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vom 30.05.2018, aktuelle Version,

Trieben

Trieben
Wappen Österreichkarte
Wappen von Trieben
Trieben (Österreich)
Trieben
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 45,33 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 14° 29′ O
Höhe: 708 m ü. A.
Einwohner: 3.395 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 75 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8784
Vorwahl: 03615
Gemeindekennziffer: 6 12 47
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Triebener Bundesstraße 10
8784 Trieben
Website: www.trieben.net
Politik
Bürgermeister: Helmut Schöttl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
13
4
2
2
13  4  2  2 
Insgesamt 21 Sitze

Lage der Stadt Trieben im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming)Gröbming (Expositur Gröbming)Haus (Expositur Gröbming)Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming)Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming)Öblarn (Expositur Gröbming)Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming)Schladming (Expositur Gröbming)Sölk (Expositur Gröbming)AdmontAigen im EnnstalAltausseeAltenmarkt bei Sankt GallenArdningBad AusseeBad MitterndorfGaishorn am SeeGrundlseeIrdning-DonnersbachtalLandlLassingLiezenRottenmannSankt Gallen (Steiermark)SelzthalStainach-PürggTriebenWildalpenWörschachSteiermark Übersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Blick auf Trieben, hinten Dietmannsdorf und Sonnseiten (Südansicht vom Triebenstein)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Trieben ist eine österreichische Stadt im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen in der Steiermark. Sie hat 3395 Einwohner (Stand 1. Jänner 2017).

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind Tourismus (Hohentauern) und Magnesitverarbeitung. Die Bezeichnung Trieben stammt vom slawischen trebiti (roden).

Geographie

Die Stadtgemeinde Trieben hat eine Gesamtfläche von 45,537 Quadratkilometern. Sie liegt damit zwar unter der durchschnittlichen Gemeindegröße des Bezirkes Liezen (66,73 km²), jedoch über der durchschnittlichen Gemeindegröße der Steiermark.

Trieben liegt an der Scheide zwischen Rottenmanner und Seckauer Tauern.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dietmannsdorf, St. Lorenzen, Schwarzenbach und Trieben.

Nachbargemeinden: Trieben grenzt an die Gemeinden Gaishorn am See, Hohentauern (Bezirk Murtal), Rottenmann und Admont.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen.[2]

  • SPÖ: 57,27 % (13 Mandate) – stellt den Bürgermeister
  • ÖVP: 19,73 % (4 Mandate)
  • FPÖ: 11,9 % (2 Mandate)
  • KPÖ: 11,11 % (2 Mandate)

Bürgermeister ist Helmut Schöttl.[3]

Wappen

Das Triebener Wappen zeigt im goldenen Schild einen grünen Dreiberg, mit gekreuzten goldenen Berghämmern, Schlegel und Eisen belegt. Darüber ein Radschuh mit Kette und Haken.

Finanzchaos

Im November 2008 wurde bekannt, dass in der Gemeinde Trieben Abgaben nicht eingehoben, Rechnungsabschlüsse manipuliert und Darlehen doppelt ausgezahlt wurden. Es entstand über die Jahre ein Schuldenstand von 30 Millionen Euro. Das ist statistisch gesehen mehr als das doppelte Pro-Kopf-Verschulden als in der Landeshauptstadt Graz. Folglich wurde der Gemeinderat aufgelöst und ein Kommissär zur Erstellung eines Sanierungskonzeptes geschickt. Das Land gewährte überdies ein zinsloses Darlehen. Am 4. Oktober 2009 wurde ein neuer Gemeinderat gewählt.[4]

Städtepartnerschaften

Quierschied (seit 29. Juni 1963)

Stadtpfarrkirche zum hl. Andreas

Römisch katholische Stadtpfarre Trieben

Im Jahr 1955 wurde aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerung die Stadtpfarre zum hl. Andreas gegründet und Trieben von der ursprünglichen Pfarre Sankt Lorenzen im Paltental abgetrennt. Die „neue Andreaskirche“ wurde am 1. September 1963 geweiht.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahn: Trieben liegt an der Bahnstrecke BischofshofenGraz, an einem Teilabschnitt der Rudolfsbahn im Zulauf zum Schoberpass.

Straße: Trieben liegt an der A9 Pyhrn Autobahn Wels – Graz und B113 Schoberpass Straße Ennstal – Mur/Mürztal, und ist auch die Verbindung von Admont kommend über die Kaiserau über den Triebener Tauernpass in Richtung Judenburg. In Trieben beginnt die Triebener Straße (B114), welche über den Triebener Tauern vom Paltental ins Murtal führt.

Ansässige Unternehmen

  • MACO: Die Firma Maco ist einer der führenden Fensterbeschlägehersteller der Welt. Der Standort in Trieben bietet für etwa 1200 Menschen Arbeit (Stand: Mai 2009). Somit zählt die MACO zu den größten Arbeitgebern im gesamten Enns- und Paltental. Das Produktionswerk in Trieben wurde nach modernsten Erkenntnissen errichtet und in der Folge kontinuierlich ausgebaut. Hier wird der größte Anteil der MACO–Produktpalette gefertigt. Das Fertigungsprogramm umfasst im Wesentlichen Dreh- und Drehkippbeschläge, englische Kantenverschlüsse und Griffe. Das Werk verfügt über modernste, nach ergonomischen Gesichtspunkten eingerichtete Arbeitsplätze und umweltfreundliche Anlagen. Ähnlich wie im Werk Salzburg ist auch hier die Fertigungstiefe sehr groß. Ein wichtiger Bestandteil ist der eigene Werkzeug- und Sondermaschinenbau. Zudem steht in Trieben ein modernes MACO-Logistikzentrum mit einem vollautomatischen Zentrallager mit ca. 30.000 EURO - Palettenplätzen. Damit werden sämtliche Niederlassungen und Vertriebspartner in den ausländischen Märkten versorgt. Trieben hat sich somit zur logistischen Drehscheibe für ganz Europa entwickelt.
  • RHI AG, ehemals Veitscher Magnesitwerke, Veitsch-Radex GmbH:[6] Sie ist weltweit führender Anbieter von Feuerfestprodukten für die Stahl-, Nichteisen-, Glas- und Zementindustrie, wobei die Stahlindustrie mit 70 % Hauptabnehmer ist. Es handelt sich dabei vorwiegend um Produkte aus den in der Natur vorkommenden Magnesit als Ausgangsmineral, welches durch einen Brennprozess in Sinter umgewandelt werden muss. Die Sinterproduktion aus Rohmagnesit des Bergbaues Hohentauern wurde Ende 1991 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Hauptproduktionszweig des Werkes Trieben ist die Steinfabrik. Hier werden basische, feuerfeste Steine für die verschiedensten Abnehmerindustrien hergestellt. Von 310 Mitarbeitern wurden 65.000 t Steine und 30.000 t Sinter erzeugt. Eine seit Inbetriebnahme 1975 nicht zu übersehende Landmarke ist der 144 Meter hohe Zentralkamin („Langer Ernst“).

Bildung

Das denkmalgeschützte Gebäude der Volksschule
  • Privatkindergarten
  • öffentlicher Kindergarten
  • Volksschule
  • Hauptschule
  • Höhere Technische Lehranstalt (Außenstelle der HTBLA Zeltweg)
  • Öffentliche Bücherei Dietmannsdorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Landesfeuerwehrtag in Trieben

Vereine und Institutionen

  • Musikkapelle: Der Ort hat 2 Musikkapellen. Die Werks- und Stadtmusikkapelle und die Musikkapelle St. Lorenzen.
  • Feuerwehr: Es bestehen Freiwillige Feuerwehren in Trieben, Sankt Lorenzen und Dietmannsdorf. Die Firma RHI unterhält eine Betriebsfeuerwehr, die im Einsatzfalle auch ins Gemeindegebiet ausrückt.
  • Trachtenverein D´Triebenstoana: Der Trachtenverein wurde im Jahre 1959 gegründet. Ziel des Vereines ist es Kulturgut wie steirischen Tanz und Schuhplattler zu erhalten. Es besteht auch eine Jugendgruppe.
  • Sportfliegerclub: In Trieben gibt es einen Sportfliegerclub und eine asphaltierte Landebahn (750 m).

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1986 Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter
  • Benedikt Schlömicher (1930–2005), 66. Abt von Admont
  • Bruno Hubl (* 1947), 67. Abt von Admont
  • Gebhard Grünfelder (* 1938), ehemaliger Direktor des Stiftsgymnasiums Admont
  • Gerhard Hafner (* 1964), 68. Abt von Admont

Söhne und Töchter der Stadt

  Commons: Trieben  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Herbe Verluste, doch SPÖ bleibt Nummer 1. Kleine Zeitung, 4. Oktober 2009, abgerufen im 5. Oktober 2009.
  3. Bürgermeister und Gemeinderat
  4. Finanzchaos: Gemeinderat in Trieben aufgelöst. ORF Steiermark, 18. November 2008, abgerufen im 20. November 2008.
  5. http://pfarrverband-trieben.graz-seckau.at
  6. Gerald Suessmaier: Das Werk Trieben der RHI AG von 1938 bis 1995. Eine betriebshistorische Analyse. Masterarbeit KF-Univ. Graz, o. D. (Abstract, uni-graz.at).