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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Band 1: A – I
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459 Graz Historische Ansichtskarte von Graz Némški und Némško-Slovénski róčni besédnik [Slowe- nisch-deutsches und deutsch-slowenisches Handwör- terbuch] (1833) sowie seine →  Grammatik (die erste slowenische Grammatik in der Gajica [→  Schrift]) hatten einen entscheidenden Einfluss auf die Entwick- lung der slowenischen Schrift- bzw. →  Standardspra- che und halfen gleichzeitig die Danjčica-Schrift zu überwinden. Stanko Vraz gründete 1838 den slowe- nischen Leseverein Slovenska čitalnica. 1845 erschien in G. auch das erste slowenische Geschichtsbuch unter dem Titel Dogodivščine Štajerske zemle [Begebenheiten aus der Steiermark], das Anton Krempl vorbereitet hatte. Bereits im Vormärz war G. auch ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum für die Slowenen, da es nach Trieste/Trst/Triest die einzige Stadt war, über die das aufkommende slowenische Bürgertum die ersten In- formationen über die industrielle Revolution in West- europa bekam. Auch das 1811 von Erzherzog Johann geschaffene Joanneum, das ursprünglich Museum und auch Lehranstalt war, sollte die wirtschaftliche Ent- wicklung der innerösterreichischen Länder fördern. 1864 wurde es in den Rang einer »k. k. Technischen Hochschule« erhoben, der Vorläuferin der Technischen Universität Graz. 1837 wurde in G. auf Initiative des Erzherzogs Johann der Verein zur Beförderung und Unterstützung der Industrie und des Gewerbes in Inne- rösterreich (Gospodarsko in podporno industrijsko-obrtno društvo za Notranjo Avstrijo) errichtet, der Zweigstellen in Krain/Kranjska und in Kärnten/Koroška hatte. Die slowenische Politik wurde zur Zeit der März- revolution 1848 (→  Revolutionsjahr 1848) neben den Wiener vor allem von Grazer Slowenen geführt (→  Wien). Nur vier Tage vor der Revolution (16. April 1848) gründeten sie den Verein Slovenija, dessen Vor- sitzender der Theologe und Religionslehrer am Gra- zer Realgymnasium Jožef →  Muršec war. Muršec wurde zur zentralen Persönlichkeit unter den Grazer Slowenen, vor allem nach der Veröffentlichung seines Artikels in der Grazer Zeitung, in dem er sich für die Achtung des Naturrechtes und die administrative Ver- einigung des gesamten slowenischen ethnischen Ter- ritoriums im Rahmen eines unabhängigen Österreich einsetzte. Die Grazer Slovenija sammelte zudem meh- rere Tausend Unterschriften für die Mai-Petition der Wiener Slovenija für ein Vereinigtes Slowenien (→  Ze- dinjena Slovenija). Ab Juni 1848 tagte in G. der provisorische steirische Landtag. Obwohl in ihm die Slowenen verhältnismäßig gut vertreten waren, hatten sie kein gemeinsames poli- tisches Programm. So übernahmen sie in der Debatte über die Zusammensetzung des Kronlandes ohne Wi-
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Band 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Untertitel
Von den Anfängen bis 1942
Band
1: A – I
Autoren
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2016
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Abmessungen
24.0 x 28.0 cm
Seiten
542
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Inhaltsverzeichnis

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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