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vom 18.08.2017, aktuelle Version,

Pfarrkirche Eichenbrunn

Westsüdwestansicht der Pfarrkirche
Pfarrkirche hl. Koloman in Eichenbrunn
Langhaus zum Chor

Die Pfarrkirche Eichenbrunn steht im Ort Eichenbrunn in der Gemeinde Gnadendorf in Niederösterreich. Die römisch-katholische Pfarrkirche hl. Koloman gehört zum Dekanat Ernstbrunn im Vikariat Unter dem Manhartsberg in der Erzdiözese Wien. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Der Ort Eichenbrunn ist ein Straßendorf entlang der Zaya westlich von Gnadendorf. Nach 1469 ein Vikariat wurde Eichenbrunn 1662 urkundlich als Pfarre genannt. Der barocke Bau um 1700 mit einem nördlichen Seitenschiff aus 1731 wurde 1950 mit dem Architekt Josef Vytiska umgebaut und erweitert und 1951 geweiht.

Architektur

Die Durchgangsstraße weitet sich um die Pfarrkirche linsenförmig auf. Die Pfarrkirche bildet mit dem nördlich gelegenen Pfarrhof und der Volksschule das Ortszentrum.

Der schlichte Kirchenbau ist wegen des abfallenden Geländes im Norden und Osten mit einem hohen geböschten Sockel abgestützt. Der dreigeschossige Turm steht wegen des Anbaus eines Seitenschiffes nicht mittig und trägt einen Pyramidenhelm und in drei Nischen die barocken Steinfiguren Hll. Josef, Florian und Koloman. An der Westfassade stehen steinerne Grabkreuze aus 1709 und 1713. Eine Stiege zur nördlich gelegenen Straße hat barocke Putten auf niedrigen Pfeilern.

Das Kircheninnere mit einer Flachdecke im Langhaus und Chor zeigt Reliefs Christus und Lamm Gottes und an der Orgelemporenbrüstung David mit Harfe vom Bildhauer Karl Jamöck. Fresken an der östlichen Langhauswand und östlichen Chorwand zeigen Johannes Evangelist, Maria und Christus.

Ausstattung

Zwei barocke Ölbilder Geburt Jesu und Dreifaltigkeit sind aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Ölbild Heilige Sippe malte der Maler W. Heubel (1895).

Die Orgel von Johann M. Kauffmann (1911) wurde 1951 umgebaut.

Literatur

  Commons: Pfarrkirche Eichenbrunn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien