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vom 25.05.2018, aktuelle Version,

Sandra Frauenberger

Sandra Frauenberger (2015)

Sandra Frauenberger (* 22. September 1966 in Wien) ist eine österreichische Politikerin. Ab Jänner 2007 war sie amtsführende Wiener Stadträtin für Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal. Im Jänner 2017 wurde sie amtsführende Wiener Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen.[1] In diesem Ressort betreute sie weiterhin die Frauenfragen. Sie gehört der SPÖ und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) an. Am 4. April 2018 gab sie ihren Rücktritt als Stadträtin mit 24. Mai 2018 bekannt.[2]

Leben

1984 trat Sandra Frauenberger als Angestellte in die Österreichische Länderbank ein, wechselte aber schon bald als Büroleiterin in die Jugendabteilung der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), 1989 wurde sie Jugendreferentin der GPA. 1991–1993 war sie Leiterin des Berufswettbewerbes der kaufmännischen Lehrlinge. 1993 wurde sie GPA-Frauensekretärin, 1999 Leiterin der GPA-Bundesfrauenabteilung. Ab 2004 war sie Mitglied im ÖGB-Bundesvorstand und im GPA-Bundespräsidium. Im Juni 2006 wurde sie Vorstandsvorsitzende des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungs Fonds (waff). Sandra Frauenberger ist verheiratet und hat zwei Söhne.[3]

Politische Laufbahn

Seit 1984 ist Sandra Frauenberger Funktionärin in der GPA und in der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter des ÖGB. 1997 wurde sie Mitglied des Bezirksfrauenkomitees SPÖ Margareten, 1998 kooptiertes Mitglied im Wiener Frauenkomitee.

Seit 2001 ist sie Mitglied im Präsidium, Bezirksvorstand und Bezirksausschuss der SPÖ Margareten und gehörte dem Wiener Landtag und Gemeinderat an. Im Jänner 2007 wurde sie in Landesregierung und Stadtsenat Häupl IV als Nachfolgerin von Sonja Wehsely amtsführende Stadträtin für Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal in Wien. Am 27. Jänner 2017 folgte sie in Landesregierung und Stadtsenat Häupl VI Sonja Wehsely als Gesundheitsstadträtin nach.[1]

Frauenbergers Position als Stadträtin galt nach der Wahl Michael Ludwigs zum Nachfolger Michael Häupls als Landesparteiobmann der Wiener SPÖ und Wiener Bürgermeister, bei der sie Andreas Schieder unterstützt hatte, als unsicher. Am 4. April 2018 gab sie ihren Rücktritt für den 24. Mai 2018 bekannt und kündigte an, als Abgeordnete im Wiener Gemeinderat weiterzuarbeiten. Als Gründe nannte sie, dass „keine sachliche, politische Auseinandersetzung“ mehr möglich sei, weil Kritik sich zuletzt immer mehr auf persönlicher Ebene gegen sie richte. Weitere Probleme in ihrem Ressort waren die Verzögerungen bei der Errichtung des Krankenhauses Wien-Nord und Auseinandersetzungen um die Neuorganisation des Wiener Krankenanstaltenverbundes.[2]

Als Gesundheits- und Sozialstadtrat folgte ihr mit 24. Mai 2018 Peter Hacker nach, Frauenberger wurde als Abgeordnete angelobt.[4]

  Commons: Sandra Frauenberger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Wehsely offiziell verabschiedet. In: wien.orf.at. ORF, 26. Januar 2017, abgerufen am 15. November 2017.
  2. 1 2 Oona Kroisleitner: Sandra Frauenberger tritt als Wiener Gesundheitsstadträtin ab. In: derstandard.at. 4. April 2018, abgerufen am 5. April 2018.
  3. Lebenslauf. In: sandra-frauenberger.at. Abgerufen am 7. Januar 2018.
  4. orf.at: Häupl übergibt an Ludwig. Artikel vom 24. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.