er wurde – wie viele andere burgenländische Ortschaften – im 16. Jahrhundert von kroatischen Kolonisten neu besiedelt. Die Ortsbevölkerung war noch in der Zwischenkriegszeit überwiegend kroatischsprachig; seit der Nachkriegszeit ist der Anteil der kroatischen Volksgruppe stark rückläufig und lag zuletzt nur mehr bei rund 11 % (2001).

Am 1. Juni 2011 wurde vom Gemeinderat das vollständige Übereinkommen über den Plan der Vermögensaufteilung beschlossen und damit die Trennung der Stammgemeinde „Marktgemeinde Kukmirn“ in die neu zu bildenden Gemeinden „Limbach“ und „Kukmirn“ sowie die Stellung des Antrages an die Landesregierung auf Erlassung einer Trennungsverordnung.[2] Das Land lehnte die Trennung jedoch mit Verweis auf eine angeblich nicht gegebene nachhaltige Lebensfähigkeit der Einzelgemeinden Anfang 2012 ab.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Wappen

Blasonierung: Gespalten von Gold und Rot ein Apfel in verwechselten Farben.

Der Apfel symbolisiert den Obstanbau in der Region.

Politik

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister
  • bis 2007 Reinhold Fiedler (ÖVP)
  • seit 2007 Franz Hoanzl (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Evangelische Pfarrkirche Kukmirn
Katholische Pfarrkirche Kukmirn

Literatur

  • Walter Dujmovits (Red.): Marktgemeinde Kukmirn. Marktgemeinde Kukmirn, Kukmirn 1982.
  • Martina Fischl: Familie im Südburgenland. Kukmirn und Neuberg von 1895 bis 1995. Dissertation, Universität Graz 2000.
  • Stefan Geosits (Hrsg.): Die burgenländischen Kroaten im Wandel der Zeit. Edition Tusch, Wien 1986, ISBN 3-85063-160-5.
  • Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten in Österreich, Ungarn, Mähren und der Slowakei. BoD. 2008. ISBN 978-3-8370-4278-8.
  Commons: Kukmirn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. kukmirn.at: Gemeindetrennung – Übereinkommen, Pressemeldung vom 16. Juni 2011, Zugriff am 26. August 2011
  3. orf.at – Kukmirn und Limbach: Keine Trennung