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vom 29.04.2018, aktuelle Version,

Burg Wörth (Strudengau)

Donau zwischen dem Strudel und dem Wirbel, Situation am Ende des 18. Jahrhunderts. Die Burg ist als Schloss Wörth verzeichnet.

Die Burg Wörth ist ein abgegangenes Bauwerk, das sich auf der Wörther Insel in der Donau, die zur Gemeine Neustadtl an der Donau vom Bezirk Amstetten in Niederösterreich gehört, befand. Die Burg ist in Form eines romanischen Wohnturmes errichtet worden.

Das Bauwerk ist eine Strudensperre, die 1322 angeblich Chunrat von Werd hat anlegen lassen, eventuell aber bereits aus dem 12. Jahrhundert durch die Hochfreien von Machland errichtet wurde. Zu der Burgenlinie um die Donau zählten die gegenüberliegende Burg Werfenstein, Burg Hausstein, Langenstein, Pain (Pahin, Bojenstein) und die Helchenburg.

Das Mauerwerk der Ruine Wörth bestand aus Granitsteinen (ohne Ziegel) und wurde nicht mit Sand, sondern mit grobgeschlögeltem Granit vermengt. Teile des Burgfelsens wurden bei der Regulierung der Donau zwischen 1777 und 1783 gesprengt und abgetragen; Reste der Mauern sind auf der unter Naturschutz stehenden Insel noch vorhanden.

Obwohl noch keine systematische archäologische Prospektion vorgenommen wurde, sind auf der Insel Funde aus der Bronzezeit gemacht worden.

Literatur

  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  • Josef Roidtner: Die Fundplätze der keltischen, römischen und altdeutschen Waffen, Münzen und Geräthschaften am Donau-Strudel und Wirbel, mit einer Terrainkarte und Abbildung der aufgefundenen Objecte. Jahresbericht des Museums Francisco-Carolinum, 25. Lieferung, 1871.
  • Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Ober-Österreichisches Landesarchiv, Linz 2013.
  • Alois Topitz: Denkwürdiges vom Greiner Strudel und Wirbel. Oberösterreichische Heimatblätter, 1972, 26. Jahrgang, S. 5–16, online (PDF) auf ooegeschichte.at