Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 15.10.2018, aktuelle Version,

Turmruine Sarmingstein

Turmruine Sarmingstein
Turm zu Sarmingstein von unten

Turm zu Sarmingstein von unten

Entstehungszeit: Turm 1488
Burgentyp: Ortslage
Erhaltungszustand: Turmruine
Ort: St. Nikola an der Donau-Sarmingstein
Geographische Lage 48° 13′ 59,4″ N, 14° 56′ 30,9″ O
Turmruine Sarmingstein (Oberösterreich)
Turmruine Sarmingstein

Die Turmruine Sarmingstein ist der Rest einer Basteianlage im Ortsteil Sarmingstein von St. Nikola an der Donau im Bezirk Perg, Oberösterreich, mit der die zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtete Hauderer-Straße und die Donau überwacht wurden.

Geschichte

Der noch bestehende Rundturm wurde 1488 im Auftrag von Kaiser Friedrich III. von den Gebrüdern Prueschenk errichtet. 1513 musste der Burggraf Heinrich Prueschenk den Turm an Waldhausen abtreten, er selbst hielt sich zumeist in der Greinburg auf. Auf Befehl von König Ferdinand I. wurde das Festungswerk 1538 von Propst Conrad von Waldhausen mit Basteien versehen. Es diente als Ersatz für die bereits zur Ruine gewordene Burg Werfenstein, die seinerzeit zur Überwachung der Donau diente. Der Turm bildete den nördlichen Eckpunkt der Bastei, die später als Schiffmeisterhaus diente und 1602 unter Propst Partenreuter von Stift Waldhausen erneuert wurde. Turm und Seitenmauern sperrten die Straße.[1] Im 17. Jahrhundert wurde der funktionslos gewordene Bau zur Ruine.

Der Turm ist einer der letzten erhaltenen mittelalterlichen Mauttürme an der Donau, findet sich auch im Marktwappen von Sarmingstein und wird als Aussichtsturm touristisch genutzt.[2]

Anlässlich des Baus der Donauuferbahn Anfang des 20. Jahrhunderts war der Turm durch Sprengungen stark in Mitleidenschaft gezogen worden und musste daraufhin zur Hälfte abgetragen werden. Mit dem Material wurde das Turminnere befüllt. 2013 stürzten Teile des Turms auf die Gleise der Donauuferbahn. Aus Sicherheitsgründen durften einige darunter liegende Häuser teilweise nicht mehr bewohnt werden und die Donau Straße (B 3) wurde bis zum Abschluss der Untersuchungen und Vornahme von Sicherungsmaßnahmen mehrere Wochen gesperrt.[3][4]

Literatur

  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  • Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.
  • Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Ober-Österreichisches Landesarchiv, Linz 2013.
  Commons: Turmruine Sarmingstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Rundturm Sarmingstein, in: Webpräsenz von Tourismus Oberösterreich@1@2Vorlage:Toter Link/www.oberoesterreich.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)   Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Sarmingstein, Wappen des Marktes Sarmingstein
  3. B3 bleibt gesperrt - Einsturzgefahr
  4. Mautturm soll mit Ruine Säbnich verbunden werden, in: Bezirksrundschau Perg Nr. 25 vom 20./21. Juni 2013