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vom 26.01.2018, aktuelle Version,

Kukmirn

Kukmirn
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kukmirn
Kukmirn (Österreich)
Kukmirn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 40,48 km²
Koordinaten: 47° 4′ N, 16° 12′ O
Einwohner: 2.025 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7543
Vorwahl: 03328
Gemeindekennziffer: 1 04 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 2
7543 Kukmirn
Website: www.kukmirn.at
Politik
Bürgermeister: Werner Kemetter (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(21 Mitglieder)
10
7
4
10  7  4 
Insgesamt 21 Sitze

Lage der Marktgemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing
BildeinBocksdorfBurgauberg-NeudaubergEberauGerersdorf-SulzGroßmürbischGüssingGüttenbachHackerbergHeiligenbrunnHeugrabenInzenhofKleinmürbischKukmirnMoschendorfNeuberg im BurgenlandNeustift bei GüssingOlbendorfOllersdorf im BurgenlandRauchwartRohr im BurgenlandSankt Michael im BurgenlandStegersbachStinatzStremTobajTschanigrabenWörterbergBurgenland Lage der Gemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Katholische Pfarrkirche Kukmirn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Ehemaliges evangelisches Schul- und Bethaus

Kukmirn (ungarisch Kukmér) ist eine Marktgemeinde mit 2025 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Güssing des österreichischen Burgenlandes.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Eisenhüttl (137)
  • Kukmirn (745)
  • Limbach (569)
  • Neusiedl (585)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eisenhüttl, Kukmirn, Limbach und Neusiedl bei Güssing.

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname Ortsname in Romani
Eisenhüttl Vaskút Jezerjani -
Kukmirn Kukmér - Kukmera
Limbach im Burgenland Hárspatak - -
Neusiedl bei Güssing Felsöújlak - -

Geschichte

Kukmirn wird erstmals 1185 in einer Urkunde in einer Grenzbeschreibung über die Grenzen des Klostergutes Güssing gegen Medusbach (Dobersdorf) und Witin (Fedenberg – heute eine Riedbezeichnung) urkundlich erwähnt.[2]

Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht bekannt. Die Deutungen reichen vom wildwachsenden Kürbis („Cucurbita“) über die Abstammung von einem ungarischen Adelsgeschlecht („blauer Herzog“) bis hin zu einem Hinweis auf die Kultur der Kelten.[2]

Der Ort Eisenhüttl (Jezerjani) zählt zum Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten. Er wurde – wie viele andere burgenländische Ortschaften – im 16. Jahrhundert von kroatischen Kolonisten neu besiedelt. Die Ortsbevölkerung war noch in der Zwischenkriegszeit überwiegend kroatischsprachig; seit der Nachkriegszeit ist der Anteil der kroatischen Volksgruppe stark rückläufig und lag zuletzt nur mehr bei rund 11 % (2001).

Der Ort Kukmirn gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Kukmér verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Im Zuge des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes vom 1. September 1970 wurden per 1. Jänner 1971 die vordem selbständigen Gemeinden Eisenhüttl, Kukmirn, Limbach und Neusiedl bei Güssing zur Großgemeinde Kukmirn zusammengeschlossen.[3]

1982 erhielt die Gemeinde Kukmirn das Marktrecht verliehen.[2]

Am 1. Juni 2011 wurde vom Gemeinderat das vollständige Übereinkommen über den Plan der Vermögensaufteilung beschlossen und damit die Trennung der Stammgemeinde „Marktgemeinde Kukmirn“ in die neu zu bildenden Gemeinden „Limbach“ und „Kukmirn“ sowie die Stellung des Antrages an die Landesregierung auf Erlassung einer Trennungsverordnung.[4] Das Land lehnte die Trennung jedoch mit Verweis auf eine angeblich nicht gegebene nachhaltige Lebensfähigkeit der Einzelgemeinden Anfang 2012 ab.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2017
 %
50
40
30
20
10
0
44,93
(-3,15)
32,71
(+5,20)
22,36
(-0,72)
n.  k.
(-1,32)





Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 21 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[6] 2012[7] 2007[8] 2002[9] 1997[9]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 621 44,93 10 727 48,08 10 968 67,04 15 891 59,48 13 855 60,51 13
BMKA1 452 32,71 7 416 27,51 6 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
SPÖ 309 22,36 4 349 23,08 5 414 28,67 6 491 32,78 7 392 27,74 6
FPÖ nicht kandidiert 20 1,32 0 52 3,60 0 116 7,74 1 166 11,75 2
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 10 0,69 0 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1784 1826 1841 1797 1667
Wahlbeteiligung 83,46 % 87,24 % 82,24 % 87,92 % 88,96 %
A1 Bürgerliste der Marktgemeinde Kukmirn

Gemeindevorstand

Neben Bürgermeister Werner Kemetter (ÖVP) und Vizebürgermeister Klaus Kroboth (BMK) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Franz Kropf (ÖVP), Ute Lagler (SPÖ), Julius Reichl (BMK), Siegfried Sinkovits (ÖVP) und Klaus Weber (ÖVP) dem Gemeindevorstand an.[10]

Zum Gemeindekassierin wurde Ute Lagler (SPÖ) und zum Umweltgemeinderat wurde Klaus Weber (ÖVP) vom Gemeinderat gewählt.[11]

Zu Ortsvorstehern wurden ernannt: Siegfried Sinkovits (ÖVP, für Eisenhüttl), Franz Kropf (ÖVP, für Kukmirn) und Klaus Weber (ÖVP, für Limbach). In Neusiedl wird die Funktion von Bürgermeister Werner Kemetter selbst wahrgenommen.[11]

Bürgermeister

Bürgermeister ist Werner Kemetter (ÖVP).

Nachdem Franz Hoanzl (ÖVP), der seit 26. Februar 2007 der Gemeinde vorstand, bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 als Altersgründen nicht mehr antrat,[12] bewarben sich mit Werner Kemetter, Klaus Kroboth (Bürgerliste der Marktgemeinde Kukmirn) und Ute Lagler (SPÖ) drei Kandidaten um seine Nachfolge. Kemetter wurde bereits im ersten Wahlgang von 54,77 % der Wähler das Vertrauen ausgesprochen, womit er die Nachfolge von Hoanzl antrat. Kroboth kam auf 30,64 % und Lagler musste sich mit 14,59 % zufrieden gaben.[6] Bürgermeister Kemetter wurde am 10. Oktober 2017 durch die Bezirkshauptfrau Nicole Wild angelobt.[11]

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am 23. Oktober 2017 wurde Kroboth zum Vizebürgermeister gewählt.[10]

Amtsleiter ist Hannes Hirmann.[13]

Chronik der Bürgermeister

  • 1971–1986 Richard Zotter (ÖVP)[14]
  • 1986–2007 Reinhold Fiedler (ÖVP)
  • 2007–2017 Franz Hoanzl (ÖVP)
  • seit 2017 Werner Kemetter (ÖVP)

Wappen

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Rot ein Apfel in verwechselten Farben.

Der Apfel symbolisiert den Obstanbau in der Region.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Evangelische Pfarrkirche Kukmirn

Literatur

  • Walter Dujmovits (Red.): Marktgemeinde Kukmirn. Marktgemeinde Kukmirn, Kukmirn 1982.
  • Martina Fischl: Familie im Südburgenland. Kukmirn und Neuberg von 1895 bis 1995. Dissertation, Universität Graz 2000.
  • Stefan Geosits (Hrsg.): Die burgenländischen Kroaten im Wandel der Zeit. Edition Tusch, Wien 1986, ISBN 3-85063-160-5.
  • Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten in Österreich, Ungarn, Mähren und der Slowakei. BoD. 2008. ISBN 978-3-8370-4278-8.
  Commons: Kukmirn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. 1 2 3 Marktgemeinde Kukmirn: Geschichte (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  3. Land Burgenland: Landesgesetzblatt für das Burgenland, 17. Stück aus 1970, Gesetz Nr. 44 (pdf-Dokument; abgerufen am 24. Jänner 2018)
  4. kukmirn.at: Gemeindetrennung – Übereinkommen, Pressemeldung vom 16. Juni 2011, Zugriff am 26. August 2011
  5. orf.at – Kukmirn und Limbach: Keine Trennung
  6. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Kukmirn 2017 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  7. Land Burgenland: Wahlergebnis Kukmirn 2012 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  8. Land Burgenland: Wahlergebnis Kukmirn 2007 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  9. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Kukmirn 2002 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  10. 1 2 Marktgemeinde Kukmirn: Gemeinderat (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  11. 1 2 3 Marktgemeinde Kukmirn: Gemeindeinformation November 2017 (pdf-Dokument; abgerufen am 25. Jänner 2018)
  12. vom 1. März 2007: Bürgermeisterwechsel (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  13. Marktgemeinde Kukmirn: Gemeindeamt (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  14. Marktgemeinde Kukmirn: Amerikawanderung (abgerufen am 25. Jänner 2018)