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vom 15.03.2017, aktuelle Version,

Wulka

Wulka

Die Wulka in Pöttelsdorf

Die Wulka in Pöttelsdorf

Daten
Lage Burgenland, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Einser-Kanal Rabnitz Moson-Donau Donau Schwarzes Meer
Quelle westlich des Heubergs
47° 42′ 7″ N, 16° 18′ 43″ O
Mündung bei Donnerskirchen in den Neusiedler See
47° 52′ 24″ N, 16° 40′ 35″ O
Mündungshöhe 115 m ü. A.
Länge 38 km

Linke Nebenflüsse Gaisgrabenbach, Hirmerbach, Eisbach
Rechte Nebenflüsse Haidbach, Marzer Bach, Nodbach
Kleinstädte Mattersburg
Gemeinden Forchtenstein, Pöttelsdorf, Zemendorf-Stöttera, Antau (Otava), Wulkaprodersdorf (Vulkaprodrštof), Trausdorf an der Wulka (Trajštof), Oslip (Uzlop), Schützen am Gebirge

Die Wulka (ungarisch und kroatisch: Vulka; alt-ungarisch: Seleg) ist ein Fluss im Nordburgenland in Österreich. Die Wulkaquelle, auch Dreikönigsbründl bezeichnet, liegt unterhalb des Heubergs im Rosaliengebirge bei Forchtenstein. Der Fluss mündet in den Neusiedler See. Die Fließlänge bis zu ihrer Mündung im Wulkadelta beträgt rund 38 km (bzw. rund 44 km mit dem Marzer Bach); der mittlere Wassereintrag in den Neusiedler See liegt bei 1,2 m³/s.

Das Wulkatal und die Wulkaebene erstrecken sich zwischen der Zillingdorfer Platte und dem Leithagebirge im Norden, dem Rosaliengebirge im Westen und dem Ruster Höhenzug im Osten.

Im Wulkatal werden vor allem Obst, Getreide, Mais, Raps, Zuckerrüben und teilweise Wein angebaut. Im Einzugsgebiet des Flusses befinden sich der Naturpark Rosalia-Kogelberg und der Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge. Als Attraktionen gibt es jährlich eine Bootsregatta in Zemendorf sowie Bootsfahrten in den Mündungsbereich bei Donnerskirchen.

Die Wulka mündet zunächst in einem schwer zugänglichen, teilweise dicht bewaldeten Binnendelta in den Schilfgürtel des Neusiedler Sees und fächert sich in weiterer Folge im Schilfwald auf. Der Großteil des Wulkawassers sammelt sich später wieder in einem Schilfkanal und fließt über weitere ca. 4 km in den offenen See ab. Der von Menschenhand unberührte Au- bzw. „Schilfurwald“ im Mündungsbereich stellt ein Naturjuwel der besonderen Art dar.

Die Bezeichnung „Wulka“ leitet sich vom slawischen „vlkava“ ab und bedeutet so viel wie „Wolfsbach“. Die alt-ungarische Bezeichnung "Seleg" könnte sich von "szil ügy" her leiten, was als "Ulmen-Wasser" bzw. "Rustenbach" übersetzt werden kann.

Literatur

  • F(riedrich) Hautmann: Beiträge zur Heimatkunde des Burgenlandes. Die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung des Vulkatales. (Teil I). In: Burgenländische Freiheit, V. Jahrgang, Nr. 9/1925, ZDB-ID 2588385-9, S. 3, unten. Volltext online,
    —: — (Teil II und Schluss). In: Burgenländische Freiheit, V. Jahrgang, Nr. 10/1925, ZDB-ID 2588385-9, S. 2, unten. Volltext online.
  Commons: Wulka  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien