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vom 18.10.2016, aktuelle Version,

Robert Reinagl

Robert Reinagl (geboren 1968 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler, der seit 2000 dem Ensemble des Burgtheaters angehört.

Leben und Werk

Reinagl ist in Wien geboren und aufgewachsen. Seit 2000 gehört er dem Ensemble des Burgtheaters an, wo er zahlreiche Rollen übernahm − zum Beispiel den Assistenzarzt Dr. Wenger in Schnitzlers Professor Bernhardi, den Beichtvater in Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald oder den Pfarrer in Katie Mitchells Dramatisierung von Handkes Wunschlosem Unglück. Zuletzt spielte er den "bösen Robert" in Cornelia Rainers Inszenierung von Pünktchen und Anton. Er trat auch in vielen Festspielproduktionen auf, etwa bei den Festspielen Reichenau, beim Steirischen Herbst, beim Schrammelklangfestival Litschau und bei den Salzburger Festspielen, wo er 2005 und 2006 in zwei Martin Kušej-Inszenierungen zu sehen war und von 2010 bis 2012 den Koch im Jedermann am Domplatz verkörperte. Ab Oktober 2016 ist er in der Uraufführung Lumpenloretta von Christine Nöstlinger zu sehen.

Seit 2000 bildet er mit dem Wiener Knöpferlharmonika-Spieler und Sänger Walter Czipke das Duo Die Mondscheinbrüder, benannt nach einem Duett von Johann Sioly. Reinagl trat als Sänger von Wienerliedern aber auch regelmäßig gemeinsam mit Walther Soyka, Tristan Schulze, Roland Neuwirth, Trude Mally und Kurt Girk, dem „Frank Sinatra von Ottakring“,[1] auf. Reinagl übernahm im Spielfilm Rimini von Peter Jaitz (2009) die Rolle des Hans und arbeitet auch regelmäßig als Sprecher sowohl für Radioproduktionen und Dokumentarfilme, wie für die 2010er Produktion Udo Proksch: Out of Control, als auch für Werbespots. In der TV-Komödie Bösterreich spielte er 2014 den Obermuseumswärter. In CopStories, Die Detektive und Schnell ermittelt übernahm er ebenfalls Rollen. Er gibt auch regelmäßig Lesungen.

Außerdem lehrte er von 2004 bis 2006 an der Privatuniversität Konservatorium Wien das Fach Rollengestaltung und ist seit 2013 Lehrbeauftragter für Sprachgestaltung am Max-Reinhardt-Seminar.

Der Künstler engagiert sich für feuermauer.org, eine „überparteiliche und unabhängige Initiative zum Schutz unserer demokratischen Kultur“.[2]

Besetzungen

Nachweise

  1. Der "Sir" - Der Wienerliedsänger Kurt Girk, Menschenbilder, ORF, 29. Juni 2014
  2. feuermauer.org: Robert Reinagl im Interview, abgerufen am 24. November 2014