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vom 31.03.2020, aktuelle Version,

Prad am Stilfserjoch

Prad am Stilfserjoch
(ital.: Prato allo Stelvio)
Wappen
Wappen von Prad am Stilfserjoch
Karte
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Vinschgau
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2018)
3.140/3.624
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,21 % deutsch
02,73 % italienisch
00,06 % ladinisch
Koordinaten 46° 37′ N, 10° 35′ O
Meereshöhe: 880–3375 m s.l.m. (Zentrum: 915 m s.l.m.)
Fläche: 51,4 km²
Dauersiedlungsraum: 10,8 km²
Fraktionen: Lichtenberg, Prad
Nachbargemeinden: Glurns, Laas, Val Müstair (Schweiz), Schluderns, Stilfs, Taufers im Münstertal
Partnerschaft mit: Landkreis Neu-Ulm
Postleitzahl: 39026
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021067
Steuernummer: 82005370216
Bürgermeister (2015): Karl Bernhart (Gemeinsam für Prad)

Prad am Stilfserjoch ([praˑt]; italienisch: Prato allo Stelvio) ist eine Gemeinde mit 3624 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) im Vinschgau in Südtirol, Italien, rund 20 Kilometer westlich von Schlanders.

Blick auf Prad in südliche Richtung. In der Bildmitte der begradigte Suldenbach

Geografie

Die Gemeinde Prad liegt im Vinschgau im Westen Südtirols, genauer im Vinschger Oberland. Alle drei dörflichen Siedlungen der Gemeinde (Prad, Agums, Lichtenberg) sind auf der orographisch rechten Seite des Etschtals aufgereiht. Der Hauptort Prad befindet sich am Ausgang des Suldentals. Durchquert wird Prad vom Suldenbach, der etwas nordöstlich vom Hauptort in die Etsch mündet.

Der zu Prad gehörende Eingangsbereich des Suldentals wird beidseitig von Kämmen überragt, die zu den Ortler-Alpen gerechnet werden und im Nationalpark Stilfser Joch unter Schutz gestellt sind. Am Piz Chavalatsch (zum Fallaschkamm gerechnet) im äußersten Westen berührt das Gemeindegebiet die italienisch-schweizerische Grenze. Im Süden, die Hänge des Nördersbergs überragend, findet Prad an der Tschenglser Hochwand (3375 m; zu den Laaser Bergen gezählt) seinen höchsten Punkt.

Klima

Das Klima in Prad ist gemäßigt. Im Sommer steigen die Temperaturen bis auf 30 Grad und mehr. Im Winter kann die Temperatur in klaren und windstillen Nächten auf −10 bis −15 Grad sinken. Die meisten Niederschläge fallen im Sommer und Herbst. Durchschnittlich gibt es im Jahr zwischen 600 und 700 mm Niederschlag.

Name

Laut dem offiziellen Prader Dorfbuch in der aktuellen Version kommt der Name vom lateinischen Wort „prata“, zu deutsch „Wiesen“.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kirche St. Johann
  • Die Kirche St. Georg in der Fraktion Agums: eine gotische Kirche, mit dem „Großen Herrgott“, ein 4 m hohes Kruzifix
  • Die Pfarrkirche Maria-Königin: Mitte der 1950er-Jahre errichtet, mit Seitenaltären, gestaltet vom Prader Künstler Hans Ebensperger.
  • Aqua Prad: ein Ort der einheimischen Flora und Fauna
  • Prader Sand: ein weites naturbelassenes Gebiet mit ausgeprägter Vegetation
  • Burgruine Lichtenberg: eine verfallene Burg in der Fraktion Lichtenberg
  • Die Kirche St. Christina: eine kleine romanische Kirche in der Fraktion Lichtenberg

Des Weiteren befinden sich in Prad ein Freibad und zwei Campingplätze.

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1951:[1]

  • 1951–1953: Alfred Karner
  • 1953–1967: Hubert Gapp
  • 1967–1985: Georg Stillebacher
  • 1985–2005: Herbert Gapp
  • 2005–2015: Hubert Pinggera
  • seit 2015: Karl Bernhart

Wappen

Das Ortswappen von Prad besteht aus drei gelben Ähren welche aus rotem Boden entspringen. Der Hintergrund ist blau (Himmel).

Verkehr

Für den Kraftverkehr ist Prad durch die SS 38 erschlossen, die den Hauptort der Gemeinde durchquert und von hier über das Sulden- und Trafoital weiter zum Stilfser Joch ansteigt. Auf Gemeindegebiet befindet sich zudem der Bahnhof Spondinig der Vinschgaubahn.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Moritz Erwin von Lempruch (1871–1946), k.u.k. Oberst
  • Otto Saurer (1943–2020), Politiker
  • Georg Paulmichl (1960–2020), Schriftsteller und Maler
  • Gustav Thöni (* 1951), Skirennläufer, Skirenntrainer und Hotelier
  • Franz Josef Schick
  • Ignaz Theiner
  • Anton Karner
  • Josef Rainalter
  • Alois Baldauf
  • Johann Josef Schöpf
  • Josef Pinggera

Söhne und Töchter des Ortes

Commons: Prad am Stilfserjoch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. (PDF; 15 MB) In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015.