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vom 07.12.2017, aktuelle Version,

Burgruine Säbnich

Burgruine Säbnich
Burgstall Säbnich

Burgstall Säbnich

Entstehungszeit: 1147 (erste urk. Erwähnung)
Burgentyp: Höhenburg
Ort: Gemeinde Waldhausen im Strudengau
Geographische Lage 48° 14′ 51,4″ N, 14° 56′ 39,1″ O
Burgruine Säbnich (Oberösterreich)
Burgruine Säbnich

Die Burgruine Säbnich liegt in der Gemeinde Waldhausen im Strudengau im Bezirk Perg von Oberösterreich. Die Ruine der Höhenburg erreicht man, wenn man die Straße von Sarmingstein Richtung Waldhausen im Strudengau einschlägt. Nach ca. drei Kilometern gelangt man zu einer scharfen Kurve mit einer Zufahrt zu einem Bauernhof; von hier gelangt man zu Fuß auf den äußersten Spornabschnitt.[1]

Geschichte

Der älteste Name dieser Anlage stammt aus dem Jahre 985 und lautet „Sabebnikke“. Um 1124 war die Burg im Besitz des hochfreien Otto von Machland († 1149). Dieser und seine Frau Julia von Peilstein stiftete 1147 die Burg für die Gründung eines Klosters für die Augustiner Chorherren. Die Mönche verlegten das Kloster aber bereits 1161 nach Waldhausen. Die Burg wurde daraufhin dem Verfall überlassen. Lesefunde (Keramikscherben) weisen auf eine kurze Besiedlungsphase der Fundstelle im 12. Jahrhundert hin. Burgstall und umgebender Waldbesitz gehörten noch im 18. Jahrhundert zum Dominikalbesitz des Klosters.

Burgruine Säbnich heute

Nach übereinstimmender Meinung von Mittelalterarchäologen und Burgenforschern ist Burg Säbnich auf dem sog. Burgstall, einem markanten Berg an einer Schleife des Sarmingbaches, zu lokalisieren.[2]

Die Lagestelle zeigt die Mauerreste eines „Festen Hauses“ sowie eine halbkreisförmige Wall-Graben-Anlage. Das Kernwerk besitzt eine Länge von 52 m und eine Breite von 10 bis 16 m. Die Anlage ist durch den Bau einer Forststraße schwer beeinträchtigt worden. Der halbkreisförmige Wallgraben wurde bei diesen Tätigkeiten fast vollkommen zerstört. Die auf der Kuppe sichtbaren Mauerreste eines viereckigen Turmes sind nach der letzten Aufforstung unter Gestrüpp verschwunden, dürften aber noch vorhanden sein.

Lesefunde (Keramikscherben) weisen auf eine kurze Besiedlungsphase der Fundstelle im 12. Jahrhundert hin.[3]

Literatur

  • Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.
  • Josef Roidtner: Die Fundplätze der keltischen, römischen und altdeutschen Waffen, Münzen und Geräthschaften am Donau-Strudel und Wirbel, mit einer Terrainkarte und Abbildung der aufgefundenen Objecte. Jahresbericht des Museums Francisco-Carolinum, 25. Lieferung, 1871.
  • Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Ober-Österreichisches Landesarchiv, Linz 2013.

Einzelnachweise

  1. Eintrag (Gegenwärtige Nutzung) zu Burgstall Säbnich in der EBIDAT, der wissenschaftlichen Datenbank des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 16. September 2016.
  2. Christian K. Steingruber, 2013, S. 214.
  3. Josef Roidtner, 1871.