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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sierndorf

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sierndorf enthält die 31 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der niederösterreichischen Marktgemeinde Sierndorf im Bezirk Korneuburg.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Bildstock
ObjektID: 990

Standort
KG: Höbersdorf
Das im 18. Jahrhundert errichtete und 1970 an seinen heutigen Standort versetzte Cholerakreuz ist eine einfache Steinsäule mit quadratischem Betonsockel, abgefastem Schaft, Kragenplatte und Dach mit aufgesetztem Kreuz. In den Schaft ist eine Inschrift eingeritzt.[2]

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Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
ObjektID: 991

Standort
KG: Höbersdorf
Die am östlichen Ortsende von Höbersdorf in der Achse der ansteigenden Dorfstraße gelegene Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer ist ein spätbarocker Saalbau von 1784 mit einem 1801 erbauten Westturm. Die lang gestreckte, halbkreisförmig geschlossene Saalkirche hat Rundbogenfenster und an beiden Seiten Anbauten. Der vorgestellte, faschengegliederte und von einem Zwiebelhelm bekrönte Fassadenturm ist durch Volutengiebelanschwünge und Gesimsverklammerung in die pilastergegliederte Langhausfassade eingebunden.

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Bildstock
ObjektID: 993

Standort
KG: Höbersdorf
An der Straße von Höbersdorf nach Großmugl steht ein Holzkreuz mit Blechcorpus aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.[3]

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Pfarrhof
ObjektID: 968
Oberhautzental 49
Standort
KG: Oberhautzental
Der Pfarrhof von Oberhautzental verfügt über einen eingeschoßigen Wohntrakt mit Schopfwalmdach aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts und einen östlich hakenförmig angebauten Wirtschaftsteil mit Satteldach aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt
ObjektID: 967

Standort
KG: Oberhautzental
Die auf einer hügeligen Erhebung im Osten von Oberhautzental gelegene Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt ist eine spätgotische, ursprünglich zweischiffige, im Barock als Saalkirche adaptierte Wallfahrtskirche mit Nordturm. Sie ist von einer ehemaligen Friedhofsmauer mit barocken Torpfeilern umgeben. Das dreijochige Langhaus wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet. Der zweijochige Chor mit Fünfachtelschluss stammt aus dem Jahr 1519. Der Nordturm stammt aus der Zeit des Chorbaus. Er wird von einem Zwiebelhelm von 1882 bekrönt.

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Figurenbildstock Maria Immaculata
ObjektID: 969
nordöstlich von Oberhautzental 100
Standort
KG: Oberhautzental
Bei der Kirche von Oberhautzental steht eine mit 1860 bezeichnete Maria-Immaculata-Säule.

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Schüttkasten (herrschaftlich)
ObjektID: 1009
Obermallebarn 31
Standort
KG: Obermallebarn
Der Schüttkasten im Westen des Ortes ist ein kleiner, zweigeschoßiger Barockbau mit Faschengliederung und Schopfwalmdach.
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ObjektID: 1005
Obermallebarn 44
Standort
KG: Obermallebarn
Der ehemalige Pfarrhof verfügt über einen spätbarocken Baukern.

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Bildstock
ObjektID: 1003

Standort
KG: Obermallebarn
Die Lichtsäule im Westen von Obermallebarn ist ein gemauerter Achtseitpfeiler mit Tabernakelaufsatz und einem sekundären Müllerzeichen von 1633.

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Kath. Pfarrkirche hl. Dreifaltigkeit
ObjektID: 1004

Standort
KG: Obermallebarn
Die Pfarrkirche hl. Dreifaltigkeit in Obermallebarn ist ein kapellenartiger Saalbau mit Giebelturm. Der erste Bau von 1729 wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vergrößert und umgebaut. Das zweijochige Langhaus mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor ist durch Faschen und umlaufendes Traufgesims einheitlich gegliedert. Die Fassadengestaltung ist im Plattenstil ausgeführt. Über dem Portalgewände ist ein Blendokulus zu sehen. Über der giebelartig abgeschrägten Attika mit Eckvasen erhebt sich ein Turm mit Rundbogenschallfenstern, Uhrengiebeln und Pyramidenhelm. An beiden Seiten des Chors befinden sich Anbauten.

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Figur hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 1007

Standort
KG: Obermallebarn
Die Nepomukstatue in der Ortsmitte ist mit 1866 bezeichnet.

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Kapelle Schmerzhafte Muttergottes, Maria-Mallebern Kapelle
ObjektID: 1008

Standort
KG: Obermallebarn
Die Maria-Mallebarn-Kapelle nördlich des Ortes ist ein achtseitiger Zentralbau mit Kreuzarmen, der in der Längsachse in Rechteckform ausgeführt ist. Am Eingangsarm befinden sich Nischenausbuchtungen und nachträglich seitlich gestellte Turmanbauten mit Klangarkaden. Die Querarme sind halbkreisförmig. Der Bau ist durch ein Stutzpyramidendach mit Laterne gedeckt. Im Hauptraum ist ein Klostergewölbe mit Scheitelöffnung zu sehen. Das Achsenkreuz ist durch rechteckige und runde Öffnungen erschlossen. Zur Ausstattung zählt ein Gnadenbild Maria Dreieichen aus dem 19. Jahrhundert.

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Friedhofskreuz
ObjektID: 1010

Standort
KG: Obermallebarn
Das Steinkruzifix am Friedhof von Obermallebarn stammt aus dem Jahr 1784.
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ObjektID: 997
Oberolberndorf 59
Standort
KG: Oberolberndorf
Die Teufelhartmühle ist eine spätbarocke Hofanlage zwischen Oberolberndorf und Stockerau nahe dem Göllersbach, mit einem großen, eingeschoßigen Wohntrakt aus dem 2./3. Viertel des 18. Jahrhunderts. Der stattliche Bau wird von einem mächtigen Mansardensatteldach zwischen geschwungenen, durch Gesimsteilung doppelgeschoßigen Volutengiebeln mit Zapfen- und Vasenaufsätzen gedeckt. Im Erdgeschoß gibt es spätbarock verdachte Fenster mit Schmiedeeisenkörben sowie Stuckfelder.

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Bildstock
ObjektID: 995

Standort
KG: Oberolberndorf
Der Bildstock in der Ortsmitte von Oberolberndorf ist mit 1693 bezeichnet und trägt einen Quaderaufsatz mit Reliefs.

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Bildstock
ObjektID: 996

Standort
KG: Oberolberndorf
Die Kapelle beim Dannerbründl ist ein großer, aus Ziegeln gemauerter, verputzter Kapellenbildstock mit Dreieckgiebel, Kranzgesims und Walmdach. In dem Gewölbe hinter der verzinkten Gittertür befinden sich Nachbildungen des Oberolberndorfer Kreuzes und einer Statue der Schmerzhaften Mutter Gottes, deren Originale seit 1783 im Schlosspark von Sierndorf untergebracht sind.[4]

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Kath. Pfarrkirche hl. Pankratius
ObjektID: 999

Standort
KG: Senning
Die ehemalige Wehrkirche hl. Pankratius ist ein gotischer Bau aus der Zeit um 1400, der 1774/1775 barock umgebaut und neu eingewölbt wurde. Das Langhaus hat Rundbogenfenster und an der Südseite ein gotisches, vermauertes Spitzbogenportal. Der leicht eingezogene Chor mit Fünfachtelschluss und kräftigen Strebepfeilern verfügt über gotische Spitzbogenfenster. Der vorgebaute Westturm ist zweizonig und mit rundbogigen Schallfenstern ausgestattet. Im Süden befindet sich eine im Kern gotische Sakristei mit Pultdach. Die Kapelle im Norden stammt aus dem Jahr 1897.

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Friedhofskreuz
ObjektID: 1000

Standort
KG: Senning
Das Friedhofskreuz von Senning steht auf einem Rokokosockel. Laut einer Urkunde wird es Bernhard Schilcher zugeschrieben. Es wurde um 1765 geschaffen und im Jahre 1913 am Friedhof aufgestellt.

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Kreuzigungsgruppe
ObjektID: 974
Friedhof
Standort
KG: Sierndorf
Die aus einem einzigen Sandsteinblock gefertigte Kreuzigungsgruppe erhebt sich über einer Gruft, in der 18 Priester begraben sind. Das barocke Denkmal besteht aus einem riffartigen Felsen, dekoriert mit Pflanzen und Muscheln, dem Kalvarienberg mit Kreuz und Corpus Christi sowie Darstellungen von Maria Magdalena, der Mutter Gotts und des Evangelisten Johannes.[5]

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Schloss Sierndorf
ObjektID: 983
Im Schlosspark 1
Standort
KG: Sierndorf
Das Schloss in Sierndorf ist eine vierflügelige, von einem Park umgebene, dreigeschoßige Anlage mit Eckrisaliten, die um einen rechteckigen Hof angelegt ist. Im Ostflügel befindet sich die Schlosskapelle. Von der 1840 abgetragenen Wehranlage sind Reste von Erdbastionen und einem Burggraben an der Südwestecke erhalten.

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Mariensäule
ObjektID: 976
Marktplatz
Standort
KG: Sierndorf
Die Mariensäule am Marktplatz von Sierndorf ist mit 1722 bezeichnet. Auf ihrem dreiseitigen Sockel stehen Eckstatuen von Erzengeln. Bekrönt wird die Säule von einer Maria-Immaculata-Figur.

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Pranger
ObjektID: 977
Marktplatz
Standort
KG: Sierndorf
Der Pranger auf dem Marktplatz von Sierndorf wurde um 1580 aufgestellt. Sein zweizoniger Achtseitpfeiler ist durch ein gebuckeltes Kelchkapitell unterteilt und wird von einer Rolandstatue bekrönt.

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Hauszeichen, Schmiedeeisenausleger des Gasthofes Goldener Adler
ObjektID: 980
Prager Straße 17
Standort
KG: Sierndorf
Der zweigeschoßige Gasthof wurde um 1598 und 1710 urkundlich genannt. Der wohl barocke Altbau hat einen Schmiedeeisenausleger von 1774.
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ObjektID: 979
gegenüber Prager Straße 19
Standort
KG: Sierndorf
Der Tabernakelpfeiler im Nordteil von Sierndorf vor dem Schlosspark ist mit 1609 bezeichnet. Sein achtseitiger Schaft wird von einem Gehäuse mit Pyramidenspitze bekrönt.

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Figur, hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 978
gegenüber Prager Straße 22
Standort
KG: Sierndorf
Die Johannes-Nepomuk-Statue im Nordteil des Marktes stammt aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts.

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Bildstock
ObjektID: 982

Standort
KG: Sierndorf
Das als Höllerkreuz (auch: Schmiedkreuz oder Kufmüllerkreuz) bekannte Denkmal besteht aus einem niedrigen, quadratischen Sockel, einem schlanken quadratischen Sandsteinpfeiler und einem Reliefaufsatz, der durch eine Steinplastik der Pietà unter den drei Eichenbäumen bekrönt wird. Auf den Relieftafeln sind die Pestheiligen Sebastian, Rochus und Rosalia sowie eine betende Frau zu sehen, bei der es sich um Barbara, die Nothelferin der Sterbenden handeln könnte. Das Denkmal wurde um 1950 durch einen Unfall beschädigt und im frühen 21. Jahrhundert mit einem neuen Pfeiler wiederhergestellt.[6]

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Ortskapelle
ObjektID: 987

Standort
KG: Unterhautzental
Die Ortskapelle hl. Leonhard in Unterhautzental ist ein 1935 errichteter, schlichter, dreiseitig geschlossener, innen flach gedeckter Bau mit vorgestelltem Fassadenturm. Im Inneren befindet sich ein Tabernakelaufbau mit Adorationsengeln aus der Zeit um 1780, der aus der Pfarrkirche Senning stammt. Die Glocke wurde von Johann Caspar Hofbauer 1773 gegossen.

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Bildstock
ObjektID: 988

Standort
KG: Unterhautzental
Die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtete Stückl-Kapelle ist ein gemauerter, nach Süden geöffneter Kapellensbildstock, der durch ein Eisgengitter aus der Bauzeit abgeschlossen ist. An der östlichen und westlichen Außenwand sind Rundbogennischen eingelassen. Im Inneren befindet sich unter einer gewölbten Decke ein gemauerter Altartisch mit Bildern von Maria und Jesus.[7]

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Ortskapelle hl. Leonhard
ObjektID: 972

Standort
KG: Untermallebarn
Die 1753/1754 errichtete Ortskapelle hl. Leonhard in Untermallebarn ist ein zweijochiger Bau mit Faschengliederung und Rundbogenfenstern. Der vorgestellte Fassadenturm ist von einem Pyramidenhelm bekrönt. Im Portalgewände ist er mit „1754“ bezeichnet. In einer Nische steht eine spätbarocke Figur des hl. Florian.

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Pest-/Dreifaltigkeitssäule
ObjektID: 973

Standort
KG: Untermallebarn
Die mit 1832 bezeichnete Dreifaltigkeitssäule verfügt über eine Maria-Immaculata-Statue sowie über seitliche Sitzfiguren der Hll. Barbara und Rosalia.

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Ortskapelle hl. Jakob der Ältere
ObjektID: 1002

Standort
KG: Unterparschenbrunn
Die Ortskapelle hl. Jakob der Ältere ist ein faschengegliederter Bau in Barockformen mit halbkreisförmiger Apsis, Rundbogenfenstern und einem sich zwischen Giebelanschwüngen erhebenden Fassadenturm. Über dem vierjochigen Innenraum ruht ein queroblonges Platzlgewölbe mit Gurten auf Pilastern. Im Eingangsjoch dienen zwei Pfeiler als Turmstützen. Zur Ausstattung zählen ein barockisierender Tabernakelaufbau, ein Ölbild des hl. Jakobus aus der Bauzeit, Kreuzwegbilder aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie eine Glocke von Johann Caspar Hofbauer aus dem Jahr 1773.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Sierndorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 9. Juni 2017.
  2. Cholera Kreuz. In: www.kleindenkmaeler.com. Salzburger Bildungswerk, abgerufen am 17. März 2014.
  3. Stadler Kreuz. In: www.kleindenkmaeler.com. Salzburger Bildungswerk, abgerufen am 17. März 2014.
  4. Kapelle beim Dannerbründl. In: www.kleindenkmaeler.com. Salzburger Bildungswerk, abgerufen am 17. März 2014.
  5. Friedhofskreuz. In: www.kleindenkmaeler.com. Salzburger Bildungswerk, abgerufen am 17. März 2014.
  6. Höllerkreuz. In: www.kleindenkmaeler.com. Salzburger Bildungswerk, abgerufen am 17. März 2014.
  7. Stückl-Kapelle. In: www.kleindenkmaeler.com. Salzburger Bildungswerk, abgerufen am 17. März 2014.
  8. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.