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vom 27.01.2017, aktuelle Version,

St. Wolfgang (Gemeinde Weitra)

St. Wolfgang (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde St. Wolfgang
St. Wolfgang (Gemeinde Weitra) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gmünd (GD), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gmünd in Niederösterreich
Pol. Gemeinde Weitra
Koordinaten 48° 40′ 18″ N, 14° 52′ 54″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 126 (2001)
Gebäudestand 56 (2001)
Fläche d. KG 4,25 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03733
Katastralgemeinde-Nummer 07352
Zählsprengel/ -bezirk St. Wolfgang (30942 005)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0f0

St. Wolfgang ist eine Katastralgemeinde von Weitra im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Pfarrkirche St. Wolfgang bei Weitra

Geografie

St. Wolfgang liegt im nordwestlichen Niederösterreich (Waldviertel) auf einer Seehöhe von ca. 648 Meter südlich von Weitra am Wolfgangbach.

Die Ortschaft besitzt 126 Einwohner. (2001, Quelle: Statistik Austria)

Geschichte

Der Ort hieß bis ins 16. Jahrhundert Pfaffenschlag, der Name kennzeichnete eine Rodung aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. Danach wurde der Ortsname dem Patrozinium der Kirche, damals ein bekannter Wallfahrtsort, angepasst. Im Jahre 1583 wurde die Kirche vom protestantischen Adeligen Christof von Prag auf Engelstein beschlagnahmt aber im Jahre 1617 von Abt Seifried von Zwettl wieder mit Gewalt zurückgenommen.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche St. Wolfgang bei Weitra ist ein aus dem Jahre 1407 stammender spätgotischer Hallenbau über annähernd quadratischem Grundriss und langgestrecktem Chor. Sie liegt auf einer Geländestufe dominierend über dem Ort. Das bedeutendste Stück der Inneneinrichtung stellt der barocke Altar von Balthasar Threyer aus den Jahren 1692–1694 dar, welcher drei künstlerisch wertvolle monumentale Holzplastiken von um 1490 enthält, darstellend die heiligen Erasmus, Wolfgang und Nikolaus. Interessant ist weiters ein Totenschild mit hölzernem Gerippe an der Empore (bezeichnet 1670), sowie gotische Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert.
  • Im Ort und an den zu den Nachbarorten führenden Straßen befinden sich mehrere Tabernakelpfeiler und Nischenbildstöcke aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.

Literatur

  • Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg: Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 1024–1026.
  • Franz Eppel: Das Waldviertel, seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen, Salzburg 1989, ISBN 3-900173-01-X